Die besten Bilder aus Bahrain

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Formel 1: Rosberg gewinnt in Bahrain

— 03.04.2016

Fünfter Sieg in Folge für Rosberg

Rosberg siegt auch beim zweiten Saisonrennen: In Bahrain setzt sich der Deutsche vor Räikkönen und Hamilton durch. Vettel schon vor dem Start raus.

Der Traumstart für Nico Rosberg in die neue Saison ist perfekt: Der Deutsche gewinnt auch beim zweiten Saisonrennen in Bahrain. Für den Mercedes-Star ist es saisonübergreifend der fünfte Sieg in Folge. Jeder Fahrer, dem das in der Formel-1-Geschichte gelungen ist, war eines Tages auch Weltmeister. "Ein traumhaftes Wochenende", jubelte Rosberg nach seinem 16. Karriereerfolg, dem ersten in Bahrain. "Der Schlüssel heute war der Start, ich bin gut weggekommen und konnte die Pace dann kontrollieren." Weniger gut läuft es für Rosbergs WM-Rivalen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel. Der Deutsche im Ferrari kann nicht einmal am Rennen teilnehmen, rollt bereits auf der Einführungsrunde mit einem Motorschaden aus.
Vettel scheidet schon vor dem Start aus: Motorschaden in Bahrain

5. Streich in Folge: Rosberg ist derzeit nicht zu schlagen

Wenige Augenblicke später wird am Start die Aufregung nicht weniger: Während Rosberg, obwohl er von der schmutzigen rechten Seite losfährt, deutlich besser wegkommt und sich schon auf den ersten Metern die Führung schnappt, kommt Hamilton nicht gut in die Gänge. Die Quittung dafür gibt es in Kurve eins: Von hinten rauscht ihm Valtteri Bottas rein, dreht den Mercedes fast um. Hamilton fällt auf Platz acht zurück, verliert zudem Teile von der Verkleidung seines Mercedes. Während Bottas eine Strafe für die Kollision kriegt, tobt Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda: "Der verrückte Bottas hat Lewis das Rennen kaputtgemacht. Klar sein Fehler!"

Bottas kann dem später nicht viel entgegensetzen: "Ich habe in Kurve eins eine Lücke gesehen. Die ist dann aber zu eng geworden", sagt der Finne zum Crash mit Hamilton. "Ich bin so weit wie möglich innen geblieben und habe hart gebremst, aber es hat nicht gereicht, um ihn zu vermeiden. Schade, ich habe eine Strafe bekommen und er hat Plätze verloren." Hamilton arbeitet sich nach dem Vorfall immerhin bis auf Platz drei zurück, mehr geht aber nicht. "Ich hatte viel Schaden, mein Heck war beim Fahren nirgends - so hatte ich keine Chance mehr Kimi (Räikkönen; d. Red.) anzugreifen." Bei Mercedes hoffte man auf ein Safety-Car. "Am Ende habe ich auf meine Reifen aufgepasst, um auf eine Chance zu lauern. Die kam aber genauso wenig wie das Safety-Car."

Schon vor Kurve eins führt Rosberg vor Hamilton

Mit Blick auf den Start - wie schon beim Auftakt in Australien fiel Hamilton von der Pole aus weit zurück - sagt der Weltmeister: "Es waren glaube ich zwei verschiedene Vorfälle, aber beide gleich schmerzhaft. Der heute vielleicht sogar noch mehr. Immerhin haben wir dann wieder Schadensbegrenzung betrieben. Ich muss froh sein, dass ich das Rennen beenden konnte und nicht noch mehr Punkte weg sind." 17 Zähler Rückstand auf Stallkollege Rosberg hat Hamilton nach zwei Rennen aber trotzdem. "Es ist schon ein tolles Gefühl, heute wieder dominiert zu haben", freut sich Rosberg nach dem Rennen auf der Strecke, auf der vor genau zehn Jahren sein Formel-1-Debüt feierte. Damals wie heute drehte er dabei auch noch die schnellste Rennrunde.
Rosberg im Sieger-Interview: „Wir haben uns heute Zeit gelassen“

