Michael Schumacher: Bilder

Fan-Aktion für Michael Schumacher In diesem Krankenhaus lag Michael Schumacher Michael Schumacher stürzte bei Skiunglück

Formel 1: Rosberg nach Titel

— 28.11.2016

"Hoffe, Schumi kriegt das mit!"

Nico Rosberg findet nach seinem ersten Titelgewinn auch bewegende Worte zu seinem ehemaligen Teamkollegen Michael Schumacher. 

28. November 2016: Mit Michael Schumacher fing 1994 alles an – seitdem durfte Deutschland schon zwölf WM-Titel in der Formel 1 feiern, nun auch den von Nico Rosberg. Der Mercedes-Star dachte bei seinen ersten WM-Sieg auch an seinen ehemaligen Teamkollegen Michael Schumacher. Rosberg: "Er hat einen Anteil an meinem Titel. Aus dem Duell mit dem Besten aller Zeiten habe ich ganz viel mitgenommen. Ich hoffe, dass er es mitbekommt, dass ich gewonnen habe."

25. November 2016: Felipe Massa fuhr jahrelang an der Seite der ganz Großen: Jacques Villeneuve, Michael Schumacher, Kimi Räikkönen und Fernando Alonso. Zwei Fahrer stechen hervor: An Schumi hat der 35-Jährige gute Erinnerungen, an Alonso weniger.

Massa zu ABMS: „Michael war mein Lehrer. So fühlte er sich auch. Er war immer nett zu mir, fast schon fürsorglich. Er erzählte mir alles. Ich musste noch nicht mal fragen. Fernando war genau das Gegenteil.“

Felipe Massa und Michael Schumacher 2006 bei Ferrari

Mit Michael Schumacher fuhr Massa 2006 bei Ferrari. Es war Schumis letztes Jahr vor seinem ersten Rücktritt. Und für den war auch Massa nicht ganz unverantwortlich. „Als er in Monza 2006 das erste Mal seine Karriere beendete, erzählte er zuerst mir davon“, erinnert er sich. „Einer der Gründe, die er mir nannte, war: ,Ich kann dich nicht mehr schlagen.' Das machte mich extrem traurig und zugleich extrem stolz.“

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16. November 2016: Für viele Schumi-Fans keimte vergangene Woche ein Fünkchen Hoffnung auf, als Ross Brawn von ermutigenden Zeichen im Bezug auf Michael Schumachers Gesundheitszustand sprach. Im Gespräch mit dem "Guardian" rudert Schumis langjähriger Weggefährte nun zurück. Brawn: "Ich wurde so zitiert, dass sich sein Zustand verbessern würde, aber das war nicht so gemeint. Die Familie hält seine Genesung privat. Das will ich respektieren. Ich will nichts über seinen Zustand sagen - außer, dass wir sehr sehr hoffnungsvoll sind, Michael irgendwann in der Zukunft so zu sehen, wie wir ihn kennen."

13. November 2016: „Herzlich willkommen in Michaels Fahrerlager!„ Mit diesen Worten ist am Sonntag die offizielle Facebook-Seite für Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher gestartet. Auf den Tag genau 22 Jahre nach seinem ersten Titelgewinn am 13. November 1994 in Adelaide wurde damit eine neue Plattform für die Fans eröffnet. Zudem gibt es nun auch ein Instagram-Angebot.

Schumacher selbst ist aus der Öffentlichkeit seit seinem schweren Skiunfall Ende 2013 verschwunden. Wie es dem zweifachen Familienvater geht, ist nach wie vor unklar. Der mittlerweile 47-Jährige hatte sich beim Skifahren ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zugezogen, zunächst tagelang in Lebensgefahr geschwebt und monatelang im künstlichen Koma gelegen. Nach seinem langen Krankenhaus-Aufenthalt wurde er in sein Haus in seiner Schweizer Wahlheimat am Genfer See verlegt. Auf der Seite, die am Sonntagnachmittag bereits über 1,2 Millionen „Gefällt mir“-Klicks gezählt hatte, heißt es: „Offizielle Facebook-Seite für die wunderbaren Fans von Michael Schumacher. Das ist das Fahrerlager, in dem sie sich treffen können.“

Auch ehemalige Fahrerkollegen reagierten bereits. „Willkommen in den sozialen Netzwerken, Michael!“, twitterte Nico Rosberg. Schumacher war mit dem gebürtigen Wiesbadener drei Jahre lang bei Mercedes in einem Team (2010 bis 2012) gefahren. Rosberg versah seinen Tweet mit dem Hashtag keepFighting, dazu ein Symbolbild betender Hände.

