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Formel 1: Rosberg holt Sotschi-Pole

— 30.04.2016

Hamilton erneut mit Motorproblem

Nico Rosberg fliegt in Russland erneut der Konkurrenz davon. Lewis Hamilton klebt das Pech weiter an den Schuhen, er verpasst Q3 mit einem Motordefekt.

Nico Rosberg hat in der Formel 1 im Moment das Glück, das seinen direkten Konkurrenten fehlt. Mit einer Zeit von 1:35,417 Minuten knallte der Wiesbadener am Samstag eine stets ungefährdete Bestmarke hin, die 1,7 Sekunden schneller war als seine eigene Pole-Zeit aus 2015. Während Rosberg am Sonntag nun beste Chancen hat, seine bereits 36 Punkte betragende WM-Führung auszubauen, streikte bei Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton erneut die Power Unit. Nach Q2 war für den Briten Schluss, an der finalen Zeitenjagd konnte er nicht mehr teilnehmen. Sein zehnter Startplatz könnte bei einem weiteren Motorwechsel zudem gefährdet sein, sollte Mercedes den kompletten Motor austauschen müssen. Das Team gab bekannt, die Entscheidung darüber erst Sonntagfrüh mitzuteilen.

Vorzeitig Schluss: Hamilton schied nach Q2 aus

Sebastian Vettel fuhr am Samstag die zweitschnellste Zeit, muss wegen einer Strafe für einen Getriebewechsel aber als Siebter losfahren. Neben Rosberg startet Valtteri Bottas im Williams aus der ersten Reihe. "Mein Gefühl in diesem Qualifying war sehr speziell. Das ganze Wochenende war schon gut, aber ab Q2 lief das Auto wie am Schnürchen. Es hat sich toll angefühlt und ich bin natürlich happy", erklärte Rosberg nach der 24. Pole-Position seiner Karriere, durch die er mit den beiden dreifachen Weltmeistern Nelson Piquet und Niki Lauda gleichzieht. Gemeinsam mit seinem Mercedes-Boss und dem Brasilianer ist der Deutsche nun der zehntbeste F1-Pilot in dieser Statistik.

Dabei musste sich Rosberg am Sonntag noch nicht mal richtig anstrengen und verfolgte das Ablaufen der Uhr bereits aus der Box. "Ein bisschen Unsicherheit bleibt natürlich immer und ich war erleichtert, als Seb über die Linie war. Aber nach Q2 war ich schon zuversichtlich, dass Ferrari weit genug weg ist und meine Runde reicht", so Rosberg. Mit Blick auf die rote Konkurrenz fügte er an: "Wie erwartet sieht es so aus, als sind sie nicht so nahe an uns dran. Das haben wir auch am Freitag gesehen. Wir haben die letzten Wochen ja immer betont, dass Ferrari näher kommt. Aber hier muss man wohl aufhören das zu sagen." Rosberg erklärte: "Das hier ist eine sehr besondere Strecke, so einen Asphalt gibt es sonst nirgends. Deswegen gilt das jetzt nicht generell sondern ist eine Momentaufnahme."

Bottas startet wegen Vettels Strafe als Zweiter

Selbst wenn Vettel im Qualifying vor Rosberg gelandet wäre, hätte es dem WM-Spitzenreiter egal sein können. Denn sein Landsmann im Ferrari wird wegen des Getriebewechsels sowieso zurückversetzt. Rosberg räumte ein: "Die anderen hatten heute natürlich Pech und so wie die Startaufstellung aussieht, kann mir das schon helfen. Einfach ist ein Formel-1-Rennen aber nie, ich muss weiter aufpassen." Am Start vor allem auf Valtteri Bottas. Der Finne steht neben Rosberg. "Die Strecke liegt uns. Außerdem haben wir ein paar neue Teile am Auto und das hat scheinbar geholfen", strahlte der Williams-Pilot, dessen Auto bereits auf den Longruns am Freitag stark aussah. "Bislang waren meine Sonntage dieses Jahr noch nicht so ideal - morgen haben wir jetzt die große Chance einen guten zu haben."

