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Formel 1: Rosberg mit Tagesbestzeit

— 22.07.2016

Hamilton landet in der Mauer

Mercedes im Budapest-Training vorne: Doch während Nico Rosberg seine Vertragsverlängerung mit der Bestzeit krönt, fliegt Lewis Hamilton spektakulär ab.

Sein neuer Mercedes-Vertrag hat Formel-1-Spitzenreiter Nico Rosberg am ersten Trainingstag in Ungarn scheinbar beflügelt: Der Deutsche raste am Freitag auf dem Hungaroring zur Bestzeit. Dabei profitierte der Silberpfeil-Star auch von einem Unfall seines Stallrivalen Lewis Hamilton, für den die Übungseinheit am Nachmittag schon nach 13 Minuten beendet war.
Offiziell: Vertrag verlängert: Rosberg bleibt bei Mercedes

Lewis Hamilton reagierte gelassen auf seinen Abflug

Am Vormittag war der britische Champion noch schneller als Rosberg gewesen. In der zweiten Session machte er jedoch unsanft Bekanntschaft mit der Streckenbegrenzung. Der 31-Jährige verlor in Kurve elf nach einem Fahrfehler die Kontrolle über sein Auto, drehte sich und krachte nach der Rutschpartie seitlich in die Werbebande. Wie AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr, wurden beim Einschlag zwölf G (also das zwölffache seines Körpergewichts; d. Red.) von den Sensoren gemessen. Zwar konnte der Titelverteidiger im beschädigten Silberpfeil trotzdem aus eigener Kraft zurück zur Garage rollen, sein Testprogramm war wegen der aufwendigen Reparaturarbeiten aber mehr als eine Stunde früher als geplant vorbei.

Nach dem obligatorischen Check bei den Streckenärzten signalisierte Hamilton, er habe keine Blessuren davongetragen. "Ich bin okay", erklärte der Weltmeister wenig später, während er tatenlos zusehen musste, wie Teamkollege Rosberg die schnellste Runde des Tages fuhr. Trotzdem fand Hamilton: "Es könnte schlimmer sein. Das Auto ist mehr oder weniger in einem Stück geblieben." Der Brite weiß allerdings auch: "Gerade auf einer Strecke wie dieser, auf der es sehr heiß wird, fehlt mir jetzt halt die Erfahrung wie die man Reifen benutzt. Damit habe ich mir heute die Möglichkeit genommen, mich besser auf's Rennen vorzubereiten. Irgendwie macht es das für Sonntag aber auch spannender", wollte Hamilton das Positive sehen.

Sebastian Vettel landete am Freitag auf Rang drei

Hinter den Silberpfeilen streiten sich erneut Ferrari und Red Bull um die Rolle des ersten Verfolgers. Der Australier Daniel Ricciardo fuhr im Red Bull die zweitschnellste Runde des Tages. Ferrari-Hoffnung Sebastian Vettel platzierte sich in der Nachmittagseinheit unter Rennbedingungen auf Platz drei, allerdings schon mit dem beträchtlichen Rückstand von knapp einer Sekunde auf Rosberg. Der viermalige Weltmeister Vettel hat in der Gesamtwertung als Fünfter bereits 70 Punkte Rückstand auf die Spitze. Im Vorjahr gewann der Hesse auf dem Hungaroring. "Wir haben daran viele gute Erinnerungen und wollen so etwas wieder erleben", sagte Vettel.

Eine Trendwende ist aktuell jedoch nicht in Sicht. Auch am Sonntag ist die Favoritenrolle klar auf die beiden Silberfeinde verteilt, die nach Rosbergs Vertragsverlängerung bis 2018 weiterhin zusammen fahren werden. "Es ist ein tolles Gefühl, dass jetzt endlich Klarheit herrscht und sehr speziell für mich: Mercedes ist mein Traumteam und wie eine Familie für mich", strahlte Rosberg über seinen neuen Kontrakt. Einen besonderen Dank richtete der Wiesbadener an Gerhard Berger. "Dass er sich für mich um die Verhandlungen gekümmert hat, war die beste Entscheidung überhaupt. So etwas nimmt sonst immer Fokus weg, weil es so eine wichtige Sache ist. Gerhard hat mir erlaubt, dass ich den Fokus zu einhundert Prozent auf der Strecke lassen konnte."

Hamilton ist in der WM bis auf einen Punkt dran

Rosberg über Berger: "Er weiß genau, was er tut und ist sehr clever. Ich bin ihm sehr dankbar, denn jetzt sind alle glücklich mit dem Resultat: Mindestens zwei weitere Jahre zusammen mit dem besten Team." Allein: Stallrivale Hamilton, der den Rückstand in der WM von zwischenzeitlich 43 Zählern Vorsprung auf einen reduziert und vier der vergangenen fünf Rennen gewonnen hat, dürfte Rosbergs Harmonie trüben. "Ich will, dass sich die Waage jetzt auf meine Seite neigt. Für Psychospiele habe ich aber keinen Sinn: Ich will sogar, dass Nico in Bestform ist. Denn wenn ich ihn dann schlage, dann fühlt es sich besser an", erklärte der Brite in Budapest. Die Vertragsverlängerung seines Teamkollegen kommentierte Hamilton indes emotionslos: " Es ändert nicht viel, weil ja alles bleibt, wie es ist", sagte Hamilton. (fh/dpa)
Fotos: Frederik Hackbarth

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