Formel 1: Galerie - Ungarn GP

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Formel 1: Rosberg holt Ungarn-Pole

— 26.07.2014

Feuer unterm Dach bei Hamilton

Startplatz eins beim Ungarn GP für WM-Spitzenreiter Nico Rosberg. Titelrivale Lewis Hamilton mit Defekt früh raus, Sebastian Vettel auf Rang zwei.

Nach drei Trainingsbestzeiten für Lewis Hamilton – jeweils vor Teamkollege Nico Rosberg – war am Hungaroring alles angerichtet für ein heißes Duell der beiden Mercedes-Titelaspiranten um die Pole-Position. Doch dann kam alles ganz anders. Bereits nach wenigen Minuten der Schock für die Silberpfeile: Feuer am Auto von Hamilton! Der Brite musste seinen W05 abstellen, konnte keine Zeit setzen und muss nun von ganz hinten losfahren. Nach den verpatzten Qualifyings in Österreich und Silverstone, sowie dem Bremsdefekt vor einer Woche in Hockenheim, ist es schon der vierte verkorkste Samstag in Folge für den Mercedes-Piloten.

Benzinleck verursacht Brand

Bitteres Aus für Hamilton: Der WM-Zweite und Ungarn-Favorit musste am Samstag früh aufgeben

Hamilton in Bezug auf seine unheimliche Pannenserie mit einem Kopfschütteln: „Ich hätte mir ja denken können, dass jetzt auch noch sowas passiert.“ Doch warum brannte sein Auto? „Ich weiß es noch nicht genau. Aber das Team meint, dass es wohl ein Bezinleck war...“ Besonders bitter für den WM-Zweiten, der noch vor Ende der Qualifikation gefrustet die Strecke verließ: Der Hungaroring gilt nicht gerade als Kurs, auf dem das Überholen einfach ist. „Es ist wahrscheinliche sogar eine der Strecken, wo es am schwierigsten ist“, so Hamilton, der niedergeschlagen anfügte: „Vielleicht müssen wir jetzt noch den Motor wechseln, dann kassiere ich irgendwann später in der Saison noch eine Rückversetzung um zehn Plätze.“ Die Anzahl der Motoren pro Pilot ist auf fünf reglementiert – wer mehr braucht, kassiert eine Strafe.

Magnussen mit Abflug

Großer Nutznießer von Hamiltons Pech war am Samstag Teamkollege Nico Rosberg. Der WM-Spitzenreiter, der in der Wertung 14 Punkte vor Hamilton liegt, sicherte sich im Mercedes überlegen die Pole-Position – fast eine halbe Sekunde vor Landsmann Sebastian Vettel im Red Bull. Dritter wurde Valtteri Bottas im Williams. Dahinter sortierten sich Daniel Ricciardo (Red Bull), Fernando Alonso (Ferrari) und Felipe Massa (Williams) ein. Jenson Button (McLaren), Jean-Eric Vergne (Toro Rosso) und Nico Hülkenberg (Force India) komplettierten die Top-9. Für einen Schreckmoment hatte zu Beginn von Q3 kurzzeitig einsetzender Nieselregen gesorgt, weswegen sich diverse Piloten in Turn 1 verbremsten. Für Kevin Magnussen (McLaren) endete die heikle Situation mit einem harten Abflug in die Reifenstapel. Der Däne blieb dabei unverletzt, das Qualifying wurde jedoch kurz unterbrochen.

Räikkönen vorgeführt

Deutsche Startreihe 1: Vettel (li.) startet hinter Rosberg (M.) - Bottas (re.) geht als Dritter ins Rennen

Frust gab es am Samstag aber nicht nur bei Pechvogel Magnussen. Pastor Maldonado musste seinen Lotus schon nach wenigen Minuten in Q1 abstellen. Einen ganz bitteren Tag erlebte einmal mehr auch Kimi Räikkönen. Der Finne, der auf Grund seiner im Vergleich zu Teamkollege Fernando Alonso schwachen Leistungen seit Wochen massiv in der Kritik steht, schied bereits im ersten Trainingssegment aus – und das obwohl mit Hamilton und Maldonado zwei Konkurrenten bereits aus dem Rennen waren. Rausgekegelt wurde Räikkönen ausgerechnet von Jules Binachi, der ihm im Marussia P16 wegschnappte – der junge Franzose ist Teil der Nachwuchsförderung Ferraris... und damit ein potenzieller Anwärter auf Räikkönens Cockpit in der Zukunft.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Getty Images

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