Presseerklärung der FIA zur Formel-1-Saison 2010

Formel 1 Saison 2010

— 15.06.2009

Die FIA schlägt zurück

Der Streit zwischen der FIA und der Herstellervereinigung FOTA um die Budgets in der Formel 1 ab der Saison 2010 nimmt weiter an Schärfe zu. Es gibt Unstimmigkeiten über den Stand der Verhandlungen.

Der Internationale Automobilverband FIA hat im Formel-1-Streit mit der Teamvereinigung FOTA zurückgeschlagen. "Es gibt eindeutig ein Element in der FOTA, das entschlossen ist, jegliche Einigung zu verhindern, ohne Rücksicht auf den Schaden, den dies auf den Sport haben könnte", hieß es in einer FIA-Presseerklärung. Der Verband sei davon ausgegangen, am vergangenen Donnerstag an einem "sehr konstruktiven Meeting" mit FOTA-Vertretern teilgenommen zu haben, bei dem es in weiten Teilen zu Übereinstimmungen gekommen sei. Die FIA sei daher "erstaunt" zu hören, dass FOTA-Mitglieder, die nicht bei dem Treffen in London dabei waren, fälschlicherweise behaupteten, dass nichts geklärt und das Meeting "Zeitverschwendung" gewesen sei.

Bei der kurzfristigen Zusammenkunft von FIA-Chef Max Mosley mit Ross Brawn von BrawnGP, Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali, dessen Red-Bull-Kollege Christian Horner und Toyota-Motorsportpräsident John Howett sowie Simone Perillo von der FOTA sei man übereingekommen, dass die weiteren Maßnahmen zur Kostenreduzierung kurz vor einem Abschluss stünden. Die Finanzexperten von FOTA und FIA sollten zum schnellstmöglichen Zeitpunkt die Details ausarbeiten.

Ferrari und Co sind weiter auf Kollisionskurs

Mit ihrer Mitteilung äußerte sich die FIA erstmals nach der Veröffentlichung der Startliste für 2010 am vergangenen Freitag. Diese hatte den Konflikt noch einmal verschärft. Während die fünf FOTA-Teams McLaren-Mercedes, BMW-Sauber, Renault, Toyota und BrawnGP weiter unter Vorbehalt genannt wurden und bis zu diesen Freitag (19. Juni 2009) Zeit haben, ihre Bedingungen fallen zu lassen, tauchten Ferrari, Red Bull und Toro Rosso gegen deren Willen ohne Einschränkung auf der insgesamt 13 Teams umfassenden Liste auf. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hatte daraufhin am Wochenende die Ausstiegs-Drohung der Scuderia Ferrari noch einmal unmissverständlich bekräftigt. Der italienische Rennstall wird in seiner ablehnenden Haltung von den anderen sieben Teams unterstützt.

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