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Formel 1: Rosberg dominiert Brasilien-Training

— 07.11.2014

Hamilton fehlen zwei Zehntel

Nico Rosberg hat zum Auftakt in Brasilien gezeigt, dass mit ihm im WM-Rennen noch zu rechnen ist. In beiden Trainings bezwang er Lewis Hamilton klar.

Nico Rosberg hat im Titel-Duell mit Teamrivale Lewis Hamilton eindrucksvoll seine WM-Ansprüche untermauert. Der Mercedes-Pilot dominierte zum Auftakt des Großen Preises von Brasilien beide Trainingsdurchgänge souverän vor dem britischen Formel-1-Spitzenreiter. Am Freitagvormittag distanzierte Rosberg Hamilton um stattliche 0,221 Sekunden deutlich. Bei seiner Tagesbestzeit am Nachmittag bei heißen 30 Grad in Sao Paulo lag er mit 0,213 Sekunden Vorsprung ebenso klar vorn. Für den vierfachen Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) lief es bei seinem vorletzten Grand-Prix-Einsatz für Red Bull bescheiden. Zunächst war der Vorjahressieger im Autódromo José Carlos Pace mit immensen 2,138 Sekunden Rückstand auf Rosberg abgeschlagen auf Rang 14. gelandet. Im zweiten Durchgang steigerte sich Vettel wenigstens auf den neunten Platz (+ 1,210 Sekunden).

Vettel von Bremse gestoppt

Lewis Hamilton muss an seinem Silberpfeil noch tüfteln - im Training lag er zweimal klar hinter Nico Rosberg

"Wir hatten heute Vormittag ein Problem mit der Bremse", verriet Vettel nach dem ersten Tag den Grund für sein mäßiges Abschneiden. Konkret handelte es sich um ein "Hydraulikleck in der Leitung. Es hat nicht so viel Zeit gekostet, aber war natürlich nicht ideal, zumal wir am Nachmittag wegen der roten Flaggen nicht so viel fahren konnten, wie wir wollten", monierte der Heppenheimer. Nach dem durchwachsenen Freitag wollte Vettel deswegen auch noch keine Prognosen über den weiteren Verlauf seines Rennwochenendes aufstellen. "Ich fühle mich auf einer Runde noch nicht ganz so wohl, der Speed fehlt noch ein bisschen", sagte der Weltmeister der vergangenen vier Jahre.

Entscheidung erst beim Finale

Bei der WM-Entscheidung in dieser Saison spielt Vettel allerdings schon lange keine Rolle mehr. Der Titelkampf ist eine rein Mercedes-interne Angelegenheit. Rosberg liegt mit 292 Punkten vor dem vorletzten Saisonlauf 24 Zähler hinter Spitzenreiter Hamilton (316). Um seine WM-Chancen nicht weiter zu schmälern, steht er am Sonntag (Start: 17.00 Uhr/RTL und Sky) unter einem enormen Erfolgszwang und kann sich eigentlich keine weitere Niederlage leisten. Denn selbst wenn der gebürtige Wiesbadener die abschießenden Rennen in Brasilien und zwei Wochen später in Abu Dhabi (wo es erstmals die doppelten Punktezahlen gibt) gewinnen sollte, wäre das noch keine Titelgarantie. Mit seinen beiden Top-Platzierungen setzte Rosberg auf dem 4,309 Kilometer langen Berg-und-Tal-Kurs aber immerhin ein klares Zeichen.

Alonso sorgt für rote Flagge

Feuer am Ferrari: Bei Fernando Alonso brannte es im zweiten Training von Interlagos am Heck

Adrian Sutil (Gräfelfing) scheint seinen Cockpit-Verlust bei Sauber in der kommenden Saison mental gut verkraftet zu haben. Im ersten Durchgang belegte er bei seinem voraussichtlich vorletzten Grand-Prix-Wochenende in der Königsklasse als zweitbester Deutscher immerhin Rang elf. Danach reichte es für den 31 Jahre alten Bayern noch zum 15. Platz. Force-India-Pilot Nico Hülkenberg (Emmerich) wurde zweimal 13. Fernando Alonso sorgte für einen heißen Aufreger: Weil im Heck seines Ferrari ein Freuer ausgebrochen war, musste das zweite Training für kurze Zeit unterbrochen werden. Der zweimalige spanische Champion stellte seine lodernde „Rote Göttin” etwa 25 Minuten vor Trainingsende am Seitenstreifen ab. Alonso stieg aus und löschte die Flammen mit einem Feuerlöscher. Der beschädigte Bolide musste abgeschleppt werden.

Caterham setzt auf Crowdfunding

Indes ist für Marussia das Formel-1-Engagement komplett vorbei. Die Hoffnungen des seit Ende Oktober insolventen Rennstalls, kurzfristig Geldgeber zu finden, haben sich zerschlagen. Der Insolvenzverwalter teilte in London das Ende von Marussia mir. „Es ist zweifelsohne sehr bedauerlich, dass ein Unternehmen mit einem so großen Interesse weltweit und in Großbritannien sein Geschäft aufgeben und schließen muss”, sagte Geoff Rowley. 200 Angestellte verlieren dadurch ihre Arbeit. Derweil sucht Caterham verzweifelt neue Einnahmequellen. Das ebenfalls insolvente Team startete am Freitag das Projekt „#RefuelCaterhamF1”. Es sollen bis zu drei Millionen Euro gesammelt werden, um beim Saisonfinale am 23. November in Abu Dhabi wieder starten zu können und das Überleben zu sichern. (fh/dpa)
Fotos: Picture-Alliance / Twitter

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