Die besten Bilder aus Suzuka

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Formel 1: Rosberg im Siegerinterview

— 09.10.2016

„Ich fahre nicht auf zweite Plätze“

Mercedes-Pilot Nico Rosberg hat mit seinem Erfolg in Suzuka die Führung in der WM-Wertung weiter ausgebaut. Der Japan-Triumphator im Siegerinterview.

Herr Rosberg, Sie haben hier in Japan in allen Trainings vorne gelegen, die Pole geholt und nun den Sieg. Wie ordnen Sie Ihre Leistung ein?

Nico Rosberg: Ein traumhaftes Wochenende für mich, es ist perfekt gelaufen von A bis Z. Ich habe mich von der ersten Runde am Freitag an wohl gefühlt, die richtige Balance gefunden und war schnell als es zählte: Wie bei der Pole im letzten Moment. Das war entscheidend. Auch im Rennen hat dann alles super gepasst, mit der Strategie und so weiter. Ich bin sehr happy.

Suzuka gilt als die Fahrerstrecke im Kalender. Macht Sie das besonders stolz?

Neunter Sieg 2016: Rosberg gewinnt auch in Japan

Es ist etwas Besonderes, auf dieser legendären Strecke zu gewinnen. Ich mochte den Kurs schon immer, er liegt mir. Aber er ist auch sehr intensiv. Man darf sich keinen Fehler erlauben, sonst hat man einen großen Abflug. Es ist aufregend hier zu fahren.

Es war auch ein Wochenende der Rekordmarken für Sie: Nach Poles haben Sie den fünffachen Weltmeister Fangio überholt, nach Siegen sind Sie mit dem dreifachen Champion Piquet gleichgezogen. Sehen Sie sich auf dem besten Weg zum Titel?

Nein, für mich hat sich nichts geändert. Ich fühle mich gut, aber Lewis (Hamilton; d. Red.) ist immer noch mein Teamkollege und mit ihm muss man immer rechnen. Er ist ein Kämpfer und unser Duell geht weiter.

Hier in Suzuka wirkte er eher unkonzentriert...

Teamkollege Hamilton hat Rosberg auf der Rechnung

Ist er aber nicht. Ich bin der, der es weiß. Weil ich es backstage sehe und mitbekomme: Die lange Arbeit am Auto, das Feintuning der Einstellungen. Er ist genauso konzentriert wie immer und es ist auch immer schwer gegen ihn. Und so wird es auch bleiben.

Dennoch haben Sie nun 33 Punkte Vorsprung. In den letzten vier Rennen reichen ihnen bereits zweite Plätze zum Titel. Denken Sie an sowas?

Muss ich ja, wenn man es mir sagt. Ich schiebe es aber gleich wieder weg. Solche Rechnungen machen überhaupt keinen Sinn. Es ist noch ein langer Weg diese Saison und ich will weiter Rennen gewinnen. Das ist meine Linie und auf der bleibe ich. Es gibt auch keinen Grund, meine Herangehensweise zu ändern, denn bisher läuft es ganz gut so. Ich fahre jetzt nicht auf zweite Plätze, das bringt nichts.
Ist es ein Vorteil, dass Sie letztes Jahr um diese Zeit in der Saison ihre Siegesserie starten konnten?


Küsschen für den Siegerpokal: Rosberg in Suzuka

Die Strecken, die jetzt kommen, liegen mir. Ich war dort immer ganz zufrieden und gut unterwegs. Es wird auf jeden Fall ein spannendes Ende der Saison.

Auch weil die Konkurrenz jetzt wieder stärker ist?

Auf jeden Fall. Red Bull ist ziemlich knapp dran. Ich will verhindern, dass sie nochmal gewinnen. Sonst muss ich wieder aus Ricciardos Schuh trinken und das will ich nicht (lacht). Ich bin aber ganz zuversichtlich: Wir haben immer noch das schnellste Auto und können die Wochenenden dominieren. Das ist toll zu sehen.

Trotzdem: Der Kampf um den Konstrukteurs-Titel, den Mercedes in Suzuka vorzeitig eingefahren hat, ist bereits vorbei. Ihre Gedanken dazu?

Freudentaumel: Rosberg feiert mit seinem Team

Der Titel für das Team ist sehr cool. Die Jungs in der Garage und in der Fabrik verdienen es. Sie stecken viel Energie und Leidenschaft rein und haben es möglich gemacht, dass wir dreimal in Folge so stark waren.

Wie wird dieser Erfolg in Japan nun gefeiert?

Vielleicht ganz standesgemäß mit Karaoke. Aber nicht zu hart. Die Saison ist noch lang und es geht noch um die ganze Welt. Ich muss mir meine Energie einteilen.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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