Formel 1: Vettel versus Hamilton

Formel 1: Rundenzeitanalyse 2017

Ferrari reduziert Rückstand um halbe Sekunde!

Wegen der neuen Aerodynamik-Regeln wurden alle Teams deutlich schneller als 2016. Doch manche Teams legten mehr zu als andere – und das darf Vettel Hoffnung für 2018 machen.
Obwohl Lewis Hamilton rund doppelt so viele Runden in Führung lag wie Sebastian Vettel (537:286) und ihn auch nach Siegen (9:5) und Polepositions (11:4) klar in den Schatten stellte, war die Saison 2017 wesentlich spannender als die Jahre davor. Kein Zweifel: Ferrari und Sebastian Vettel rückten näher. Im Schnitt startete Vettel sogar auf besseren Positionen als Hamilton (3,3 zu 3,4).
Saison 2017 in Zahlen: Wer hat am meisten überholt?

Kann Vettel 2018 jubeln?

Und auch der durchschnittliche Rundenzeiten-Vergleich zu 2016 belegt das. Alle Teams wurden 2017 deutlich schneller – wegen der neuen Aerodynamik-Regeln. Doch manche Rennställe legten mehr zu als andere. Ferrari reduzierte den Rückstand auf Mercedes um fast sechs Zehntelsekunden. Die Scuderia legte gegenüber 2016 im Schnitt um 2,84 Sekunden zu, Mercedes nur um 2,25 Sekunden. Red Bull liegt mit 2,26 Sekunden knapp vor Mercedes.
Hält der Trend an, darf das allen Vettel-Fans Hoffnung machen. Vor allem: Der Speed von Ferrari hätte schon gereicht, um den Titel zu gewinnen. Nur erwiesen sich Team, Auto und auch das Temperament des Fahrers nicht immer als zuverlässig. Andererseits: Der Mercedes war de facto das deutlich schnellere Auto – wenn die Bedingungen, Reifen und Asphaltmischungen passten.

Formel 1: Vettel versus Hamilton

Der Rundenzeiten-Vergleich zu 2016 bringt noch andere Erkenntnisse hervor: Den größten Sprung machte Renault. Die Franzosen steigerten sich gleich um 3,26 Sekunden – also um mehr als eine Sekunde im Vergleich zu Mercedes! Ansonsten liegen aber nur die Topteams in den Top-4. Das heißt: Das Feld zwischen den besten drei Mannschaften und dem Rest zog sich 2017 noch weiter auseinander.
Das Beispiel Force India belegt das ganz gut: Sie machten nur 1,94 Sekunden im Vergleich zu 2016 gut. Damit liegen sie nur auf Rang acht der Tabelle. Trotzdem wurden sie überlegen Konstrukteurs-Vierter. Weil Force India das Beste aus den Möglichkeiten gemacht und fast nie Punkte hat liegen lassen. Das Auto war sehr zuverlässig. Trotz Punkterekord verpasste Force India aber erstmals seit drei Jahren das Podium.
Am wenigsten hat übrigens Williams dazugewonnen: nur 1,63 Sekunden. Damit liegt das britische Traditionsteam noch hinter Sauber (1,64 Sekunden), die allerdings auch auf den Ferrari-Motor von 2016 setzen mussten. Ihr Gewinn kam nur durch das Auto, der Motor steuerte keine Zeitensteigerung bei.
Der durchschnittliche Rundenzeitgewinn 2016-2017
1. Renault (3,26 Sekunden)
2. Ferrari (2,84)
3. Red-Bull-Renault (2,26)
4. Mercedes (2,25)
5. McLaren-Honda (2,09)
6. Toro-Rosso-Renault (2,08)
7. Haas-Ferrari (2,06)
8. Force-India-Mercedes (1,94)
9. Sauber-Ferrari (1,64)
10. Williams-Mercedes (1,63)

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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