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Formel 1: Rosberg gewinnt in China

— 17.04.2016

Vettel nach Ferrari-Crash Zweiter

Dritter Saisonsieg und sechster in Folge für Nico Rosberg in China. Sebastian Vettel wird trotz Teamkollegen-Crash Zweiter, Lewis Hamilton Siebter.

Die Serie geht weiter: Sechster Streich in Folge für Nico Rosberg beim Formel-1-Spektakel von Shanghai! Mit seinem dritten Sieg im dritten Saisonrennen eilt der Deutsche seinen Gegnern in der WM immer weiter davon. Nach einer makellosen Vorstellung verwies der Mercedes-Pilot am Sonntag Ferrari-Star Sebastian Vettel mit einem Riesenvorsprung von 37,7 Sekunden auf den zweiten Rang. Dritter wurde Daniil Kvyat im starken Red Bull. Rosbergs Teamkollege Lewis Hamilton konnte nach einem Crash gleich zum Start mit Position sieben nur noch Schadensbegrenzung betreiben.
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Die Top-3 in China: Vettel, Sieger Rosberg, Kvyat

"Ich glaube, ich hatte noch nie so eine gute Balance in einem Rennauto. Es war schnell, hat sich toll angefühlt und ich konnte immer attackieren", freute sich Rosberg nach seinem 17. Karriere-Erfolg, der gleichzeitig ein gutes Omen für ihn sein könnte: Sechs Mal in der Historie gelangen einem Fahrer schon mindestens drei Siege zum Auftakt eines WM-Jahres, jedes Mal wurde dieser Fahrer dann auch Champion. "Für mich war das weltmeisterlich. Sowas hat schon lange keiner mehr zusammengebracht. Nico fährt wie ein kleiner Gott", lobte Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda seinen Schützling.

"Das Glück ist immer beim Tüchtigen. Das passt zu Nico. Er macht alles richtig, ist gut drauf, charakterlich stark, motiviert, ruhig, ausgerichtet auf den Erfolg und lässt sich von nichts ablenken", so Lauda. Weniger gut lief es allerdings für Mercedes' zweiten Fahrer. "Wir müssen uns wohl langsam an diese gemischten Gefühle gewöhnen, heute war es wieder bittersüß", fand auch Mercedes-Sportchef Toto Wolff. Schon am Start war Hamilton in ein Gerangel mit Felipe Nasr verwickelt worden. Nach einer Serie technischer Pannen hatte der Weltmeister das Rennen als Letzter aufnehmen müssen. "Wenn du da hinten losfährst, ist die Chance leider groß, dass du dein Auto nicht in einem Stück aus der ersten Runde zurückbringst", so Lauda.

Mercedes-Jubel: Rosberg genoss das Bad in der Menge

Hamilton gelang nach einem frühen Stopp und dem nötigen Wechsel des Frontflügels zwar zwischenzeitlich der Sprung zurück in die Top-5, dann stagnierte seine Aufholjagd jedoch. "Die Reifen waren am Ende durch und nichts ging mehr", erklärte Hamilton. Ex-Pilot und Experte Johnny Herbert spottete wenige Runden vor Schluss bei Sky: "Das war die schlechteste Runde, die ich von Lewis Hamilton jemals in der Formel 1 gesehen habe. Erst schafft er es nicht an Massa vorbei, dann lässt er noch die Tür so weit offen, dass Räikkönen durchschlüpfen kann." Am Ende wurde Hamilton Siebter. "Das Auto war nach der Kollision am Start ziemlich beschädigt, sowohl Teile der Aerodynamik als auch der Aufhängung. Das hat nicht geholfen", rechtfertigte sich Hamilton nach der Kritik seines Landsmannes.
Rosberg allein auf weiter Flur: Der aktuelle WM-Stand

