Das Titelduell 2016 in Bildern

Formel 1: Rosberg auf dem Weg zum Titel

— 23.11.2016

Hamiltons Pech nicht entscheidend

AUTO BILD MOTORSPORT rechnet nach: Auch ohne Technikteufel wäre Nico Rosberg noch vor Lewis Hamilton in der Weltmeisterschaft.

Nico Rosberg (31) auf dem Weg zum Titel! Heute bereits ist der Deutsche in Abu Dhabi angekommen. Ein PR-Event steht auf dem Plan. Danach soll es sein Wochenende werden. Rosberg führt vor dem letzten Rennen in der Wüste mit zwölf Punkten Vorsprung auf Team-Rivale Lewis Hamilton. "Ich werde alles geben, um die Saison mit einem Sieg abzuschließen“, sagt er. "Ich habe mich am Wochenende super mit meiner Familie und Freunden erholt und fühle mich bereit dafür. In Brasilien sagte ich scherzhaft, dass ich es auch weiterhin von Rennen zu Rennen angehen werde. Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger verrückt hört es sich an. Ich muss das Rennen wie jedes andere behandeln. Aber in diesem Sport ist nichts einfach, auch diesmal nicht.“

In Spanien kollidierten die beiden Silberfeinde

Aber ist Nico Rosberg 2016 wirklich besser als in den Jahren zuvor? WM-Rivale Hamilton sagt: „Nein. Ich hatte in dieser Saison bloß mehr Probleme.“ In der Tat: In China und Russland musste der Brite wegen Problemen mit dem Hybridsystem vom letzten bzw. zehnten Startplatz aus ins Rennen gehen. Rosberg gewann beide Male, Hamilton wurde Siebter und Zweiter – hätte ohne die Defekte zwölf Punkte mehr auf dem Konto. In Spa musste er erneut von ganz hinten losfahren – ein neuer Antrieb war fällig und damit eine Strafe. Immerhin: Der dreifache Weltmeister wurde noch Dritter, verlor dennoch mindestens drei Punkte. In Malaysia platzte ihm der Motor – in Führung liegend! Macht 25 Zähler Minus und insgesamt 40 verlorene Punkte.
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Die Rechnerei im Sinne Hamiltons zeigt aber nicht die ganze Wahrheit. Denn auch Rosberg hatte Probleme. In Monaco funktionierte das Auto im Regen nicht optimal. Der Deutsche ließ Hamilton deshalb ziehen, wurde am Ende nur Siebter. Ein zweiter Platz wäre sonst drin gewesen und damit zwölf Punkte mehr. In England wurde er wegen Getriebeproblemen nur Dritter statt Zweiter: drei verpasste Punkte. In Kanada verlor Rosberg acht Zähler, weil Hamilton ihn in der ersten Kurve ins Gras schickte. Zusammen also hätte Rosberg in diesen drei Rennen 25 Punkte mehr geholt. Fazit: Rechnet man das „Pech“ der beiden auf, wäre Rosberg mit vier Punkten immer noch vorne.

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Ein Podestplatz reicht Rosberg zum Titelgewinn

Das zeigt, dass sich der Deutsche gesteigert hat. Er fuhr konstanter als der Brite, machte fast keine Fahrfehler. Nur in Österreich und Hockenheim verschenkte er wegen zu harter Fahrweise und entsprechender Strafen Punkte. Hamilton dagegen vergab einen möglichen Sieg in Baku, als er den Silberpfeil im Qualifying an die Mauer setzte.  Besonders bei den Starts war Rosberg der Stärkere. Viermal überholte Rosberg Hamilton beim Losfahren. Nur zweimal konnte Hamilton den vor ihm liegenden Deutschen passieren. Deutlicher noch zeigt eine andere Statistik Rosbergs Startüberlegenheit. Während der Deutsche in dieser Saison beim Sprint zur ersten Kurve mit Platzgewinn- und -verlust auf null steht, verlor der Brite 22 Plätze: fünf in Australien, sechs in Bahrain, fünf in Monza und sechs in Japan.

Mit zwölf Punkten Rückstand muss Hamilton am Wochenende in Abu Dhabi aus der Defensive heraus angreifen. „Es war keine perfekte Saison und es scheint an diesem Wochenende schier unmöglich zu sein, egal was ich tue“, räumt der Noch-Weltmeister ein. "Aber ich kann und werde nicht aufgeben. Man weiß nie, was passiert - egal, wie unmöglich es auch erscheinen mag.“ Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist zumindest offiziell egal, welcher seiner beiden Silberfeinde Champion wird. "Nach solch einem Marathon-Kampf kann der Sieger wahrlich von sich behaupten, dass er es verdient hat“, so der Österreicher. Den Weg ins Finale zeigt unsere Bildergalerie. Hamilton vs Rosberg – Rennen für Rennen.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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