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Formel 1: Rosberg holt Pole in Spa

— 27.08.2016

Mercedes ganz vorne und ganz hinten

Enges Rennen an der Spitze: Nico Rosberg startet vor Max Verstappen in den Belgien GP. Sebastian Vettel Vierter hinter Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen.

Im ersten echten Kräftemessen nach dem Sommerurlaub ist Nico Rosberg der erhoffte Start aus der Formel-1-Pause gelungen: Der Deutsche sicherte sich in Spa am Samstag den ersten Startplatz für den Großen Preis von Belgien (14.00 Uhr RTL und Sky). Für Rosberg war es die dritte Pole in Folge und die bereits 28. seiner Karriere. Der 31 Jahre alte Mercedes-Pilot nutzte in der Qualifikation auch die Tatsache, dass WM-Spitzenreiter und Rivale Lewis Hamilton strafbedingt keine Chance zum Angriff auf die vorderen Ränge hatte.

Die Top-3 im Quali: Verstappen, Rosberg, Räikkönen

Trotz leichter Probleme im Abschlusstraining am Vormittag behielt Rosberg die Nerven und sicherte sich 0,149 Sekunden vor Red-Bull-Pilot Max Verstappen die Pole. "Es freut mich sehr, es war ein schwieriges Wochenende bis hierhin", sagte Rosberg anschließend. "Wir hatten heute morgen überhaupt nicht die Pace, vor allem nicht über eine Runde." Der Deutsche nahm anschließend Änderungen vor - die Wende gelang: "Denn scheinbar haben wir dabei den richtigen Weg gefunden. Darüber bin ich sehr glücklich", so Rosberg.

Wolff erklärt Reifen-Nachteil

Dass es am Ende von Q3 aber trotzdem knapp wurde, hatte vor allem mit den Reifen zu tun. Von etwa 1,2 Sekunden Differenz zwischen der superweichen und der weichen Mischung war man seitens Reifenhersteller Pirelli vorher ausgegangen. Allein: Im Fall von Mercedes wollte diese Rechnung so gar nicht aufgehen. "Wir haben den normalen Sprung von einer Sekunde zwischen den beiden Mischungen einfach nicht materialisieren können", räumte Silberpfeil-Sportchef Toto Wolff nach der Qualifikation ein und stellte fest: "Es scheint so, als würden wir mit dem Reifen stärker mit Blasenbildung und Überhitzung kämpfen als die anderen."

Rosberg will auch am Sonntag von ganz vorne grüßen

Wolff erklärt das mit dem ungewöhnlich scharfen Asphalt in Spa, den hohen Reifendrücken (ca. 23 psi), der Hitze sowie den hohen Abtriebswerten des Silberpfeils. Fakt ist: Auch bei den Tests im Winter hatte Mercedes schon Probleme den theoretischen Zeitsprung von Soft auf Supersoft umzusetzen. Immerhin: Am Sonntag wird Rosberg dieses Phänomen keine Probleme mehr bereiten. "Ich muss die superweichen Reifen im Rennen glücklicherweise nicht nutzen", so der Deutsche, der dafür mit seiner schnellsten Runde in Q2 auf der weichen Mischung selbst gesorgt hatte. Und bei dieser hatte er schon wieder sechs Zehntel auf den nächsten Verfolger mit der gleichen Reifenmischung, Kimi Räikkönen im Ferrari...

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Trotzdem glaubt Rosberg: "Es wird morgen auf jeden Fall eine Herausforderung und sicherlich nicht einfach. Red Bull war im Long-Run am Freitag auf den weichen Reifen am schnellsten. Es wird ein harter Kampf." Allein: Anders als Rosberg und die beiden Ferraris in Reihe zwei, startet Verfolger Verstappen auf den superweichen Pneus ins Rennen. Am Start dürfte sich das für den Holländer noch als Vorteil erweisen, nicht so aber über die Distanz - denn die Experten gehen davon aus, dass die weichste Mischung in Spa schon nach wenigen Runden eingeht.

