Die besten Bilder aus Baku

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Formel 1: Rosberg gewinnt Europa GP

— 19.06.2016

Deutscher Doppelsieg in Baku

Nico Rosberg hat im Titelkampf mit Lewis Hamilton zurückgeschlagen und den Europa GP in Baku vor Sebastian Vettel und Sergio Perez gewonnen.

Im Formel-1-Neuland Aserbaidschan hat Nico Rosberg seine alte Form wiedergefunden: Mit einem nie gefährdeten Sieg beim Großen Preis von Europa hat der Deutsche den Angriff seines Teamkollegen Lewis Hamilton auf die WM-Führung souverän abgewehrt. „Es war genau das, was ich wollte“, jubelte Rosberg nach seinem 19. Karriere-Erfolg, dem fünften in dieser Saison. Der Silberpfeil-Star: „Es ist immer schwer, in der Formel 1 zu gewinnen. Aber heute habe ich mich eins mit dem Auto gefühlt. Das ist ganz selten und war wirklich toll: Kein Verbremser, keine Probleme, ich konnte immer ans Limit gehen. Einfach ein perfektes Wochenende.“
Frust bei Hamilton: Funk-Stunk spaltet Fahrerlager

The winner takes it all: Pole, schnellste Runde, alle Führungsrungen und Sieg für Rosberg in Baku

Das unterstrichen auch die Zahlen: Pole, schnellste Runde, alle Rennrunden geführt und am Ende der Sieg: Rosberg feierte seinen zweiten 'Grand-Slam' in der Königsklasse nach Russland in diesem Jahr. Selbst die Konkurrenz konnte da nur staunen. „Ich weiß nicht, wie Nico das gemacht hat - der ist einfach weggefahren, den habe ich das ganze Rennen lang nicht gesehen“, zollte Sebastian Vettel Respekt. „Mercedes war hier wirklich sehr stark, ein tolles Wochenende von ihnen“, sagte der Ferrari-Star, der als Zweiter in Baku einen deutschen Doppelsieg perfekt machte.

Mit der Leistung der Scuderia war Vettel trotz des Rückstands auf Mercedes zufrieden. „Wir haben uns an diesem  Wochenende von Tag zu Tag gesteigert. Gerade nach dem holprigen Beginn am Freitag, ist es toll, so zurückzukommen. Als Team haben wir dafür sehr gut gearbeitet“, lobte der Deutsche. Dabei war es Vettel, der einen frühen Reifenwechsel seiner Crew überstimmte. Die Ferrari-Box wollte ihn nach nicht einmal zehn Rennrunden hereinrufen, um einem Undercut durch Daniel Ricciardo zu entgehen. „Seid ihr euch sicher?“, fragte Vettel am Funk und blieb anschließend auf der Strecke.
Red Bull fährt hinterher: Reifen-Rätsel bei Ricciardo & Co.

Vettel machte mit der Strategie im Rennen alles richtig

Vor einer Woche in Kanada hatte ihn eine falsche Entscheidung des Teams einen möglichen Sieg gekostet, in Baku machte Vettel daher seine eigene Strategie und diese ging auf: „Ich hatte ein gutes Gefühl und eine starke Pace auf den superweichen Reifen, also bin ich draußen geblieben“, erklärte Vettel, der jedoch bescheiden blieb: „Ich glaube nicht, dass es all zu viel Unterschied gemacht hat. Aber ich war glücklich, das Risiko gehen zu können und am Ende so frischere Reifen zu haben. Das Team war dann sehr fair, weil Kimi mich durchgelassen hat.“ Teamkollege Räikkönen hatte am Sonntag - unabhängig von der Stallorder - allerdings weniger Glück.