Grund genug für ein Extra-Lob von seinem Boss Lauda: "Er ist aktuell in Topform, eine Super-Serie von Nico!" Doch auch wenn die Freude bei Mercedes groß ist: Die Rekordmarke von sechs Doppelsiegen in Folge verpassen die Silberpfeile am Sonntag auf Grund eines starken Kimi Räikkönen. Der Finne holt nach dem Vettel-Aus für Ferrari die Kartoffeln aus dem Feuer und schiebt sich als Zweiter zwischen Rosberg und Hamilton. Mit nun acht Ankünften auf dem Podium in Bahrain, hat er die Bestmarke der meisten Podestplätze eines Fahrers auf einer Strecke (Fernando Alonso, Interlagos) eingestellt. "Ein besonderes Geheimnis gibt es nicht, warum es hier immer so gut läuft. Auf manchen Strecken passt es einfach", sagt Räikkönen.

Die Top-3 in Bahrain: Räikkönen, Rosberg, Hamilton

Mit Rang zwei ist der Finne zufrieden. "Vor allem nach meinem Start, der nicht gut war. Wir waren nach wenigen Runden schon so weit hinter Nico, dass es schwer war zurückzukommen, und um den Sieg zu kämpfen. Aber der Speed war gut genug für Platz zwei." Bauchschmerzen bereitet Räikkönen aber das Aus seines Teamkollegen. "Für das Team lief es heute unglücklich mit Sebastians Ausfall. Wir haben noch viel Arbeit vor uns!" Hinter den Top-3 wird Daniel Ricciardo Vierter, Romain Grosjean im Auto des US-Newcomers Haas überrascht als Fünfter erneut. Max Verstappen, Daniil Kvyat, Felipe Massa, Valtteri Bottas und McLaren-Debütant Stoffel Vandoorne komplettierten die Top-10. Pascal Wehrlein belegt im Manor Platz 13., Nico Hülkenberg fährt im Force India auf die 15. Position.

Rennergebnis - Bahrain GP 2016:

1. Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes 1:33:34,696 Std. (Schnitt: 197,634 km/h)
2.. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari + 0:10,282 Min.
3. Lewis Hamilton (England) Mercedes + 0:30,148
4. Daniel Ricciardo (Australien) Red Bull + 1:02,494
5. Romain Grosjean (Frankreich) Haas + 1:18,299
6. Max Verstappen (Niederlande) Toro Rosso + 1:20,929
7. Daniil Kvyat (Russland) Red Bull + 1 Runde
8. Felipe Massa (Brasilien) Williams + 1 Runde
9. Valtteri Bottas (Finnland) Williams + 1 Runde
10. Stoffel Vandoorne (Belgien) McLaren Honda + 1 Runde
11. Kevin Magnussen (Dänemark) Renault + 1 Runde
12. Marcus Ericsson (Schweden) Sauber + 1 Runde
13. Pascal Wehrlein (Worndorf) Manor + 1 Runde
14. Felipe Nasr (Brasilien) Sauber + 1 Runde
15. Nico Hülkenberg (Emmerich) Force India + 1 Runde
16. Sergio Perez (Mexiko) Force India + 1 Runde
17. Rio Haryanto (Indonesien) Manor + 1 Runde

Ausfälle: Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari/Einführungsrunde; Jolyon Palmer (England) Renault/Einführungsrunde; Jenson Button (England) McLaren Honda (7. Runde); Esteban Gutiérrez (Mexiko) Haas (10. Runde); Carlos Sainz jr. (Spanien) Toro Rosso (30. Runde)

Schnellste Rennrunde: Nico Rosberg (Mercedes) 1:34,482 Min.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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