Darauf hofft seinerseits auch Sebastian Vettel, der als Siebter ins Rennen geht. "Wir haben heute natürlich von Lewis' Problem profitiert. Dadurch sind wir jetzt ein bisschen näher dran und fahren zudem von der sauberen Seite los. Wir können schon noch ein gutes Rennen haben", erklärte der Heppenheimer. In Bezug auf Mercedes merkte er allerdings an: "Ich hätte die Lücke zu ihnen gerne kleiner gehabt. Aber wir haben schon in Q2 gesehen wie schnell sie sind. Vor allem Nico macht im Moment einen tollen Job."
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Die Top-3 des Qualifyings: Vettel, Rosberg und Bottas

Angesprochen auf die technsichen Probleme an seinem Ferrari, wie den Elektronikdefekt vom Freitag, antwortete der vierfache Weltmeister: "Ich bin bin deswegen nicht frustriert. Natürlich ist es nicht schön, wenn so etwas passiert, weil es das Leben nicht einfacher macht. Aber solche Fehler werden nicht mit Absicht gemacht oder geplant." Vettel weiter: "Im Motorsport kann sowas passieren, vor allem wenn man hart pusht. Wir haben schon bewiesen, dass wir gerade im Rennen schnell sind, hatten aber noch keinen sauberen Sonntag."
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In Sotschi will der Ferrari-Star das ändern und dann auch in der WM zur Aufholjagd auf die Silberpfeile blasen: "Es ist noch April, erst morgen ist Mai", lachte Vettel und fügte hinzu: "Die WM ist noch lang. Man muss immer die maximal möglichen Punkte holen. Den Rest sieht man dann sowieso am Ende." Vor dem Deutschen starten am Sonntag neben Rosberg und Bottas auch noch Teamkollege Kimi Räikkönen, Felipe Massa, Daniel Ricciardo und Sergio Perez, der es im Force India auf den sechsten Startplatz schaffte. Teamkollege Nico Hülkenberg hatte weniger Glück. Der Deutsche nimmt sein 100. F1-Rennen nur als 13. auf. "Mehr war heute nicht drin", funkte er enttäuscht an sein Team. Neuling Pascal Wehrlein belegte im Zeittraining für Manor die 20. Position.
Der Schattenmann feiert Jubiläum: 100. GP für Hülkenberg

Ergebnis - Qualifikation Russland GP 2016:

1. Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes 1:35,417 Min.
2. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari 1:36,123 (+ 5-Plätze-Strafe für Getriebewechsel)
3. Valtteri Bottas (Finnland) Williams 1:36,536
4. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:36,663
5. Felipe Massa (Brasilien) Williams 1:37,016
6. Daniel Ricciardo (Australien) Red Bull 1:37,125
7. Sergio Perez (Mexiko) Force India 1:37,212
8. Daniil Kvyat (Russland) Red Bull 1:37,459
9. Max Verstappen (Niederlande) Toro Rosso 1:37,583
10. Lewis Hamilton (England) Mercedes -
11. Carlos Sainz jr. (Spanien) Toro Rosso 1:37,652
12. Jenson Button (England) McLaren Honda 1:37,701
13. Nico Hülkenberg (Emmerich) Force India 1:37,771
14. Fernando Alonso (Spanien) McLaren Honda 1:37,807
15. Romain Grosjean (Frankreich) Haas 1:38,055
16. Esteban Gutiérrez (Mexiko) Haas 1:38,115
17. Kevin Magnussen (Dänemark) Renault 1:38,914
18. Jolyon Palmer (England) Renault 1:39,009
19. Felipe Nasr (Brasilien) Sauber 1:39,018
20. Pascal Wehrlein (Worndorf) Manor 1:39,399
21. Marcus Ericsson (Schweden) Sauber 1:39,463
22. Rio Haryanto (Indonesien) Manor 1:39,463

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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