Formel 1: Galerie - Monaco GP

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Formel 1: Rosberg triumphiert in Monaco

— 25.05.2014

Zweiter Heimsieg in Folge

Nächster Mercedes-Doppelsieg: Nico Rosberg gewinnt in seiner Heimat, Lewis Hamilton fährt im Blindflug zu Platz zwei - Sebastian Vettel früh ausgeschieden.

Nico Rosberg hat zum zweiten Mal in Folge sein Heimrennen in Monte Carlo gewonnen: Der Wahl-Monegasse wiederholte seinen Sieg aus dem Vorjahr in dominanter Manier und ließ sich auch vom teilweise starken Druck durch Teamkollege Lewis Hamilton, der Rosberg den Großteil der 78 Runden im Fürstentum im Nacken hing, nicht aus der Ruhe bringen. Von der Pole-Position aus gestartet, behauptete Rosberg seine Führung am Start vor Hamilton und Sebastian Vettel, der sich an Red-Bull-Teamkollege Daniel Ricciardo vorbeischob. Die Freude beim Weltmeister währte jedoch nur kurz: Bereits nach wenigen Runden musste Vettel mit einem defekten Lager im Antrieb des Turboladers seinen RB10 abstellen.

Rosberg bewahrt die Übersicht

Im Parallelflug durch die Häuserschluchten: Hamilton (hinten) hing Rosberg fast das ganze Rennen über wie ein Schatten im Getriebe

Die Mercedes-Doppelspitze zog derweil weiter von den Verfolgern weg, wurde jedoch mehrmals durch das Ausrücken des Safety-Cars eingebremst. Nachdem bereits in Runde eins ein Dreher von Sergio Perez für eine Neutralisation gesorgt hatte, war nach einem Renndrittel ein heftiger Abflug Adrian Sutils der Auslöser. Mercedes holte anschließend beide Piloten in der gleichen Runde zum ersten und einzigen Reifenwechsel an die Box. Hamilton schimpfte anschließend am Funk, da er gerne einen Umlauf früher gestoppt hätte, um Rosberg über die Strategie abzufangen. Der Deutsche ließ sich im weiteren Rennverlauf jedoch trotz des teilweise knappen Abstands von unter einer halben Sekunde nicht aus der Ruhe bringen. Gut zehn Runden vor dem Ziel musste Hamilton dann endgültig abreißen lassen. Der kuriose Grund: Der Brite hatte etwas im Auge, konnte nur noch vermindert sehen.

Hamilton im Blindflug ins Ziel

Dadurch kam Daniel Ricciardo im Red Bull kurz vor Schluss noch direkt an Hamilton ran, fand aber keinen Weg mehr vorbei am Mercedes-Piloten, der hinter dem jubelndem Rosberg als Zweiter den fünften Mercedes-Doppelsieg in Folge komplettierte. Mit dem Triumph in seinem Wohnzimmer, ergatterte sich Rosberg die WM-Führung zurück, liegt nun vier Punkte vor seinem Stallkollegen. Der Deutsche nach der Zieldurchfahrt: "Heute ist ein sehr spezieller Tag für mich. Mein Auto war fantastisch, aber Lewis ist sehr gut gefahren und hat massiv Druck gemacht - ich bin allerdings cool geblieben und konnte so den Sieg nach Hause bringen." Ein Sonntagsspaziergang sei die rasante Fahrt über seinen alten Schulweg allerdings nicht gewesen. Rosberg verriet: "Ich musste mitten im Rennen auf einmal Sprit sparen, deshalb meine Fahrweise komplett umstellen."

Mercedes-Dominanz ungebrochen

Des einen Freud, des anderen Leid: Während Sieger Rosberg (Mitte) strahlt, macht Teamkollege Hamilton (li.) gute Miene zum bösen Spiel

Der Deutsche: "Das hat meinen Rhythmus kurz gebrochen, aber zum Glück habe ich ihn schnell wiedergefunden. Am Ende hatte ich dann die besseren Reifen und konnte wegfahren." Hamilton, der nach dem vermeintlichen Blockade-Vorfall im Qualifying vom Vortag in der Fürstenloge kein Wort mit Rosberg wechselte, erklärte: "Ein toller Tag für das Team und der nächste Doppelsieg. Ich hatte eine tolle Pace und mein Auto war stark. Monaco ist aber eine schwierige Strecke, besonders was das Überholen betrifft." Einen Seitenhieb auf sein Team konnte er sich wegen der Strategie beim Boxenstopp, mit der Hamilton unzufrieden war, nicht verkneifen. "Man darf hier keine Fehler machen und ich für meinen Teile habe auch keine gemacht." Daniel Ricciardos zweiter dritter Platz in Folge geriet im Schatten des großen Mercedes-Duells etwas zur Nebensache.

Vettel mit viel Frust

Trotzdem freute sich der Australier mit einem breiten Grinsen: "Es ist toll, erstmals in Monaco auf dem Podium zu stehen. Vor allem, da mein Start schlecht war und ich zunächst auf P5 zurückfiel. Die Anderen hatten dann aber auch Probleme..." Dass er Hamilton am Ende fast noch hätte abfangen können, verneinte er: "Der dritte Platz war heute das Beste, was drin war", meinte der Australier. Um diesen hätte gerne auch Stallgefährte Vettel gekämpft. Der Deutsche über sein frühes Aus: "Ich hatte plötzlich keinen Ladedruck mehr und ein Turbo ohne Ladedruck ist eben kein echter Motor. Der Vortrieb war dann weg und damit auch die Leistung." Zwar habe man an der Box noch einen Neustart des Autos versucht, doch auch das habe nichts mehr geholfen, so Vettel, der die anhaltenden Probleme an seinem Boliden als frustrierend bezeichnete.

Großer Jubel bei Marussia

Frühes Aus & viel Frust: Sebastian Vettel wurde in Monaco einmal mehr mit technischen Problemen von seinem RB10 im Stich gelassen

"Es ist immer etwas anderes. Bis jetzt habe ich leider den Großteil der Entwicklung vorangetrieben, was das Ausmerzen von Fehlern betrifft", sagte der Titelverteidiger, der zerknirscht anfügte: "Als Fahrer ist es bitter, wenn man hier als stehendes Hindernis durch die Stadt rollen muss." Positiv sei aber immerhin, dass Ricciardo den anvisierten dritten Platz für das Team nach Hause gebracht habe. Hinter dem Australier auf P3 fuhr Fernando Alonso im Ferrari in Monaco auf den vierten Platz. Nico Hülkenberg wurde beim Saisonhighlight der Formel 1 starker Fünfter, noch vor Jenson Button (McLaren), Felipe Massa (Williams) und Romain Grosjean (Lotus). Riesenjubel gab es auch bei Marussia: Jules Bianchi holte für das Hinterbänklerteam als Neunter senstationell die ersten Punkte der Teamhistorie. Hinter dem Franzosen komplettierte Kevin Magnussen im McLaren die Top-10.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Getty Images

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