Die besten Bilder aus Monza

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Formel 1: Rosberg hat nur eine Chance

— 03.09.2016

Alle Augen auf den Start

Nico Rosberg bekam von Lewis Hamilton im Monza-Qualifying die kalte Dusche - in Form einer halben Sekunde Rückstand. Für Sonntag sieht er nur eine Chance.

Unterschiedlicher konnten die Gefühlswelten bei Mercedes am Samstag kaum sein: Lewis Hamilton hatte man lange nicht mehr so zufrieden gesehen. Während Teamkollege Nico Rosberg eher kurz angebunden war, grinste der Weltmeister in der offiziellen Pressekonferenz nach seiner Pole-Position von einer Wange über die andere, trommelte euphorisch immer wieder mit beiden Händen auf den Tisch. Seine Kernaussage des Nachmittags in Monza: „Man muss Nico die Frage stellen, warum ich so weit vorne bin.“
Pole mit Mega-Vorsprung: Hamilton in Monza auf Rekordjagd

Auch Rosberg konnte nur zu Hamiltons Zeit gratulieren

Die Pressevertreter hatten keine Gnade und taten genau das. „Ich habe keinen Fehler gemacht, Lewis hatte einfach nur eines seiner besten Qualifyings des Jahres“, gab Rosberg kleinlaut zu. Fast fünf Zehntel Vorsprung hatte ihm Hamilton auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Monza aufgebrummt. „Der Kurs hier hat nur sehr wenige Kurven. Gerade dann ist eine halbe Sekunde auf den Teamkollegen im gleichen Auto schon sehr viel“, streute Ex-F1-Pilot und TV-Experte Paul di Resta zusätzlich Salz in Rosbergs Wunde.

Das Problem des Deutschen: „Ich habe so ziemlich überall Zeit auf Lewis verloren. In jeder Kurve ein bisschen.“ Das Ruder am Sonntag rumzureißen wird entsprechend schwer. Auch wenn Rosberg die Hoffnung noch nicht aufgeben hat. „Mit vollen Tanks sah ich am Freitag stark aus“, machte sich der Wiesbadener Mut. Und doch weiß er: Damit es am Sonntag mit seinem ersten Sieg in Monza klappt, muss er als Erster aus der ersten Kurve rauskommen.

Wenn Rosberg im Rennen hinten liegt, wird es schwer

Der Start ist Rosbergs beste und vielleicht einzige Chance. „Der wird sehr wichtig. Denn danach wird es extrem schwer, weil man über die Strategie nicht viel machen kann.“ Rosberg erklärt Mercedes’ interne Regelung: „Der, der führt, kommt als Erster zum Boxenstopp rein.“ Ein klassischer Undercut ist damit unmöglich – das Überholen in Monza bei gleicher Pace aber fast genauso, wegen der starken Lufverwirbelungen des Vordermannes.

Immerhin positiv für Rosberg: Nachdem er vor der Sommerpause in Ungarn und Deutschland gleich zweimal den Start verhauen hatte und den Vorteil seiner Pole-Positions dadurch weggeschmissen hatte, kam er zuletzt in Belgien blendend vom Fleck. „Ich habe mich da verbessert und weiß, was zu tun ist“, sagte der Mercedes-Star, während er in Gedanken wohl schon längst wieder bei der Startprozedur weilte, die er am Sonntag um 14 Uhr perfekt hinkriegen muss.

Autoren: Frederik Hackbarth, Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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