5. November 2016: Michael Schumachers Mercedes-Comeback hing am seidenen Faden! Wie Ex-Teamchef Ross Brawn im Interview mit der BBC verriet, war der Rekordweltmeister bei seiner Rückkehr in die Formel 1 2010 abhängig von der Entscheidung des damaligen Brawn-GP-Weltmeisters Jenson Button. Brawn erklärt: "Wir wollten zu allererst, dass Jenson bleibt. Die Gespräche mit Michael fingen erst an, als Jenson uns mitteilte, dass er darüber nachdenkt zu wechseln. Dass Mercedes Druck gemacht habe, Michael unter Vertrag zu nehmen, stimmt nicht. Der Platz gehörte Jenson und wir haben mit ihm verhandelt." Nur weil Button zu McLaren wechselte, machte er den Weg für Schumi frei. Brawn: "Es war klar, dass Michael zurückkommen wollte, denn er hatte ja versucht bei Ferrari einzuspringen. Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn bei uns kein Platz frei geworden wäre."

Brawn: Schumi sendet "ermutigende Signale"

3. November 2016: Im Dezember jährt sich Michael Schumachers Skiunfall in den französischen Bergen zum dritten Mal. Seither kämpft der Formel-1-Rekordsieger tapfer gegen seine schweren Kopfverletzung. Aus Respekt vor seiner Privatsphäre lässt seine Managerin Sabine Kehm nur wenige Informationen an die Öffentlichkeit dringen.

Ross Brawn hat sich trotzdem zum Gesundheitszustand von Michael Schumacher geäußert: "Es gibt ermutigende Zeichen und wir alle beten jeden Tag, dass wir mehr davon sehen", sagt er im Interview mit der BBC. "Es ist schwierig für mich, viel zu sagen, ohne die Privatsphäre der Familie zu verletzen. Was ich sagen kann: Es gibt viele Gerüchte und die meisten davon sind falsch. Wir beten und hoffen jeden Tag, dass wir weiterhin Fortschritte und eines Tages einen Michael, der sich von seinen schrecklichen Verletzungen erholt hat, sehen werden."

Ross Brawn hat bei Benetton, Ferrari und Mercedes mit Michael Schumacher zusammengearbeitet – und war an allen sieben WM-Titeln des 47-Jährigen beteiligt. Ihn verbindet ein freundschaftliches Verhältnis zum Rekordchampion. Immer wieder stattet er Schumi auch einen Besuch ab.

Michael Schumacher: Stationen seiner Karriere

Fan-Aktion für Michael Schumacher In diesem Krankenhaus lag Michael Schumacher


Felipe Massa und Michael Schumacher 2006 bei Ferrari

Die größten Erfolge feierten Brawn und Schumacher bei Ferrari – einem Team, das in der Krise steckt. Brawn: "Es braucht nur Stabilisation, gezielte Arbeit und den Versuch, etwas Druck wegzunehmen, der immer auf Ferrari wirkt – von den Medien und den Fans." Deswegen sagt er auch, dass Präsident Sergio Marchionne sich nicht zu stark in das Team einmischen sollte, das wäre auch eines der Erfolgsrezepte in der Ära Brawn unter Luca di Montezemolo gewesen. "Das war das Großartige an ihm: Er war immer interessiert, was los war, aber er hat auch Distanz gehalten, weil er das Vertrauen hatte, dass wir das Richtige tun würden." Dass Technikchef James Allison das Team verlassen habe, sei "eine große Schande" gewesen. Im Fall Michael Schumacher wird indes gerade auch vor Gericht verhandelt. Im Dezember 2015 hatte die "Bunte" getitelt, Michael Schumacher könne drei Jahre nach dem schweren Ski-Unfall in den französischen Alpen wieder gehen, und sprach von einem "Weihnachtswunder". Dies entspricht nach Angaben seiner Anwälte nicht den Tatsachen. Sie verklagten die "Bunte" und forderten eine Geldentschädigung von mindestens 100.000 Euro. Ein Urteil steht noch aus.

Das sagt Brawn über seine Karriere an Schumis Seite

September 2016: Brawn über...

… Schumachers Debüt in Spa

„Damals befanden wir uns bereits in Verhandlungen mit ihm. Bei Benetton waren Tom Walkinshaw und ich gerade dabei das Team neu zu strukturieren. Wir kannten Michael aus der Sportwagen-Szene und hatten deshalb einen Wissensvorsprung gegenüber den anderen Teams. Wir wussten: Ihn wollen wir haben. Für mich war es deshalb keine große Überraschung, dass sich Michael in Spa so gut geschlagen hat."

… Schumachers Anfänge bei Benetton

„Er war damals schon selbstbewusst, hatte keine Angst zu sagen, was ihn bewegte, aber er kritisierte immer auf eine konstruktive Art und Weise – und immer intern. Außerdem hatte er als KFZ-Mechaniker schon früh ein sehr gutes Verständnis fürs Auto. Auf der Strecke hat er sich schnell Respekt verschafft, indem er in Zweikämpfen niemandem Platz gelassen hat. Ganz wichtig dabei: Michael kam nicht in ein Weltmeisterteam, sondern er formte mit uns ein Weltmeisterteam. Als wir 1994 ein Auto hatten, mit dem er um den Titel kämpfen konnte, war er bereit."

