Formel 1: Bilder - Hamilton vs. Rosberg 2014

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Formel 1 - Rosberg: Das war ekelhaft!

— 03.11.2014

Hebel-Fehler & Wind kosten Sieg

Nico Rosberg trifft eine falsche Entscheidung und muss beim USA GP Lewis Hamilton vorbeiziehen lassen. Die Mercedes-Stars über ihr Duell in Austin.

Geknickt saß Nico Rosberg nach seinem zweiten Platz in der Mercedes-Hospitality von Austin. Während Teamkollege Lewis Hamilton seinen fünften Sieg in Serie feierte, musste der Deutsche sich einmal mehr mit Rang zwei zufriedengeben und verlor in der WM weiter an Boden. Wie geht Rosberg mit diesem Rückschlag um? „Ich werde ein paar Tage mit Vivian (Rosbergs Frau; d. Red.) hier in Texas abschalten und den heutigen Tag vergessen. Und dann geht es ab nach Brasilien“, sagte der Deutsche. Doch kann man so eine empfindliche Niederlage wie die von Austin wirklich so schnell abhaken? Rosberg: „Ja. Denn ich habe mich darin verbessert, mit schlechten Tagen umzugehen.“

Nicht gut genug gefahren

Wieder nur die zweite Geige: Der zweite Platz in Austin tat Rosberg nach der Pole am Vortag richtig weh

Der 29-Jährige glaubt: „Das kommt einfach durch die Lebenserfahrung, denn im Rennsport gibt es immer schlechte Tage und dann wieder schöne. Das Gefühl jetzt gerade ist aber trotzdem noch ekelhaft! Besonders die Art und Weise, denn es gibt nichts Schlimmeres, als ein Rennen so zu verlieren wie heute: Man startet von Pole und der Teamkollege überholt dich mit dem gleichen Auto. Das ist ekelhaft!“ Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? „Ich bin heute nicht gut genug gefahren“, lautete Rosbergs einfache Erklärung. Und dann war da ja auch noch die Sache mit dem Knopf...

Galerie: Die besten Bilder aus Austin

USA GP USA GP USA GP
Kleiner Fehler mit großer Wirkung

Rosberg schüttelt mit dem Kopf: „Ich habe heute leider einen Fehler gemacht. Für den Extra-Boost durch das KERS gibt es bei uns einen Knopf und einen Hebel. Beim Knopf kommt die Leistung sofort, beim Hebel erst mit Verzögerung. Und ich habe leider die falsche Variante gewählt, als ich Lewis im Rückspiegel angreifen sah“, räumte der Deutsche ein. Mit fatalen Folgen. „Die zusätzliche Power hatte ich dann erst auf der nächsten Geraden und da hat sie nichts mehr geholfen.“ Der Ärger über die kleine Panne mit großer Wirkung war Rosberg sichtlich anzumerken. „Ich wusste das einfach nicht. Und es geht halt ins Tausendste mit dem ganzen Kram.“

Andeuten reicht nicht

Hamilton (l.) durfte bereits zum fünften Mal in Folge feiern - Rosberg (daneben) verlor somit weiter an Boden

Rosberg: „Ich versuche mich wirklich auf alles zu einhundert Prozent vorzubereiten. Leider war das jetzt genau ein halbes Prozent, das heute gefehlt hat. Es ist einfach ungünstig gewesen.“ Auf die Nachfrage von ABMS, ob die Extra-Power ihn wirklich vor Hamiltons Attacke hätte retten können, meinte der WM-Zweite: „Ich weiß es nicht. Aber in der Situation hätte es sicher geholfen. Es ist halt immer die Frage: Wenn ich mich stärker wehre, bremst Lewis später und kriegt mich dafür in der nächsten Kurve. Ich dachte, anzudeuten, dass ich die Türe zumache, würde reichen, um ihn aufzuhalten. Aber das hat es nicht.“
Alle News aus Austin: Der USA GP im Ticker bei ABMS

Hamiltons Windspiel geht auf

Hamilton selbst beschrieb seine Attacke auf Rosberg am Ende der DRS-Zone wie folgt: „Ich habe das Manöver viele Runden lang geplant, war aber nie wirklich nah genug dran. Und ich wusste nicht, ob ich noch einmal näher komme als zu diesem Zeitpunkt.“ Also machte der Brite Fakten und sich dabei auch eine interessante Beobachtung zunutze. „Ich wusste, dass in Kurve elf am ganzen Wochenende immer Gegenwind war. Heute hat sich das aber gedreht und der Gegenwind war in Kurve zwölf. Deswegen ging das Bremsen dort sehr stark.“ Hamilton: „Ich hatte Windschatten, habe ausgezuckt und Nico ausgebremst. Wichtig war, sich dabei nicht zu verbremsen, denn sonst hätte er innen reinziehen und zurückschlagen können.“ Doch mit dem Hebel statt dem Knopf in der Hand war Rosberg am Ende machtlos gegen die Attacke.

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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