Mercedes

Formel 1: Rosberg gegen Hamilton

— 20.05.2014

Start ist der Schlüssel in Monaco

Dank der Mercedes-Überlegenheit ist die WM 2014 längst ein Zweikampf zwischen Hamilton und Rosberg geworden: Der Deutsche weiß, wie er seinen Teamkollegen schlagen kann.

In nur fünf Rennen hat sich Nico Rosbergs (28) Einstellung um 180 Grad gewandelt. Vor dem Großen Preis von Australien wünschte er seinem Teamkollegen Lewis Hamilton (29) noch den Sieg – zumindest dann, wenn er ihn selbst nicht holen kann. „Das ist jetzt nicht mehr so“, konstatiert Rosberg vorm Großen Preis von Monaco am kommenden Wochenende. Das Duell gegen seinen Teamkollegen ist zum Zweikampf um die Weltmeisterschaft geworden. Hamilton hat die letzten vier Rennen gewonnen, liegt mit drei Punkten Vorsprung auf Rosberg an der Tabellenspitze.

Fehler von Hamilton

„Ich werde mich jetzt aber nicht verkriechen, nur weil ich zuletzt öfter Zweiter geworden bin“, sagt Rosberg in der Gesprächsrunde mit AUTO BILD MOTORSPORT. „Die WM ist noch komplett offen. Ich weiß, ich kann jedes Rennen gewinnen, wenn ich es hinkriege.“ Beim letzten Grand Prix in Barcelona war der Deutsche die meiste Zeit sogar schneller als sein Teamkollege, hat Hamilton von hinten stark unter Druck gesetzt. Der Beweis in Zahlen: Rosbergs schnellste Runde war 25 Hundertstelsekunden flotter als die von Hamilton. Rosberg: „Da war schon eine Menge Druck von mir und den ein oder anderen Fehler habe ich durchaus gesehen. Das hat bei Lewis schon ein paar Mal gequalmt.“

Start als Schwäche

Nico Rosberg weiß: Will er Lewis Hamilton knacken, muss es am Start in Zukunft viel besser klappen

Rosbergs Problem: Wenn Hamilton wie in den letzten vier Grand Prixs am Start vorne ist, bekommt er auch die bessere Strategie. Einfacher Grund: Mercedes kann nicht beide Piloten gleichzeitig zum Stopp holen. Deshalb muss Rosberg am Start vorne sein. Doch auch das klappte zuletzt nicht. Selbst als der Wiesbadener in Bahrain von der Poleposition startete, schnappte ihn der Brite vor Kurve eins. „Die Starts sind eine Schwäche von uns als Team“, gibt der WM-Zweite zu. „Mich hat das jetzt dreimal hintereinander getroffen. Daran müssen wir arbeiten.“

Fahrer macht nicht den Unterschied

Doch nicht der Fahrer sei das schwache Glied, sondern der Dateningenieur, der den Schleifpunkt der Kupplung für den Start programmiert. Rosberg: „Meine Reaktionszeit ist megaschnell, das war sie auch in Barcelona. Trotzdem müssen wir üben, damit der Ingenieur eine Statistik aufbauen kann, wann die Kupplung wie arbeitet.“ Denn, so der in Monaco lebende Deutsche: „Der größte Teil des Starts geht heutzutage auf das Konto des Ingenieurs. Als Fahrer kannst Du mit dem Gasfuß nur noch einen kleinen Unterschied machen.“ Die Hausaufgaben für Rosberg und seine Techniker fürs freie Training am Donnerstag stehen also fest: Starts üben.

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Getty Images

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