Formel-1-Saison 2009

Toyota TF109 Toyota TF109

Formel-1-Saison 2009

— 15.01.2009

Der TF109 soll für Toyota siegen

Ohne großes Brimborium hat Toyota seinen neuen Boliden für die Formel-1-Saison 2009 der Öffentlichkeit präsentiert – im Internet. Nach Timo Glocks zweitem Platz in Budapest 2008 sollen Siege her.

Das Formel-1-Team von Toyota hat in Köln den TF109 vorgestellt. Die Japaner verzichteten aus Kostengründen auf eine große Show vor der versammelten Fachpresse, wie auch schon am Montag (12. Januar) Ferrari in Mugello. Ebenso wie die rote Göttin der Italiener ist der TF109 in seiner Optik gewöhnungsbedürftig. Die restriktiven Beschränkungen des neuen Formel-1-Reglements lassen aber offensichtlich das Design "schöner" Boliden nicht zu. Vorne breiter und hinten höher, ohne schmückende und formgebende Flügel und Leitbleche im Seitenbereich gleichen sich die Silhouetten des neuen Toyota und des F60 aus Maranello sehr stark. Angetrieben wird der einzige noch verbliebene Japaner im Feld der Formel 1 von einem Aggregat mit der Bezeichnung RVX-09. Der Motor ist allerdings noch nicht mit dem Energie-Rückgewinnungssytem KERS versehen.

Toyota ohne Motorenchef

Zur gleichen Zeit wie der neue traditionell rot-weiße Toyota vorgestellt wurde, gab der Rennstall auch bekannt, dass Motorenchef Luca Marmorini das Team verlassen hat. Seine Arbeit am neuen RVX-09 sei von "unschätzbarem" Wert, hieß es. Dasselbe gelte für KERS. Ab wann Toyota es einsetzen wird, ist indes offen. "Wir müssen abwarten, wie die Entwicklung in den kommenden Tagen und Wochen weiterläuft, und werden dann eine Entscheidung treffen", so Timo Glock, der bislang noch nicht auf den Geschmack des sogenannten "Boost-Buttons" kam, der zusätzliche 82 PS für einige Sekunden freigibt. Was die Kräfteverhältnisse in der kommenden Saison betrifft, hat Glock, dessen Teamkollege erneut der routinierte Italiener Jarno Trulli sein wird, zwei Szenarien im Kopf: "Entweder liegen alle ganz eng beisammen oder es gibt ein, zwei Ausreißer." Er selbst will 2010 um die WM mitkämpfen: Der erste Sieg, der seinem Landsmann Ralf Schumacher in dessen drei Jahren bei den Japanern nicht gelungen war, soll in den kommenden elf Monaten klappen.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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