Hautnah: Rosbergs Titelmomente

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Formel 1: Rosberg-Rücktritt

— 02.12.2016

"Comeback ist ausgeschlossen"

Nico Rosberg stand nach seinem Rücktritt der Presse Rede und Antwort. Einen Rücktritt vom Rücktritt schließt er indes aus.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff zeigte sich vom Entschluss Nico Rosbergs, als amtierender Weltmeister den Helm an den Nagel zu hängen, beeindruckt: „Das hat es in der Art noch nie zuvor gegeben. Es hätte auch nichts gebracht, ihn zu überreden. Nico ist in seinen Entscheidungen klar und deutlich.“

Erst zum vierten Mal tritt ein amtierender Formel-1-Weltmeister ab. Aber Nico Rosberg ist der erste, der das auch freiwillig macht. Mike Hawthorn musste 1958 wegen eines Nierenleidens als Weltmeister aufhören. Nigel Mansell wollte 1992 von Williams zu viel Geld. Alain Prost hätte sich nach seinem letzten Titel 1993 einmal mehr mit Ayrton Senna auseinander setzen müssen, was er nicht wollte.

Bild vergangener Tage: Nico Rosberg im Silberpfeil

Rosberg aber tritt am Höhepunkt ab. „Die ersten Rücktrittsgedanken reiften in Suzuka, als der WM-Titel etwas real Mögliches wurde. Für dieses Ziel, das ich seit ich sechs Jahre alt bin verfolge, habe ich in allen Bereichen, inklusiver meiner Familie, viele Opfer gebracht. Meine Frau Vivian hat es verstanden, dass ich mich erst einmal ausruhen musste, wenn ich nach Hause kam“, beschreibt Rosberg.

Diesem intensiven Wettbewerb will sich Rosberg 2017 nicht mehr stellen. Rosberg: „Ich habe nach der Niederlage letztes Jahr in Austin alles reingesteckt, um mich zurückzukämpfen. Ich habe zum Beispiel einen Mentaltrainer engagiert. Das ist unglaublich intensiv, denn Mentalttaining musst du am Morgen, am Abend, einfach immer betreiben, sonst bringt es nichts. Im Winter bin ich viel Kart gefahren um meine Fähigkeiten zu verbessern, ich war selten zu Hause. Und das sind nur wenige Beispiele.“

Der Rücktritt fiel ihm daher nicht schwer: „Für mich ist es nicht schwierig, weil es sich richtig anfühlt. Das einzige, was wirklich hart ist, ist, dass ich meine Rennfamilie in diese schwierige Situation bringe“, sagt Rosberg. Mercedes muss sich jetzt einen Ersatz suchen. Wolff will sich Zeit lassen: „Wir müssen uns das in Ruhe anschauen. Es wird schwierig werden, jemanden zu finden.“
Nachfolgerfrage: Kommt jetzt Vettel?

Einen Rücktritt vom Rücktritt schließt Rosberg aus: „Definitiv. Ich bin fertig. Die Geschichte ist zu Ende.“ Ob er in einer anderen Rennserie fahren wird? „Man wird es sehen. Jetzt will ich erst einmal Ehemann und Vater sein. Und zwar für eine ganze Weile." Dass er einen anderen Job bei Mercedes, etwa den eines Beraters, einnimmt, schließt er dagegen nicht aus.

Autoren: Bianca Garloff, Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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