Nico Rosberg: Sein Leben in Bildern

Nico Rosberg Nico Rosberg Nico Rosberg

Formel 1 - Rosberg: Ich gebe niemals auf!

— 06.11.2014

Weiterhin volle Attacke auf Hamilton

Nico Rosberg steckt nach seinen jüngsten Fehlern den Kopf nicht in den Sand. Von zwei Ex-F1-Piloten gibt es jedoch auch Kritik am Mercedes-Star.

Nico Rosberg kämpft trotz 24 Punkten Rückstand auf seinen Teamkollegen Lewis Hamilton weiter um den WM-Titel. „Weil weiterhin alles möglich ist“, sagte der Mercedes-Pilot der SPORT BILD. „Es sind aber immer noch 75 Punkte zu holen. Die Doppelpunkte in Abu Dhabi liebe ich jetzt schon. Jedenfalls gebe ich niemals auf. Ich fahre weiter volle Attacke und Aus. Das ist recht simpel.“ Sein Teamkollege habe zuletzt einfach „bessere Rennen abgeliefert.“ Seine eigene hohe Fehlerquote erklärt Rosberg so: „Wenn er besser fährt, muss ich auch wieder eine Schippe drauflegen. Da kommt man dann schnell in Bereiche, in denen die Luft sehr, sehr dünn ist und man schnell über dem Limit ist. Das war bei mir in Monza und nach dem Start in Sotschi der Fall.“

Keine Bevorzugung im Team

Rosberg wirkt zuletzt oft nachdenklich. Nach dem Rennen in Austin musste er erneut Fehler einräumen

Für den Deutschen seien das aber keine „unnötigen Fehler“. Rosberg: „Ich sehe das optimistisch. Ich analysiere meine Fehler ohne Hektik und lerne draus.“ Deshalb fange er jetzt auch nicht „an negativ zu denken. Ich versuche negative Energie in positive umzuwandeln. Nennen wir meinen Druck also besser positive Anspannung.“ Daran, dass Mercedes beide WM-Rivalen gleich behandelt, zweifelt Rosberg trotz seiner Strafe nach der Kollision in Spa nicht. „Umgekehrt gibt es ja auch Engländer“, räumt er ein, „die behaupten: Mercedes ist eine deutsche Firma, also werde ich bevorzugt behandelt. Das kann ich alles sehr schnell aus der Welt räumen. Beide Fahrer werden gleichwertig behandelt. Unsere Führung lässt uns in den meisten Dingen einfach machen.“

Formel 1: Mercedes-Duell 2014 - Silberner Titelkampf

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Für die Herausforderung im Sport

Zur öffentlichen Entschuldigung in Spa hätte ihn jedenfalls niemand gezwungen. Rosberg zu SPORT BILD: „Das war meine Entscheidung. Ich fühlte, dass ich diese Verantwortung übernehmen muss. Solche Momente mögen hart sein, aber gerade in schwierigen Situationen entwickelt man sich auch menschlich am meisten weiter.“ Wenn er selbst wählen könnte, würde er deshalb auch jetzt noch Lewis Hamilton als Teamkollegen aussuchen. Seine Erklärung: „Warum einfach, wenn es auch schwer geht? Für genau diese Herausforderung bin ich ja im Sport. Es geht um Kampf. Dieses selbst noch mal über sich selbst hinauswachsen, weil der Teamkollege so stark ist.“ Nach der fehlenden Gegenwehr bei Lewis Hamiltons Überholmanöver beim Großen Preis der USA bläst Rosberg allerdings auch Gegenwind ins Gesicht.

Coulthard ist Kritik fast peinlich

Villeneuve und Coulthard fordern: Rosberg muss aggressiver werden, wenn er ins Cockpit steigt

„Hamilton ist in den entscheidenden Momenten einfach aggressiver“, kritisiert Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve bei SPORT BILD. „Und nur so kannst du eine WM gewinnen.“ Ex-McLaren-Star David Coulthard ergänzt: „Es ist mir fast peinlich, Nico zu kritisieren, weil er zu 95 Prozent ein perfekter Pilot ist. Er ist viel besser, als ich es je war, technisch versiert, und Speed hat er auch. Aber was er noch nicht bewiesen hat, ist die notwendige Härte im Zweikampf. Das muss er in den letzten Saisonrennen dringend ändern. Nicht nur wegen des Punktestandes, sondern auch wegen seiner Reputation.“ Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff schreibt Rosberg im Titelkampf aber noch nicht ab: „Im Prinzip muss Nico jetzt zweimal gewinnen und darauf hoffen, dass Lewis einmal Probleme hat.“
Fotos: Picture-Alliance

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