Die besten Bilder aus Singapur

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Formel 1: Schock in Singapur

— 18.09.2016

Streckenposten fast überfahren

Letztes Jahr ein Betrunkener, am Samstag ein Waran, im Rennen dann ein Streckenposten. In Singapur sind nicht nur die Formel-1-Autos auf der Strecke.

Immer wieder Singapur! Die Liste der ungebetenen Gäste auf dem Stadtkurs reißt einfach nicht ab. Vor allem Nico Rosberg rutschte das Herz am Sonntag kurz in die Hose. Nach dem Startcrash von Landsmann Nico Hülkenberg war umgehend das Safety-Car ausgerückt. Wenige Runden später wurde es unerwartet schnell wieder reingerufen.
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Der Marshall rennt davon, hinten kommt Rosberg an

Für einen Streckenposten kam das zu überraschend, der Mann spazierte noch über die Start-Ziel-Geraden und fing erst zu laufen an, als bereits die Führenden angerast kamen. Er konnte sich im letzten Moment unverletzt hinter die Absperrungen retten.

„Keine schöne Erfahrung, jemanden über die Strecke rennen zu sehen, wenn ich mit 300 Sachen ankomme“, sagte Rosberg nach dem Rennen zu dem Vorfall. „Ich habe sichergestellt, dass ich da sicher vorbeikomme, habe dabei aber bestimmt etwas Zeit verloren“, so der Mercedes-Pilot. „Es war ein haariger Moment, weil ich nicht sicher war, ob er uns kommen sieht...“
Mercedes mit Bremsproblemen: Sekunden entscheiden Strategie-Krimi

Mit Vollgas rasen die Boliden an dem Mann vorbei

AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr nach dem Rennen aus FIA-Kreisen: Der Marshall wurde von seinem direkten Chef auf die Strecke geschickt, obwohl die Rennleitung dreimal gefragt hatte, ob die Strecke frei ist! Der Name des Verantwortlichen wurde nicht herausgegeben, um denjenigen zu schützen – hinter den Kulissen dürfte es nach der gefährlichen Aktion nun aber mächtig krachen.

In Singapur ist das Thema besonders sensibel, weil es bereits vergangenes Jahr zu einem ähnlichen Vorfall gekommen war. Damals spazierte eine betrunkener Zuschauer über den Kurs, musste für sein Vergehen im strengen Stadtstaat später sogar eine sechsmonatige Haftstrafe absitzen.

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„Der Typ letztes Jahr war wenigstens besoffen“, kommentierte Mercedes-Sportchef Toto Wolff den Vorfall mit einem Lacher. „Der Streckenposten hatte kein gutes Timing, das war natürlich sehr gefährlich“, so Wolff, der aber auch Verständnis zeigte: „Allgemein haben wir die Rennleitung gebeten, die Rennen schneller wieder freizugeben. Das ist hier passiert.“ Nur etwas zu schnell...

Ein Waran stattete der F1 am Samstag einen Besuch ab

Kurios: Bereits am Samstag im Training hatte es einen ungebetenen Gast auf der Strecke gegeben. Allerdings kein Mensch sondern ein Waran! Die riesige Echse überquerte die Strecke als Max Verstappen in seinem Red Bull angerast kam. Der Holländer traute seinen Augen nicht, konnte wenig später aber schon wieder lachen als ihn sein Ingenieur am Funk veräppelte: „Wow, Max: Auge in Auge mit Godzilla!“

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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