Jenson Button und Ehefrau Jessica Michibata: Wurden sie mit Gas betäubt?

Formel 1: Schock-Sommer für Button

— 11.08.2015

Erst betäubt, dann den Job los?

Jenson Button erlebt eine Horror-Sommerpause: Erst wird er im Urlaub betäubt und ausgeraubt, nun gibt es Gerüchte über sein Aus bei McLaren.

So hatte sich Jenson Button seine Sommerpause ganz sicher nicht vorgestellt. Statt ein paar Tagen Ruhe zwischen den Rennen in Ungarn und Belgien, häufen sich derzeit die negativen Schlagzeilen um den Formel-1-Weltmeister von 2009 - und das zum Teil in bizarrem Ausmaß. Beim Urlaub im südfranzösischen Nobelort St. Tropez wurde Button, gemeinsam mit seiner Ehefrau Jessica und drei weiteren Freunden, ausgeraubt. Diebe drangen in die von Button angemietete Ferienvilla ein und erbeuteten Gegenstände im Wert von umgerechnet rund 428 000 Euro, darunter auch Jessica Buttons Verlobungsring für 356 000 Euro.

Polizei zweifelt an Gas-Theorie

Formel-1-Star Jenson Button und seine Ehefrau Jessica wurden im Urlaub in St. Tropez ausgeraubt

„Während alle Beteiligten unverletzt sind, ist es wenig überraschend, dass alle von den Ereignissen erschüttert sind”, hieß es später in einer Mitteilung auf Buttons Facebook-Seite. Denn der Formel-1-Pilot und seine Freunde waren zum Tatzeitpunkt auch in der Villa, schliefen aber allesamt. Button ist allerdings davon überzeugt, dass die Diebe Betäubungsgas durch die Klimaanlage in das Haus geleitet haben. Erst am nächsten Morgen realisierten die Betroffenen das Geschehene. Der Brite, der schon 2010 in Sao Paulo nur knapp einem bewaffneten Überfall auf dem Weg zur Strecke entkommen konnte, erklärte, dass auch die Ermittler angedeutet hätten, dass es ein wachsendes Problem in der Region sei und Einbrecher Gas in Häuser leiten bevor sie eindringen. So war der ehemalige französische Fußballstar Patrick Vieira 2006 in Cannes mit Frau und Tochter Opfer eines ähnlichen Verbrechens geworden.

Die Polizei vor Ort äußerte wenig später allerdings erste Zweifel an der Theorie des Rennfahrers. "Unseres Wissens nach hat es in Saint-Tropez nie einen Einbruch gegeben, bei dem Gas benutzt wurde, um die Opfer auszuschalten", meinte der stellvertretende Staatsanwalt der Stadt Draguignan, Philippe Guemas, gegenüber dem Radiosender 'Europe1'. Nun wollen die Ermittler abwarten, ob eine Blutprobe, die man bei Button genommen hatte, die Gas-Theorie bestätigt. Laut dem stellvertretenden Staatsanwalt sei dies eine "Vermutung von Jenson Buttons Gefolgschaft, da sich der Fahrer am folgenden Tag nicht gut fühlte". Kaum für Besserung gesorgt haben, dürfte anschließed auch die Meldung, dass Button bereits beim nächsten Rennen in Spa sein Cockpit bei McLaren-Honda räumen müsse.

Gerüchte über Ablösung durch Vandoorne

In der Formel 1 läuft es für Button und McLaren-Honda 2015 nicht rund: Wird der Brite nun abgelöst?

So kamen Gerüchte auf, Buttons Team wolle bei dessen Heimrennen lieber Nachwuchsmann Stoffel Vandoorne eine erste Bewährungschance in der Formel 1 geben. Der Belgier dominiert derzeit die Nachwuchsserie GP2 wie schon lange kein Pilot mehr, gilt als großes Talent und zählt schon länger zum Junioren-Kader von McLaren. Ein Sprecher des Teams dementierte die Spekulationen um eine Button-Ablösung aber wenig später. "Diese Information ist falsch. Von uns gibt es vor und in Spa keine Fahrerbekanntgabe." Aktuell diskutiere man lediglich das Fahreraufgebot für 2016, eine Verkündung erfolge aber erst, "wenn es angemessen ist", so der Sprecher. Ob diese halbherzige Job-Garantie allerdings dafür sorgen kann, dass Button in ohnehin schon schwiergen Zeiten endlich wieder beruhigt schlafen kann, ist mehr als zweifelhaft.

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