Die besten Bilder aus Abu Dhabi

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Formel 1: Rosberg: So lief das mit dem Titel

— 01.12.2016

Go-Kart-Fahren als Erfolgsgeheimnis

Nico Rosberg erklärt warum er 2016 so stark war und es am Ende doch noch richtig knapp wurde. Lewis Hamilton gratuliert unterdessen verspätet zum Titel.

Die Formel 1 sah 2016 den besten Nico Rosberg aller Zeiten. Am Ende wurde seine konstant starke Form mit dem WM-Titel belohnt. Doch was hat der Deutsche getan, um dieses Jahr so viel stärker zu sein als in der Vergangenheit? „Es ist ein Prozess“, sagte Rosberg bei einem Interview im Rahmen der Titelfeierlichkeiten mit Hauptsponsor Petronas in Kuala Lumpur, das Mercedes jetzt veröffentlichte. „Ich kann aber mit Stolz sagen, dass ich aus schweren Situationen immer stärker hervorgehe“, erklärte der 31-Jährige den Grundstein für seinen Erfolg.

Der neue Weltmeister weint, der alte würde es gerne...

Die Titelniederlage 2015 gegen Lewis Hamilton in Austin war so eine schwere Situation. „Danach habe ich (saisonübergreifend; d. Red.) die nächsten sieben Rennen am Stück gewonnen. Das war der Kick-Start, auch zum Erfolg in dieser Saison“, glaubt Rosberg. Der Deutsche: „Ich habe dieses Jahr einfach alles gegeben, was ich habe. Es gab keinen Stein, den ich nicht umgedreht habe, auch in Sachen Einsatz und Entschlossenheit.“ Er habe versucht, „verschiedene Wege zu erkunden, wie ich ein besserer Rennfahrer werden kann“, sagte der frischgebackene Weltmeister.

Das scheint geklappt zu haben. Zu sehr ins Detail gehen wollte Rosberg aber nicht. „Ein paar Erfolgsgeheimnisse würde ich dann doch ganz gerne behalten“, lachte der Mercedes-Star, ehe er doch noch eines verriet: „Ich bin dieses Jahr viel Go-Kart gefahren, was ich die Jahre davor nie gemacht habe. Einfach, weil wir nicht mehr viel fahren. Diese Fähigkeiten zu üben, hat mir sehr geholfen.“ (Das ganze Interview mit Nico Rosberg in englischer Sprache sehen Sie ganz unten im Video.)

Gefragt: Rosberg flog von Malaysia nach Wiesbaden

Doch neben der fahrerischen Stärke war gerade im Schlussspurt 2016 auch die mentale entscheidend. „Vor allem ab Suzuka, als ich 33 Punkte Vorsprung hatte. Ab da klar war, dass es jetzt in meiner Hand liegt, weil mir drei zweite und ein dritter Platz reichen würden. Damit war aber auch der ganze Druck bei mir“, erklärte Rosberg, der während der Saison sowohl das Weltmeister-Wort als auch derlei Rechnenspiele nach außen hin konsequent vermieden hatte.

„Die Chance auf den Titel und darauf, Lewis zu schlagen, wurde damit auf einmal real“, rekapitulierte Rosberg seine Gemütslage im Anschluss an das viertletzte Rennen in Japan. Der Druck habe sich in der Folge gesteigert, ehe er beim Finale in Abu Dhabi ins Unermessliche hochgeschossen sei. „Die Intensität war sehr hoch und hatte sicher auch Einfluss auf die Performance. Selbst im Qualifying war es schon nicht einfach, die Runden zusammenzubringen“, räumte Rosberg ein und fügte hinzu: „Man hat es auch an Lewis gesehen. Er hatte nichts mehr zu verlieren und stand deshalb immer auf Pole.“

Hamilton machte es seinem Rivalen richtig schwer

Für Rosberg steht mit Blick auf die finalen vier Rennen fest: „Das war der beste Lewis, den ich je gesehen habe. Nicht nur, weil er frei war und keine Last mehr auf seinen Schultern hatte. Es war auch der am meisten entschlossene und am härtesten arbeitende Lewis, den ich je gesehen habe.“

Die warmen Worte in Richtung des Teamkollegen gab der Brite übrigens mittlerweile zurück – trotz der eher frostigen Stimmung am Podium in Abu Dhabi nach Hamiltons Blockade-Versuchen im Rennen. Mit drei Tagen Verspätung gratulierte der enttrohnte Weltmeister via Facebook doch noch seinem Nachfolger und poste ein altes Foto von sich und Rosberg dazu:

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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