Das Titelduell 2016 in Bildern

Formel 1: Rosberg fährt weiter auf Sieg

— 24.11.2016

Hamilton will für toten Freund siegen

Die Mercedes-Stars haben am Sonntag in Abu Dhabi beide das gleiche Ziel: Das Rennen gewinnen. So gehen Nico Rosberg und Lewis Hamilton das Finale an.

Lewis Hamilton hat keine leichten Tage hinter sich. Am Mittwoch nach dem Brasilien GP starb mit Dr. Aki Hintsa, langjähriger Teamarzt und Fitness-Guru von McLaren, ein enger Freund Hamiltons an einem Krebsleiden. „Ich habe letzte Woche nicht besonders gut geschlafen. Es ist eine emotionale Zeit“, räumte Hamilton nun beim ersten Auftritt in Abu Dhabi ein. Hintsa habe ihn bei McLaren quasi in die Formel 1 gebracht. „Von seinem Urteil hing ab, ob Ron (Dennis; d. Red.) dich fahren lässt oder nicht“, erinnerte sich der Brite an seine Anfänge in der Königsklasse.

Ein Bild aus 2008: Hamilton feiert mit Arzt Aki Hintsa

Über die Jahre entstand zwischen dem Arzt und dem Rennfahrer eine Freundschaft, die bis zuletzt bestand. „Ich habe ihn noch am Montag nach Sao Paulo gesehen, mit ihm Musik gemacht...“, erklärte Hamilton, der nun am Wochenende für seinen toten Freund siegen will. „Ich reise hier mit doppeltem Kampfgeist und doppelter Power an. Ich will dieses Rennen unbedingt für ihn gewinnen und ihn damit stolz machen“, verkündete der Mercedes-Star.
Hamilton und Rosberg erzählen: So wurden sie von Kumpels zu Rivalen

Ein Sieg in Abu Dhabi - auch für seine Titelchancen ist das fast schon eine Voraussetzung für Hamilton. Zwölf Punkte beträgt vor dem Finale der Rückstand in der WM auf Nico Rosberg. Und Hamilton weiß: „Nico war die letzten Jahre hier immer schnell, stand zuletzt zweimal auf Pole (in Abu Dhabi; d. Red.). Es wird also schwer.“ Denn nichts weniger als Platz eins will am Sonntag auch sein großer Rivale.

Alle Augen sind auf die großen Rivalen gerichtet

Der Deutsche bleibt weiter bei seiner Linie, will nicht taktisch auf den zweiten oder sogar dritten Rang fahren, der ihm zum Titel reichen würde. „Ich will das Rennen gewinnen. Es wäre toll, die Saison so zu beenden“, sagte Rosberg am Donnerstag, wohl wissend, was die Wiederholung seines Vorjahrestriumphes in der Wüste bedeuten würde. „Darüber mache ich mir jetzt aber noch keine Gedanken, denn das macht mich nicht schneller. Ich konzentriere mich auf mich und den Rennsieg. Das hat bisher so funktioniert, deswegen bin ich überhaupt hier und in der Position, um den Titel zu kämpfen“, verriet der Mercedes-Star.

Rosberg: „Es ist ein Wochenende wie jedes andere. Ich tue, was getan werden muss, um zu gewinnen und weiß: Mit dem Auto, das ich habe und in der Form, in der ich bin, kann ich das schaffen.“ Das Weltmeister-Wort vermeidet der Deutsche weiterhin konsequent, will sich auch auf ABMS-Nachfrage, ob ihm am Wochenende der Sieg oder die WM wichtiger ist, nicht festnageln lassen. „Wichtig ist für mich, dass ich eine starke Leistung abliefere – denn das bedeutet dann unterm Strich beides. Ich will es einfach halten und alles für den Erfolg geben. Und nicht über das was wäre wenn nachdenken. Das wäre nicht die richtige Herangehensweise für mich.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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