Nico Rosberg freute sich über seine dritte Pole in Folge

So oder so: Für eine Vielfalt der taktischen Möglichkeiten und unterschiedlichen Strategien ist beim Grand-Prix-Klassiker in den Ardennen gesorgt - genauso wie für die Spannung: Hinter den Top-4 fährt Daniel Ricciardo im zweiten Red Bull als Fünfter los - anders als Teamkollege Verstappen auch auf weichen Reifen. Ebenso machten die mit Mercedes-Motoren bestens für die Power-Strecke ausgerüsteten Force Indias, auf den Rängen sechs und sieben für Sergio Perez und Nico Hülkenberg, am Samstag einen starken Eindruck.

Hamilton hat langen Weg vor sich

Für WM-Spitzenreiter Hamilton wird es entsprechend ein langer Weg nach vorne: In seinem Mercedes kamen über die drei Spa-Trainings verteilt gleich mehrere neue Antriebsteile zum Einsatz, die ihm einen Strafversetzung um offiziell 55 Plätze einbrachten. Entsprechend geruhsam ließ der Brite das Qualifying angehen, schon nach Q1 strich der Vorjahressieger die Segel. Hamilton: "Für mich war es heute natürlich ein verrücktes Qualifying, 18. bin ich noch nie geworden." Und weiter: "Bisher war das Wochenende sehr entspannt, wie im Urlaub. Denn heute war es nur wichtig, das Auto für morgen bestmöglich vorzubereiten. Um die Pace ging es dabei nie, immer nur um die Abstimmung."

Auf Lewis Hamilton kommt am Sonntag viel Arbeit zu

Nach seinem Aus schaute Hamilton den Rest des Qualifyings nach eigener Aussage "in Shorts auf der Couch im Fahrerraum". Spätestens am Sonntag um 14.00 Uhr will der Brite aber wieder Vollgas geben: "Ich hoffe, dass ich in die Top-10 komme. Auch ein Podium ist nicht unmöglich." Die Möglichkeit, den Motortausch noch bis zum nächsten Rennen in Monza hinauszuzögern, bestand laut Hamilton übrigens nicht. "Auch das war wegen der Hitze hier in Spa keine Option. Mein Motor war am Ende seines Lebenszyklus."

Ergebnisse - Qualifying Belgien GP:

1. Nico Rosberg (Wiesbaden) - Mercedes 1:46,744 Min.
2. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull + 0,149
3. Kimi Räikkönen (Finnland) - Ferrari + 0,166
4. Sebastian Vettel (Heppenheim) - Ferrari + 0,364
5. Daniel Ricciardo (Australien) - Red Bull + 0,472
6. Sergio Perez (Mexiko) - Force India + 0,663
7. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Force India + 0,799
8. Valtteri Bottas (Finnland) - Williams + 0,868
9. Jenson Button (Großbritannien) - McLaren + 1,370
10. Felipe Massa (Brasilien) - Williams + 1,519
11. Romain Grosjean (Frankreich) - Haas 1:48,316
12. Kevin Magnussen (Dänemark) - Renault 1:48,485
13. Esteban Gutierrez (Mexiko) - Haas 1:48,598
14. Jolyon Palmer (Großbritannien) - Renault 1:48,888
15. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Toro Rosso 1:49,038
16. Pascal Wehrlein (Worndorf) - Manor Racing 1:49,320
17. Felipe Nasr (Brasilien) - Sauber 1:48,949
18. Esteban Ocon (Frankreich) - Manor Racing 1:49,050
19. Daniil Kwjat (Russland) - Toro Rosso 1:49,058
20. Marcus Ericsson (Schweden) - Sauber 1:49,071
21. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes 1:50,033
22. Fernando Alonso (Spanien) - McLaren -

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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