Für das Kreuzen der weißen Linie zur Boxeneinfahrt im Windschatten von Max Verstappen bekam der Finne eine Fünf-Sekunden-Strafe von der Rennleitung aufgebrummt. „Schwachsinnig! Man gewinnt dadurch rein gar nichts“, kommentierte Räikkönen. „Ich habe dann versucht, die fünf Sekunden auf den nächsten Verfolger rauszufahren, aber es hat nicht geklappt, weil ich von einem Sauber und Haas aufgehalten wurde. Der Speed war da, aber das Ergebnis ist am Ende enttäuschend“, so Räikkönen, der sich zu Beginn der letzten Runde dann auch noch von Sergio Perez überholen lassen musste. Der Mexikaner sicherte sich damit seinen zweiten Podestplatz in den letzten drei Rennen.

Perez raste im Force India schon wieder aufs Podium

„Ich wusste, dass Kimi eine Strafe bekommt und wir das Podium sicher haben. Aber als ich die Lücke gesehen habe, habe ich ihn trotzdem geschnappt - auf der Strecke Dritter zu werden ist einfach noch schöner“, strahlte Perez. Samstagvormittag hatte der Mexikaner seinen Force India im Training noch in der Mauer versenkt. „Dieses Wochenende hat mich wirklich fünf Jahre altern lassen. Gestern nach dem Crash dachte ich, dass ich eine große Chance weggeworfen habe und war sehr frustriert.“ Als Konsequenz aus dem Unfall musste Perez das Getriebe wechseln. Statt von Platz zwei startete er nur als Siebter.

„Aber gleich am Start habe ich zwei Positionen gegen Massa und Kvyat gewonnen. Das war entscheidend für den weiteren Rennverlauf“, verriet Perez. Ebenfalls eine Aufholjagd legte am Sonntag Lewis Hamilton hin. Nach seinem Crash im Qualifying fuhr der Brite als Zehnter los und kam als Fünfter ins Ziel. Probleme mit einer Motoreinstellung und eine anschließende Diskussion mit dem Team am Funk, das ihm gemäß der Regeln nicht helfen durfte, bremsten aber den Weg des Weltmeisters nach vorne, der nun in der WM wieder 24 Punkte hinter Rivale Rosberg liegt. Nico Hülkenberg im zweiten Force India beendete das Rennen derweil als Neunter in den Punkterängen, Pascal Wehrlein fiel mit einem Bremsdefekt an seinem Manor aus.
Der WM-Stand nach Baku: Rosberg baut Vorsprung aus

Ergebnis - Europa GP 2016:

1. Nico Rosberg (Wiesbaden) - Mercedes 1:32:52,366 Std.
2. Sebastian Vettel (Heppenheim) - Ferrari + 16,696
3. Sergio Perez (Mexiko) - Force India + 25,241
4. Kimi Räikkönen (Finnland) - Ferrari + 33,102 (inklusive + 5 Sek. Zeitstrafe)
5. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes + 56,335
6. Valtteri Bottas (Finnland) - Williams + 1:00,886
7. Daniel Ricciardo (Australien) - Red Bull + 1:09,229
8. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull + 1:10,696
9. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Force India + 1:17,708
10. Felipe Massa (Brasilien) - Williams + 1:25,375
11. Jenson Button (Großbritannien) - McLaren + 1:45,250
12. Felipe Nasr (Brasilien) - Sauber + 1 Rd.
13. Romain Grosjean (Frankreich) - Haas + 1 Rd.
14. Kevin Magnussen (Dänemark) - McLaren + 1 Rd.
15. Jolyon Palmer (Großbritannien) - Renault + 1 Rd.
16. Esteban Gutierrez (Mexiko) - Haas + 1 Rd.
17. Marcus Ericsson (Schweden) - Sauber + 1 Rd.
18. Rio Haryanto (Indonesien) - Marussia + 2 Rd.

Ausfälle: Daniil Kvyat (Russland) - Red Bull (7. Rd.); Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Toro Rosso (32. Rd.); Pascal Wehrlein (Worndorf) - Marussia (40. Rd.); Fernando Alonso (Spanien) - McLaren (43. Rd.)

Schnellste Rennrunde: Nico Rosberg (Mercedes) 1:46,435 Min.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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