In der Weltmeisterschaft hat Hamilton als Zweiter schon 36 Punkte Rückstand auf Teamkollege Rosberg und liegt nur drei Zähler vor Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo. Der Australier erwischte von Startplatz zwei aus am Sonntag den besten Start und ging vor Rosberg in Führung. Dahinter krachte es ausgangs von Kurve eins zwischen beiden Ferraris! Unter den Augen von Konzernchef Sergio Marchionne wurde Vettel vom zweiten Red Bull von Daniil Kvyat überrascht und fuhr bei seinem Ausweichmanöver ausgerechnet in das Auto seines Teamkollegen Kimi Räikkönen. "Kvyats Attacke war selbstmörderisch", schimpfte Vettel über den Teamfunk. Nach dem Rennen ging die Diskussion zwischen den beiden Streithähnen vor und bei der Siegerehrung weiter.
Streit nach Start-Kollision: Das sagen Vettel und Kvyat

Ricciardo gewann den Start, dahinter wurde es eng

Hinter Vettel und Kyvat beendete Ricciardo das Rennen als Vierter. Bitter für den Australier: Seine frühe Führung musste er nach einem Reifenschaden abgeben, anschließend gelang dem Red-Bull-Piloten immerhin Schadensbegrenzung - inklusive eines spektakulären Überholmanövers gegen Hamilton: "Es war vielleicht eines der besten Rennen meines Lebens. Schade, dass nicht mehr rausgesprungen ist. Wie der Reifenschaden passiert ist, weiß ich nicht genau - aber in der zweiten Runde waren überall kleine Teile auf der Strecke." Dieser Umstand rief früh auch das Safety-Car auf die Strecke. Rosberg an der Spitze ließ sich davon aber nicht beeindrucken und kontrollierte das Rennen in Shanghai im weiteren Verlauf zu jeder Zeit.

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"Jetzt kannst du heute Nacht sicher nicht schlafen. Du hattest ja den ganzen Tag über deine Ruhe da vorne", konnte sich auch Ferrari-Konkurrent Vettel nach dem deutschen Doppelsieg einen Seitenhieb gegen den dominanten Mercedes-Piloten nicht verkneifen. Weniger gut lief der China GP für die beiden anderen Deutschen: Nico Hülkenberg wurde im Force India 15., drehte aber am Schluss immerhin die schnellste Rennrunde. Pascal Wehrlein beendete das Rennen zwar nur auf Position 18, konnte aber auch in seinem dritten Formel-1-Rennen die Zielflagge sehen - wie übrigens auch alle anderen 21 Starter. Trotz der turbulenten Anfangsphase beendeten alle Piloten den Grand Prix - das gab es in der Historie der Formel 1 erst zum sechsten Mal.

Rennergebnis - China GP 2016:

1. Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes 1:38:53,891 Std. (Schnitt: 185,079 km/h)
2. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari + 0:37,776 Min.
3. Daniil Kvyat (Russland) Red Bull + 0:45,936
4. Daniel Ricciardo (Australien) Red Bull + 0:52,688
5. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari + 1:05,872
6. Felipe Massa (Brasilien) Williams + 1:15,511
7. Lewis Hamilton (England) Mercedes + 1:18,230
8. Max Verstappen (Niederlande) Toro Rosso + 1:19,268
9. Carlos Sainz jr. (Spanien) Toro Rosso + 1:24,127
10. Valtteri Bottas (Finnland) Williams + 1:26,192
11. Sergio Perez (Mexiko) Force India + 1:34,283
12. Fernando Alonso (Spanien) McLaren Honda + 1:37,253
13. Jenson Button (England) McLaren Honda + 1:41,990
14. Esteban Gutiérrez (Mexiko) Haas + 1 Runde
15. Nico Hülkenberg (Emmerich) Force India + 1 Runde
16. Marcus Ericsson (Schweden) Sauber + 1 Runde
17. Kevin Magnussen (Dänemark) Renault + 1 Runde
18. Pascal Wehrlein (Worndorf) Manor + 1 Runde
19. Romain Grosjean (Frankreich) Haas + 1 Runde
20. Felipe Nasr (Brasilien) Sauber + 1 Runde
21. Rio Haryanto (Indonesien) Manor + 1 Runde
22. Jolyon Palmer (England) Renault + 1 Runde

Schnellste Rennrunde: Nico Hülkenberg (Force India) 1:39,824 Min.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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