Prodrive Zentrale

Formel-1-Saison 2010

— 29.05.2009

Fünf neue Teams

Mit Lola, Prodrive, US F1, Campos und Litespeed haben sich fünf neue Teams für die Formel-1-Saison 2010 eingeschrieben. Die Startplätze werden am 12. Juni offiziell vergeben.

Machtpoker hin, Regelstreit her: Die kleinen Teams fahren auf die Formel 1 ab wie noch nie zuvor in der 60-jährigen Geschichte. In Lola, Prodrive, US F1, Campos und Litespeed haben sich jetzt gleich fünf neue Rennställe für die Saison 2010 eingeschrieben. Die Einschreibefrist beim Automobil-Weltverband FIA endete am Freitag (29. Mai). Von den aktuell zehn F1-Teams hatte nur Williams seine Meldung frühzeitig abgegeben. Ferrari, McLaren-Mercedes, BMW-Sauber, Brawn, Red Bull, Toyota, Renault, Force India und Toro Rosso zögerten bis zur letzten Minute mit der Meldung für 2010. Grund war die von der FIA geplante Budgetobergrenze. Nach dem letzten Kompromissvorschlag sollte diese 2010 angeblich 100 Millionen Euro betragen, 2011 dann die von FIA-Präsident Max Mosley ursprünglich geplanten 45 Millionen Euro. Die Entscheidung über die Platzvergabe für die höchstens 13 Teams im kommenden Jahr will die FIA am 12. Juni verkünden.

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Graham Hill im Lola 370T beim Großen Preis von Großbritannien 1974.

"Wir wollen nicht in die Formel 1, um das Starterfeld aufzufüllen", sagte David Richards vom Prodrive-Team. Der Rennstall des Formel-1-erfahrenen Mannes will angeblich eng mit McLaren-Mercedes zusammenarbeiten. Seine Boliden sollen ab 2010 zunächst unter dem Namen Prodrive starten, ab 2012 würde die Mannschaft voraussichtlich als Aston-Martin-Team fahren. Der britische Chassishersteller Lola könnte nach 13 Jahren ein Comeback in der Königsklasse geben. Überraschend kommt die Nennung des bislang nur aus der britischen Formel-3-Meisterschaft bekannten Teams von Litespeed. "Das ist eine aufregende Zeit in der Formel 1, weil sich die technischen und finanziellen Rahmenbedingungen grundlegend ändern", sagte Teamchef Nino Judge. Seine Autos würden in der Formel 1 mit einem Cosworth-Motor antreten.

US F1 – Das amerikanische Dream-Team steht bereit

Die neue amerikanische US-F1-Mannschaft von Ken Anderson und Peter Windsor soll bereits einen Motorenvertrag in der Tasche haben. Zudem will Adrian Campos mit seinem Formel-3-Team in die Königsklasse. Die Neueinsteiger könnten im kommenden Jahr technische Hilfe von den gestandenen Rennställen bekommen.

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