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Formel 1: Sauber wechselt Motorhersteller

— 30.04.2017

Sauber ab 2018 mit Honda

Honda kann ab 2018 mit vier statt nur zwei Autos die Weiterentwicklung des Motors vorantreiben. Nach McLaren schließt sich auch Sauber den Japanern an.

Jetzt ist es fix: Sauber wechselt in der kommenden Saison von Ferrari zu Honda-Motoren. Das gaben beide Parteien heute bekannt. Damit wird man nach dem Honda-Werksteam McLaren damit die zweite Mannschaft mit Honda-Motoren sein und nach ABMS-Informationen ebenfalls mehr als nur Kundenstatus erlangen. Sauber spricht in seiner Pressemitteilung entsprechend von einer "technologischen Partnerschaft" und betont: "Diese umfangreiche strategische und technologische Neuausrichtung schafft für das Team eine neue Basis."

Nach McLaren setzt auch Sauber künftig auf Honda

„Für das Sauber F1 Team ist es eine grosse Ehre, in den kommenden Jahren mit Honda zusammenarbeiten zu können", sagt Teamchefin Monisha Kaltenborn. "Unsere Neuausrichtung des Teams wird damit nicht nur durch den Besitzerwechsel offensichtlich, sondern auch durch die neue technologische Partnerschaft mit Honda. Damit können wir in der neuen Motoren-Ära der Formel 1 einen weiteren Meilenstein setzen, den wir mit grosser Begeisterung erwarten und der uns sicherlich neue Möglichkeiten eröffnen wird." Kaltenborn weiter: "Dieser Partnerschaft mit Honda blicken wir mit sehr viel Freude entgegen, weil sie uns für die Zukunft auf einen erfolgreichen Kurs bringen wird – sowohl aus strategischer wie auch aus technologischer Hinsicht."

Der Deal wurde an diesem Wochenende in Sotschi unter Dach und Fach gebracht, nachdem die Verhandlungen schon seit dem Vorjahr liefen. Zwischenzeitlich hatte Sauber auch Mercedes-Triebwerke in Betracht gezogen. Obwohl das Honda-Aggregat nach wie vor schwächelt, glaubt man bei Sauber aber an die künftige Stärke der Antriebseinheiten aus Japan. Vor allem aber dürfte der Deal die Zukunft des Teams weiter gefestigt haben.

Sauber fuhr seit 2010 mit Ferrari-Aggregaten, nachdem BMW sich Ende 2009 aus dem Team zurückgezogen hatte.

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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