Formel 1

Formel 1: Rückstand auf Vettel

— 28.03.2017

Räikkönen zu alt für die neuen Autos?

Kimi Räikkönen blieb beim Australien-GP farblos. Ist der Finne zu alt für die neue Formel 1? Der Weltmeister von 2007 erklärt, was in Melbourne schieflief.

22,6 Sekunden hinter Sieger Sebastian Vettel trudelte Kimi Räikkönen als farbloser Vierter beim Australien-GP ins Ziel ein. Im Qualifying war er schon 0,6 Sekunden hinter seinem Ferrari-Stallgefährten zurück – ein gewaltiger Rückstand. Räikkönen wird am 17. Oktober 38 Jahre alt. Ist er in der neuen, schnelleren Formel 1 mit höheren Fliehkräften zu alt? Italienische Medien spekulieren bereits, dass Räikkönen 2018 von Antonio Giovinazzi ersetzt wird. Er wäre der erste Vollzeit-Italiener bei Ferrari seit 1988!
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Kimi Räikkönen hatte in Melbourne wenig Grund zur Freude

Doch Niki Lauda, Aufsichtsratsvorsitzender des Mercedes-Formel-1-Team und Experte bei RTL, hält das für Blödsinn: „Schau, wie er da sitzt, gemütlich, mit Sonnenbrille auf, er schwitzt nicht einmal.“ Und: Räikkönen drehte im vorletzten Umlauf mit 1:26,538 Minuten auch die schnellste Rennrunde, zeigte da also keine Ansätze physischer Erschöpfung.

Woran liegt es dann? Räikkönen gibt die Reifen als Grund an. Mit den weicheren Ultrasoft-Pneus kam er nicht zurecht, mit der härteren Soft-Bereifung aber sehr wohl. „Die Mischungen unterscheiden sich sehr stark, die Konstruktion ist unterschiedlich, der Grip auch. Das wirkt sich auf die Vorderachse aus. Es sind Kleinigkeiten, aber die können sich enorm auswirken“, erklärt der Weltmeister von 2007.

Aber: „Ich bin zuversichtlich, dass wir das schon beim kommenden Rennen im Griff haben werden. Ich habe bereits gestern nach dem Qualifying einige Dinge verstanden, aber da war es ein bisschen zu spät.“

Letztes Jahr gewann er das Quali-Duell gegen Vettel noch mit 11:10. Lauda warnt jetzt: „Wenn Sebastian mit dem Sieg ein richtiges Momentum kriegt, dann steht das ganze Team hinter ihm, weil er ja auch der mehrmalige Weltmeister ist. Ihn dann noch zu erwischen, wird für Kimi schwer.“

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance; Hersteller

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