Ferrari F2012

Formel 1-Saison 2012: Ausblick

— 06.03.2012

Alarm bei Ferrari, Vettel entspannt

Am 18. März 2012 startet die Formel 1 in Melbourne wieder durch. Sind die Teams bereit? Bei Red Bull läuft noch nicht alles nach Plan, aber Vettel bleibt cool. Anders bei Ferrari: Für die "Scuderia" beginnt die Saison zu früh.

(dpa) Allzu viele Sorgen hat Sebastian Vettel trotz des misslungenen Testfinales nicht im Gepäck für die Reise zum Saisonstart in Melbourne (18. März 2012). "Es gibt nicht viele Jahre, in denen Du Dir zehn von zehn Punkten geben kannst, weil es wahrscheinlich ist, dass Du vorsorglich mal unterbrochen oder gestoppt wirst", betonte Vettel. Dass bei ihm und seinem Red Bull am letzten der zwölf Testtage meistens Leerlauf herrschte, bringt den Doppelweltmeister nicht aus der Fassung. "Alles in allem, denke ich, dass wir ziemlich glücklich sein können mit dem, was wir diesmal geschafft haben." Am Montag (5. März) weilte Vettel schon wieder in der Fabrik in England. Kommendes Wochenende macht sich der Deutsche auf den Weg nach Melbourne. Bis dahin und auch dort ist weiteres Training für Körper und Geist angesagt: Am Auto kann er nicht mehr viel machen. Die Rennwagen werden ebenfalls Ende der Woche nach Australien geflogen. Großartige Veränderungen sind kaum drin – selbst bei denen, die es nötig hätten.

Schön geht anders: Vorstellung Ferrari F2012

Zum Beispiel bei Ferrari. "Im Rennen um das Podium in Melbourne? Derzeit würde ich Nein sagen", bekräftigte Technikchef Pat Fry auf der Internetseite der Scuderia. "Wir haben eine Menge Arbeit vor uns." Derartige Misstöne sind von den Top-Teams kurz vor dem WM-Start nur aus Maranello zu vernehmen. Wohl auch ob der angespannten eigenen Situation deutete Fry an, dass es wegen Red Bull möglicherweise noch zu einem Streit in Sachen Regelauslegung kommen könnte. "Das ist eine Frage für Charlie Whiting", meinte Fry unter Verweis auf den Renndirektor des Automobil-Weltverbandes und die neue Auspuffvariante am Red Bull RB8 von Vettel und dessen australischem Teamkollegen Mark Webber.

Reb Bull RB8: Vettels neuer Renner

Ob Red Bull 2012 wieder so das Maß der Dinge sein wird wie im Vorjahr, wird bezweifelt. Die Konkurrenz hat nach den bisherigen Eindrücken Boden gut gemacht. Und das Upgrade für den RB8 war nicht auf Anhieb der absolute Volltreffer, nachdem Vettel wegen eines Getriebeproblems nur 23 Runden auf dem Circuit de Catalunya hatte drehen können. Für Starpilot Vettel beginnt auf jeden Fall so langsam der Countdown für die Hattrick-Mission. Während seine Landsleute Michael Schumacher und Nico Rosberg die Reise nach Down Under bereits Mitte der Woche antreten, steht für Vettel noch eine Medienveranstaltung auf dem Programm. Dann heißt es Koffer packen für das erste Rennen auf dem Weg zum angestrebten dritten Titel in Folge.

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