Die besten Bilder aus Sotschi

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Formel 1: Rosberg im Siegerinterview

— 01.05.2016

„Nur Lewis gibt mir Extra-Nervenkitzel“

Nico Rosberg eilt im Mercedes von Sieg zu Sieg. In Russland feiert der F1-Dominator seinen siebten Erfolg in Serie. Der Sotschi-Sieger im Interview.

Herr Rosberg, Sie sind weiter nicht zu stoppen. Wird Ihnen die Formel 1 des Jahres 2016 nicht langsam langweilig?

Nico Rosberg: Gar nicht. Ich bin sehr glücklich. Es hat alles super funktioniert und war wieder ein toller Tag – besonders weil das Handling meines Auto fantastisch war, genau so wie ich es haben wollte. Das ganze Wochenende über konnte ich damit voll attackieren, das war im Cockpit dann schon ein sehr spezielles Gefühl.

Wirklich schwer war Ihr Sonntag aber nicht...

Er hat wieder zugeschlagen: Rosberg in Russland

Ich weiß schon worauf Sie anspielen. Ich weiß auch, dass meine Gegner am Wochenende hier Pech hatten. Aber ich genieße trotzdem den Moment. Ich gewinne gerne Rennen und es ist schön, dass das in den letzten Wochen so oft geklappt hat.

Am Ende haben Sie noch mal den Hammer ausgepackt und die schnellste Rundenzeit pulverisiert: Um der Konkurrenz zu zeigen, dass Sie noch schneller können oder weil Sie unbedingt Ihren ersten 'Grand Slam' (Pole, schnellste Runde, alle Führungsrunden, Sieg) holen wollten?

War das mein erster? Wusste ich gar nicht. Dass ich nochmal Gas gegeben habe, wollte ich vor allem für die Konzentration machen. Wenn ich langsam fahre, verliere ich die viel schneller und dann macht man Fehler.

Zwischenzeitlich mussten Sie aber auch Gas rausnehmen. Von Ihrer Box hieß es, Ihr Motor hat komische Signale gegeben?

Nur die Technik hätte Sieger Rosberg bremsen können

Ja, ich musste dann die Einstellungen verändern und den Motor zur Sicherheit etwas runterdrehen. Das hat mich viel Performance gekostet. Aber ich konnte es ausgleichen, weil ich früh im Rennen die Reifen geschont habe und dadurch Reserven hatte. Daraus konnte ich dann gegen Rennende Kapital schlagen.

Haben Sie nach vier Siegen in Folge schon eine Hand am WM-Pokal?

Nein, denn es sind eben erst vier Rennen von 21 gefahren. Es ist immer noch früh in der Saison. Lewis (Hamilton; d. Red.) kommt natürlich zurück. Hat man ja heute schon gesehen...

Wie bewerten Sie seine Leistung?

Es war ein starker Job von ihm so schnell von Platz zehn auf zwei vorzufahren. Aber ich war immer informiert, was er macht und habe versucht die Lücke so groß zu halten wie möglich.

Ein direktes Duell zwischen Ihnen beiden gab es 2016 noch nicht – fehlt Ihnen das?

Tiefer Schluck aus der Pulle auf dem Podium in Sotschi

Naja. Wirklich vermissen tue ich es nicht, weil ich einfach gewinnen will – da ist es am Ende egal wie. Aber klar: Der direkte Kampf gegen Lewis – dafür bin ich hier! Nur das gibt mir diesen Extra-Nervenkitzel, wenn ich die Kämpfe mit ihm gewinne. Und ich freue mich auch, wenn es wieder soweit ist. Er ist immer noch so schnell und motiviert wie immer. Vielleicht sehen wir das Duell ja schon beim nächsten Grand Prix in Barcelona. Ich freue mich jedenfalls auf die nächsten Wochen. Wir haben so ein tolles Auto und ich versuche einfach Rennen zu gewinnen.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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