Bahrain Quali 2014

Formel 1: Rosberg holt Bahrain-Pole

— 05.04.2014

Vettel im Wüsten-Qualifying nur Elfter

Die Mercedes-Piloten machten auch in Bahrain die Pole-Position unter sich aus: Nico Rosberg schlug Teamkollege Lewis Hamilton. Sebastian Vettel schon nach Q2 raus.

Pole-Position für Nico Rosberg beim Qualifying zum Großen Preis von Bahrain. Der deutsche WM-Leader verwies seinen Teamkollegen Lewis Hamilton auf den zweiten Startplatz und holte seine fünfte Karriere-Pole. Hinter den beiden überlegenen Mercedes-Piloten schnappte sich mit acht Zehnteln Rückstand Daniel Ricciardo im Red Bull den dritten Rang, der Australier muss das Rennen auf Grund einer Strafversetzung um zehn Startplätze vom letzten Grand Prix in Sepang aber von außerhalb der Top-10 antreten. Teamkollege Sebastian Vettel schied im bereits im zweiten Qualifying-Segment aus, startet wegen der Strafe gegen Ricciardo am Sonntag aber von der zehnten Position in das Wüstenrennen.

Zu wenig Leistung bei Vettel

Sebastian Vettels Red Bull fehlte im entscheidenden Augenblick mal wieder die Power

Dabei scheiterte der Weltmeister nur denkbar knapp am Einzug in die Runde der letzten zehn Fahrer. Umgerechnet fehlten Vettel als Elftem nur dreieinhalb Meter zu einem Platz in Q3. Der Heppenheimer wollte im Anschluss an das Zeittraining aber das Positive sehen: „Immerhin bekommen wir so morgen einen weiteren Satz weiche Reifen, das ist die gute Nachricht heute“, schmunzelte der 25-Jährige, der sein vorzeitiges Aus wie folgt erklärte: „Das hier ist eine Powerstrecke und dafür waren wir das ganze Wochenende über zu träge, denn wir waren mit bisschen zu wenig Leistung unterwegs.“

Im Renntrimm besser

Angesprochen auf den schwachen Renault-Motor, wiegelte Vettel ab: „Es bringt nichts, es jetzt nur darauf zu schieben...“ Auch sei am Sonntag noch alles drin. „Auf eine Runde sind wir weiter zurück als im Renntrimm und der Extrasatz Reifen hilft uns vielleicht, also lassen wir uns überraschen.“ Während man bei Red Bull nach dem dritten Platz zuletzt in Malaysia also vorerst einmal wieder kleinere Brötchen backen muss, präsentierte sich Mercedes an der Spitze erneut in Top-Form. Im dritten Qualifying des Jahres ging die Pole-Position zum dritten Mal an einen Silberpfeil-Piloten: Diesmal schnappte sie sich aber nicht wie bei den beiden bisherigen Rennen Lewis Hamilton sondern der WM-Führende Nico Rosberg.

Rosberg zieht mit Vater gleich

Am Samstag der schnellste Mann: WM-Leader Nico Rosberg nach seiner Pole in Bahrain

Der Deutsche, der mit dem fünften ersten Startplatz seiner Karriere in dieser Statistik auch mit Weltmeister-Papa Keke Rosberg gleichzog, jubelte nach dem Qualifying: „Das ganze Wochenende lief für uns bisher hervorragend! Wir haben weiter Fortschritte gemacht, Probleme gelöst und verstanden, woran die Dinge liegen.“ Eine Spazierfahrt sei sein Angriff auf die erste Reihe trotzdem nicht gewesen. „Man muss heute auch sehen, dass alle drei Trainings hier bei heißen Bedingungen ablaufen - vor dem Qualifying kann man also nur raten, wie es dann wird.“ Bei Rosberg lief es schlussendlich wie am Schnürchen. „Ich habe die Runden zusammengekriegt und bin natürlich sehr zufrieden, von der Pole zu starten“, strahlte der 28-Jährige.

Hamilton lobt Teamleistung

Teamkollege und Malaysia-Sieger Lewis Hamilton ist morgen einmal mehr erster Verfolger Rosbergs. Der Brite zeigte sich nach seiner knappen teaminternen Niederlage am Samstag fair: „Gratulation an Nico. Er hat einen super Job gemacht und sich am ganzen Wochenende ständig verbessert. Er wird wirklich immer schneller“, lobte Hamilton seinen Stallgefährten über den grünen Klee. Dass es für ihn selbst nicht zur Pole-Position reichte, habe einen einfachen Grund gehabt: „Ich habe in meiner letzten Runde in Kurve eins einen Fehler gemacht und mich verbremst. Ich bin aber trotzdem zufrieden und auch stolz auf die Teamleistung, dass es nun so weitergeht wie die letzten Wochen und wir weiter Fortschritte erzielen.“

Bottas startert als Dritter

Rosbgerg vor Hamilton (li.) & Ricciardo (re.): Den dritten Startplatz des Australiers erbt am Sonntag aber Valtteri Bottas

Mercedes-Sportchef Toto Wolff freute sich über die reine Mercedes-Startreihe eins, fand aber auch wieder einmal mahnende Worte. „Im Moment sieht es gut aus und wir haben uns auf die Bedingungen hier gut eingestellt. Wenn das Auto hält, ist unser Vorsprung halbwegs beruhigend - aber das Thema Zuverlässigkeit ist immer noch kritisch“, so der Österreicher. Hinter den beiden Mercedes-Speerspitzen startet am Sonntag Valtteri Bottas im Williams als Dritter ins Rennen. Force-India-Fahrer Sergio Perez komplettierte noch vor Kimi Räikkönen im Ferrari die zweite Startreihe. Hinter dem Finnen gehen Jenson Button, Felipe Massa und Kevin Magnussen in den Grand Prix. Ferrari-Star Fernando Alonso kam im Wüsten-Qualifying am Samstag nicht über den zehnten Rang hinaus.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Getty Images / Picture-Alliance

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