… Schumachers Crash mit Damon Hill in Adelaide 1994

„Natürlich war es nicht besonders schön die WM auf diese Art und Weise zu gewinnen. Aber wir hatten es verdient. Wir waren kein Herstellerteam, haben die großen Mannschaften wie Ferrari in dem Jahr aber trotzdem geschlagen. Wir standen extrem unter Druck, weil die Leute nicht verstanden haben, wie wir so stark sein konnten. Michael hat in dem Jahr viel gelernt und sich stark entwickelt. Für ihn war es der erste Titel, aber auch für mich als technischen Direktor. Ein sehr emotionales Rennen."

… den Teamplayer Schumacher

„Das war eine seiner natürlichen Stärken. Er liebte es Teil eines Teams zu sein. Er kannte alle Mechaniker, ihre Frauen und Kinder. Er wusste, dass er nicht alleine die WM gewinnt, sondern nur als Mannschaft. Natürlich musste er auf der Strecke liefern, aber er hat in den drei Jahren einen großen Anteil am Aufbau des Teams gehabt, bevor wir 1994 erstmals die WM gewannen."

… den Wechsel zu Ferrari 1996

"Michael brauchte eine neue Herausforderung und für ihn war das Ferrari. Er musste mir deshalb auch gar nicht erklären, warum er uns verlässt. Damals hatten wir noch nicht darüber gesprochen, dass auch ich mitkomme. Ferrari hatte eine bestehende Teamstruktur und es gab keinen Platz für mich. Im ersten Jahr in Maranello hat Michael dann realisiert, dass uns mehr verband als nur eine Arbeitsbeziehung. Wir konnten uns vertrauen und aufeinander bauen. Und auch ich habe das vermisst, als er zu Ferrari ging. Als die Dinge dort nicht so liefen wie geplant, ergab sich auch für mich die Möglichkeit zum Wechsel."

… seine Zeit mit Schumacher bei Ferrari

„Ferrari ist ein toller Rennstall. Wir hatten Erfolg, weil wir zwei Teststrecken hatten und auch das nötige Budget. Aber allem voran hatten wir diese tolle Truppe. Wir konnten alle aufeinander bauen. Michael war ein ganz wichtiger Bestandteil davon. Er war ein talentierter Fahrer, aber auch ein Teamplayer. Bei uns gab es keine interne Politik. Wenn es ein Problem gab, haben wir darüber geredet. Das hat uns so stark gemacht."

… Schumachers Comeback bei Mercedes

„Michael und ich hatten schon vor seinem Comeback-Versuch mit Ferrari bei einem Bier über eine Rückkehr in die Formel 1 gesprochen. Als Jenson mir also eröffnete, dass er das Team verlassen werde, war das erste, was ich gemeinsam mit Norbert (Haug; d. Red.) tat, Michael aufzusuchen. Es war nicht schwierig ihn vom Comeback zu überzeugen. Er vermisste die Formel 1. Leute wie Michael lieben den Wettbewerb und die Rennen."

… Schumachers zweite Karriere bei Mercedes

„Wir hatten keine Zweifel an seiner Wettbewerbsfähigkeit. Es hat mich frustriert, dass wir ihm niemals das Auto geben konnten, das er verdient hatte. Er hatte nie die Möglichkeit zu zeigen, wozu er wirklich noch in der Lage war. Trotz allem war Michael ein Teil des Prozesses Mercedes zum Weltmeisterteam zu machen. Ich denke nicht, dass er sein Comeback bereut, auch wenn es ihn vielleicht frustriert hat, dass der Erfolg nicht früher kam. Aber vergessen Sie nicht seine Bestzeit im Qualifying von Monaco. Die  hat gezeigt, was er immer nicht leisten konnte."

… Schumacher heute

„Ich bin in Kontakt mit der Familie. Ich habe Michael seit dem Unfall mehrere Male gesehen. Wir beten jeden Tag, dass er Fortschritte macht und sein Leben in Zukunft genießen kann. Das Leben kann grausam sein. Er ist so ein wundervoller Mensch, was ihm passiert ist, ist tragisch."

… Mick Schumacher

„Ich respektiere Corinna sehr für die Entscheidung Mick Rennen fahren zu lassen. Ich würde mich da nie einmischen, konnte aber den ein oder anderen Rat geben. Mick ist konkurrenzfähig und ich glaube auch, dass Corinna das genießt. Es tut also gut zu sehen, das die Familie Dinge gefunden hat, die ihnen gut tun."

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Autor: ABMS

Fotos: Picture-Alliance

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