Formel 1: Galerie - Ungarn GP

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Formel 1: Rosberg mit weniger Risiko

— 26.07.2014

Den nächsten Elfmeter verwandeln

Während Lewis Hamilton vom Pech verfolgt wird, eilt Nico Rosberg davon. Der Mercedes-Star behält seinen Teamkollegen aber auf der Rechnung - auch in Ungarn.

Bereits vor einer Woche in Hockenheim konnte Nico Rosberg an der Spitze ungefährdet einen Start-Ziel-Sieg herausfahren, während Teamkollege Lewis Hamilton nach einem Defekt das Feld von hinten aufrollen musste. In Ungarn droht nun einer Wiederholung dieses Szenarios. „Ich habe morgen wieder ein Elfmeter und muss die Chance erneut nutzen, um die maximale Punktzahl zu holen“, sagt Rosberg auf Nachfrage von AUTO BILD MOTORSPORT. Dabei gilt: Ausbeute maximieren, Risiko minimieren. Der Mercedes-Star: „Besonders am Start werde ich mein Risiko ein bisschen reduzieren. Jeder Zähler, den ich morgen holen kann, ist wirklich wichtig.“

Rosberg traut dem Frieden nicht

Hatte am Samstag allen Grund zur Freude: Rosberg winkt nach seiner Pole in Ungarn den Fans an der Strecke vor den Toren Budapests

Ganz besonders weil Hamiltons Vormarsch in Ungarn schwieriger werden dürfte als zuletzt beim Deutschland GP. Schuld daran ist die verwinkelte Streckencharakteristik des Hungarorings mit wenigen Überholmöglichkeiten. Nach einem Leck im Benzinsystem, dem Heck in Flammen und dem nötigen Chassiswechsel startet Hamilton aus der Boxengasse. Der Brite selbst schließt eine Aufholjagd wie zuletzt in Hockenheim (von P20 auf Rang drei) kategorisch aus. Er glaubt noch nicht mal an einen Platz in den Top-5. Doch Rosberg will sich nicht in Sicherheit wiegen lassen. „Klar, dass Lewis das jetzt sagt. Aber ich kenne meinen Teamkollegen. Mit diesem Auto und so, wie er aktuell fährt, rechne ich früher oder später mit ihm."

Gemischte Gefühle

Dass der Technikteufel in dieser Saison öfter Hamilton trifft, kann sich Rosberg nicht erklären. „Ich habe diesen Fakt registriert und da in gewisser Weise Glück. Aber es ist natürlich schwierig, denn auf der einen Seite ist das eine Gelgenehit für mich den Vorsprung auszubauen. Die Standfestigkeit gehört eben dazu. Auf der anderen Seite ist es für das Team eine Enttäuschung, weil unsere Performance nicht ideal ist“, beschreibt der Mercedes-Star ehrlich seine gemischte Gefühlslage. Und noch ein weiterer Punkt kommt bei Wettkämpfer Rosberg hinzu: „Mein Euphorie wird gedämpft, wenn ich Lewis nicht im direkten Duell auf der Strecke schlage. Dieses Duell mit ihm ist es, das mich motiviert.“

Laufleistung als Problem?

Ganz entspannt: Während Hamilton die Strecke schon verlassen hatte, guckte Rosberg mit Kumpel Maro Engel noch das Rahmenrennen der GP2

Deshalb hofft der 29-Jährige, dass Mercedes die Haltbarkeit des W05 schnell wieder in den Griff kriegt. „Das Team gibt sowieso Vollgas und macht einen tollen Job. Das muss man auch mal sagen: Wir haben das schnellste Auto und sind in der WM weit vorne. Die Anfälligkeit ist eben noch unsere eine Schwachstelle.“ Eine mögliche Erklärung, so Rosberg: „Ein tragender Faktor könnte sein, dass wir bei vielen Teilen, wie Motor oder Getriebe, mittlerweile in Bereiche hoher Laufleistung kommen. Alles hat zu dieser Phase der Saison eben schon mehr Kilometer drauf und das kann immer für Probleme sorgen.“
Mehr zum Ungarn-Quali: Rosberg schnappt sich Budapest-Pole

Autoren: Frederik Hackbarth, Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Getty Images / BG

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