Alexander Rossi springt in Belgien für Max Chilton beim Marussia-Rennstall ein

Formel 1: Rossi statt Chilton bei Marussia

— 21.08.2014

Spontanes Formel-1-Debüt

Der US-amerikanische Rennfahrer Alexander Rossi sitzt in Spa-Francorchamps statt Max Chilton im Marussia und gibt damit sein Renndebüt in der F1.



Alexander Rossi steht vor seinem ersten Rennen in der Formel 1. Der US-Amerikaner ersetzt beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps den Marussia-Stammpiloten Max Chilton, der aus "vertraglichen Gründen" nicht am Grand Prix teilnehmen wird. Rossi ist neben Andre Lotterer bereits der zweite Fahrer, der beim Ardennen-Klassiker erstmals ein Formel-1-Rennen bestreiten wird. "Es versteht sich von selbst, dass ich absolut aus dem Häuschen bin", sagt der 22-Jährige. "Ich erhalte die Möglichkeit, zum ersten Mal ein Formel-1-Rennen zu bestreiten. Ich kann Marussia gar nicht genug dafür danken, dass sie so viel Vertrauen in mich setzen. Für mich ist es zweifelsohne ein ganz großer Augenblick. Und innerhalb von kurzer Zeit gibt es eine ganze Menge vorzubereiten."

Vertragliche Probleme bei Chilton

Immerhin: Als Test- und Ersatzfahrer ist Rossi schon seit rund einem Monat mit Marussia unterwegs, nachdem er zuvor zumindest Trainingserfahrung bei Caterham gesammelt hat. Nun folgt der nächste, von ihm lange herbeigesehnte Schritt, wie er sagt: "Ich fühle mich schon seit geraumer Zeit bereit. Und dann erhalte ich diese Chance auch noch auf einer so geschichtsträchtigen und tollen Strecke wie Spa." An dem Ort, an dem auch Michael Schumacher sein Formel-1-Debüt gegeben hat, fährt nun Rossi seinerseits seinen ersten Grand Prix. "Ich kann es kaum erwarten, ab morgen im MR03 zu sitzen. Und ich hoffe, ich kann es dem Team mit einem ordentlichen Wochenende zurückzahlen. Stammfahrer Chilton muss derweil zuschauen. Im Hintergrund, so das Team, gäbe es "vertragliche Probleme" zu lösen.

Rossi bereits mit F1-Erfahrung

Marussia-Teamchef John Booth erklärt: "Wir hatten zwar nicht geplant, Alexander in dieser Saison ein Rennen fahren zu lassen, doch angesichts der Umstände sind wir mehr als erfreut darüber, ihm diese Möglichkeit zu bieten. Natürlich hoffen wir, so bald wie möglich wieder mit unserem Stammpersonal an den Start zu gehen. Doch jetzt wünschen wir Alexander erst einmal alles Gute für das Wochenende." Das Team, so Booth weiter, freue sich darauf, Rossi im MR03 zu erleben. Der US-Amerikaner hat bereits vor einigen Jahren erste Formel-1-Erfahrungen gemacht: Nach dem Sieg im Formel-BMW-Weltfinale fuhr er den F1.09 von BMW-Sauber, womit er sich die Superlizenz sicherte. 2012 stieß er als Testpilot zu Caterham. Zuletzt saß er für das Team im Training in Kanada im Auto, dann wechselte er zu Marussia.

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