Die besten Bilder aus Spa

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Formel 1: Rosberg gewinnt in Spa

— 28.08.2016

Hamilton rast von hinten aufs Podium

Sieg für Nico Rosberg in Belgien vor Daniel Ricciardo. Lewis Hamilton mit Aufholjagd: Der Brite rast aus der letzten Startreihe noch auf den dritten Platz.

Nico Rosberg hat sich mit seinem souveränen Premierensieg in Belgien im Formel-1-Titelkampf zurückgemeldet, Lewis Hamilton nach dessen furioser Aufholjagd aber nicht die WM-Führung entrissen. Der deutsche Mercedes-Pilot durchbrach gleich im ersten Grand Prix nach der Sommerpause die Erfolgsserie seines englischen Teamkollegen von zuvor vier Triumphen und verkürzte den Rückstand in der Fahrerwertung auf nur noch neun Punkte. Der große Gewinner in einem chaotischen Rennen in Spa-Francorchamps war aber trotzdem Hamilton, der von Position 21 noch bravourös auf Rang drei stürmte.

Mercedes-Jubel: Rosberg vor Ricciardo und Hamilton

Hinter Rosberg raste Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo am Sonntag auf den zweiten Platz. Nico Hülkenberg verpasste im Force India nach einer starken Leistung als Vierter sein erstes Karrierepodium nur knapp. Der Rheinländer war in Spa schon 2012 Vierter geworden, zuletzt gelang ihm das Kunststück 2013 in Südkorea. Sebastian Vettel kam nach einem Crash in der Auftaktrunde nicht über einen enttäuschenden sechsten Rang hinaus und wartet damit schon seit fünf Rennen auf einen Platz auf dem Podest.

Schon auf den ersten Metern ging für den Ferrari-Star alles schief: Vettel als Vierter sowie Kimi Räikkönen als Dritter kamen zunächst gut weg. Red-Bull-Mann Max Verstappen, mit 18 Jahren der jüngste Pilot in der ersten Startreihe, hatte hingegen erhebliche Probleme und fiel erstmal zurück. In der ersten Kurve wollte der im belgischen Hasselt geborene Niederländer an dem Scuderia-Duo innen vorbei. Dabei krachte Vettel ganz außen in den Wagen seines Teamkollegen Räikkönen und drehte sich auf dem Traditionskurs in den Ardennen.
Scharfe Kritik von Ferrari: Verstappens gefährliche Manöver

Rosberg zieht am Start weg, dahinter wird es eng

Das Chaos kam Rosberg zugute, der von seiner Pole davonziehen konnte. Aber auch sein WM-Rivale Hamilton profitierte. Wegen des Einsatzes mehrerer zusätzlicher Antriebsteile wurde der Brite strafversetzt und musste vom vorletzten Rang starten. Viele Gegner hatte er jedoch schnell wieder hinter sich gelassen: Denn nicht nur Verstappen musste schon in der 2. Runde an die Box, um sich eine neue Front zu holen, auch Räikkönen war nach Kurve eins zu einem frühen Stopp gezwungen. Dann flog auch noch Renault-Pilot Kevin Magnussen heftig in der Eau Rouge ab und der 13. Saisonlauf wurde in der 10. Runde vorübergehend unterbrochen. Rosberg führte zu diesem Zeitpunkt, Hülkenberg war hervorragender Dritter, Hamilton hatte sich schon auf Platz fünf vorgearbeitet und Vettel musste sich erstmal mit Position elf begnügen. Nach fast 20 Minuten Unterbrechung ging es mit dem Neustart weiter. Räikkönen lieferte sich im hinteren Feld mit Verstappen eine private Fehde, kam schlussendlich nur noch auf Rang neun nach vorne. Und auch Teamkollege Vettel hatte mit dem Kampf um den Sieg auf der mit 7,004 Kilometern längsten Strecke im Formel-1-Kalender nichts zu tun. Mehr als Platz sechs war für den Heppenheimer nicht drin.

Crash in Runde eins: Wehrlein kachelt Button rein

Hamilton stürmte unterdessen aufs Podium. Zwar büßte der Brite bei seinem zweiten nicht optimalen Boxenstopp Zeit ein, bis auf Ricciardo konnten die Konkurrenten der übermächtigen Pace des Mercedes auf den langen Geraden in Spa jedoch nichts entgegensetzen.

Während zwei Silberpfeil-Piloten somit auf dem Podium strahlten, erlebte Mercedes-Junior Pascal Wehrlein einen frustrierenden Tag. Der Manor-Fahrer krachte schon in Runde eins in das Heck des McLaren von Jenson Button. „Ich wollte außen überholen, vor mir haben alle gebremst. Sehr unglücklich, denn das wäre wahrscheinlich das Rennen für uns dieses Jahr gewesen“, trauerte der Worndorfer nach einem frühen Aus der entgangenen Chance hinterher. (fh/dpa)
Den aktuellen Stand in der WM-Wertung gibt es hier.

Ergebnis - Belgien GP 2016:

1. Nico Rosberg (Wiesbaden) - Mercedes 1:44:51,058 Std.
2. Daniel Ricciardo (Australien) - Red Bull + 14,113
3. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes + 27,634
4. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Force India + 35,907
5. Sergio Perez (Mexiko) - Force India + 40,660
6. Sebastian Vettel (Heppenheim) - Ferrari + 45,394
7. Fernando Alonso (Spanien) - McLaren + 59,445
8. Valtteri Bottas (Finnland) - Williams + 1:00,151
9. Kimi Räikkönen (Finnland) - Ferrari + 1:01,109
10. Felipe Massa (Brasilien) - Williams + 1:05,873
11. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull + 1:11,138
12. Esteban Gutierrez (Mexiko) - Haas + 1:13,877
13. Romain Grosjean (Frankreich) - Haas + 1:16,474
14. Daniil Kvyat (Russland) - Toro Rosso + 1:27,097
15. Jolyon Palmer (Großbritannien) - Renault + 1:33,165
16. Esteban Ocon (Frankreich) - Manor Racing + 1 Rd.
17. Felipe Nasr (Brasilien) - Sauber + 1 Rd.

Ausfälle: Pascal Wehrlein (Worndorf) - Manor Racing (2. Rd.); Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Toro Rosso (2. Rd.); Jenson Button (Großbritannien) - McLaren (2. Rd.); Marcus Ericsson (Schweden) - Sauber (4. Rd.); Kevin Magnussen (Dänemark) - Renault (6. Rd.)
Fotos: Picture-Alliance

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