Formel 1: Bilder - Hamilton vs. Rosberg 2014

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Formel 1: Rosberg gibt sich geläutert

— 04.09.2014

Hinterherfahrende hat Verantwortung

WM-Spitzenreiter Nico Rosberg betont vor dem Italien-GP, dass seine Entschuldigung für den Teamkollegencrash von Spa aus eigenem Antreib geschah.

Seine Körperhaltung sprach Bände. Während Lewis Hamilton in der offiziellen Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Italien lässig mit Ferrari-Star Fernando Alonso schäkerte, saß Rosberg mit verschränkten Armen und versteinertem Blick auf der anderen Seite des Podiums. Der Deutsche hatte bereits am vergangenen Freitag die Verantwortung für seine Kollision mit Teamkollege Hamilton in Spa übernommen. Jetzt betonte er, das sei ohne Druck vom Team geschehen. Rosberg: "Sie können mich ja nicht zwingen mich zu entschuldigen. Das habe ich getan, nachdem ich mir die Meinung anderer Leute angehört habe und die Situation noch einmal im Detail durchgegangen bin."

Rosberg beweist Größe

Mit neuer Frisur & kritischem Blick: Nico Rosberg bezog zum Monza-Auftakt erneut Stellung zum Crash von Spa

Rosberg akzeptiert, dass er die teaminternen Regeln gebrochen hat - obwohl die Mehrheit seiner Fahrerkollegen den Zwischenfall als normalen Rennunfall bezeichnet (Vettel: "Ich finde es schon komisch, wie Mercedes Nico öffentlich an den Pranger stellt. Für mich war das ein Rennunfall der Art 'Shit happens'"). Hintergrund: Wie AUTO BILD MOTORSPORT in der aktuellen Ausgabe berichtet, muss der Hinterherfahrende einen Crash um jeden Preis verhindern. Der Hinterherfahrende war in diesem Fall Rosberg. Da spielt es auch keine Rolle, dass Hamilton ein Rennen zuvor in Ungarn einen Teambefehl missachtet hatte. Rosberg nimmt die Schuld auch deshalb öffentlich auf sich, um das Team zurück auf seine Seite zu bringen. Die Sprachregelung bei Mercedes: Der Deutsche steht zu seinem Fehler und zeige damit Größe.

Lauda entschuldigt sich

Allein: Die öffentliche Diskussion um Schuld und Nichtschuld hätte auch ganz vermieden werden können. Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger in ABMS: "Mercedes hat die Geister selbst gerufen, die sie nun nicht mehr loswerden." Hintergrund: F1-Aufsichtsrat Niki Lauda (65) hatte direkt nach dem Rennen auf seinem Haussender RTL auf Rosberg eingeprügelt und laut Berger so "aus einer Mücke einen Elefanten gemacht“. Berger: "Die Teamführung selbst war es, die nach dem Rennen Emotionen in die Sache gebracht hat. Dabei ist so etwas normal, wenn man zwei Spitzenfahrer im Kampf um die WM aufeinander loslässt." Immerhin: Lauda hat sich mittlerweile bei Rosberg entschuldigt. "Eine schöne Geste", so der WM-Führende, "die ich voll akzeptiere. Für mich ist die Angelegenheit damit abgehakt."

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Getty Images

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