Sebastian Vettel

Formel 1: Ross Brawn will keine schnelle Rückkehr

— 03.02.2014

Superhirn macht Pause

Ross Brawn will erst mal pausieren. Das versicherte der frühere Formel-1-Teamchef am Rande einer Angler-Veranstaltung. Der Brite zog damit einen Schlussstrich unter die jüngsten Spekulationen um seine Zukunft.

(dpa) "Superhirn" Ross Brawn hat eine schnelle Rückkehr in die Formel 1 unmissverständlich ausgeschlossen. "Ich ziehe mich zurück – das ist kein Spaß", zitierte die englische Zeitung "The Telegraph" den 59-Jährigen bei einer Angler-Veranstaltung im schottischen Aberdeenshire. "Ich nehme mir ein Jahr, um das Fischen zu genießen, und dann werde ich sehen, was das Leben so bringt. Ich freue mich darauf und habe keine anderen Pläne", bekräftigte der Brite. Nach seinem Abschied als Mercedes-Teamchef zog der passionierte Angler und Rosenzüchter damit einen Schlussstrich unter die jüngsten Spekulationen um seine Zukunft.

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Spekulationen ohne echte Basis

Vor allem McLaren, das von seinem früheren Teamchef Ron Dennis neu aufgestellt und von 2015 an vom japanischen Autohersteller Honda mit Motoren beliefert wird, hatte als potenzieller neuer Arbeitgeber von Brawn gegolten. Doch der Brite plant anders. Brawn, der maßgeblich an den sieben WM-Titeln von Rekordchampion Michael Schumacher bei Benetton und Ferrari beteiligt war, will sich eine Auszeit gönnen. Ob sie solange dauern wird wie nach seinem Abschied bei der Scuderia Ende 2006, kann allerdings nur der Mann aus Manchester abschätzen. Der "Telegraph" jedenfalls bewertete die Ankündigung als dauerhaften Formel-1-Abgang. Nach seiner Ferrari-Zeit hatte Brawn eine Saison pausiert, ehe er 2009 nach einem Jahr als Teamchef das sportlich erfolglose Honda-Team übernahm, eine Lücke im technischen Regelwerk fand und BrawnGP prompt zum Weltmeister machte. Auf solch steinigem Weg hatte wohl auch Dennis auf die Hilfe des Top-Ingenieurs gesetzt.

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"Ich muss eine Pause einlegen"

Nach enttäuschenden Jahren soll der Brite McLaren zu alten Erfolgen führen. Der ehemalige Lotus-Mann Eric Boullier ist schon als neuer Renndirektor engagiert, die Zukunft des bisherigen Teamchefs Martin Whitmarsh ungewiss. Fragezeichen gibt es hingegen erstmal keine bei Brawn. "Worüber sie sich nicht im Klaren waren, als ich hierher eingeladen wurde, war, dass sie einen Knüller haben würden", sagte er in Richtung der Veranstalter am Fluss Dee, "denn die Weltpresse hat versucht herauszubekommen, ob ich mich zurückziehe oder nicht." Wenn man allerdings an zwei Fingern zusammengezählt hätte, "wäre ihnen klar geworden, dass ich mich definitiv zurückziehe." Schon kurz nach seinem Abschied Ende 2013 nach vier Saisons bei den Silberpfeilen hatte der Taktiker am Kommandostand angekündigt, erst einmal eine Auszeit zu nehmen. "Ich muss für eine Weile eine Pause einlegen und sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Ich nehme mir ein paar Monate frei", hatte die englische Zeitung "Mirror" Brawn Anfang Dezember 2013 zitiert. Die Pause könnte länger dauern.

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