Formel 1: Schumi-Comeback — 05.07.2009
Erster Test
In drei Wochen feiert Michael Schumacher sein Comeback. Bereits jetzt fährt er wieder in einem Formel-1-Ferrari im italienischen Mugello. Doch dadurch droht schon mächtig Ärger mit der FIA.
Schlupfloch alter Rennwagen
Das Schlupfloch heißt F1 Clienti. Diese spezielle Abteilung von Ferrari kümmert sich ausschließlich um die Restaurierung und Betreuung historischer Ferrari-Rennwagen. Schumacher fährt in Mugello einen F1-Ferrari Baujahr 2007. Damit ist das F1-Team von Ferrari aus dem Schneider. Inzwischen hat Ferrari-F1-Teammanager Massimo Rivola bei allen restlichen Formel-1-Teamchefs angefragt, ob sie mit einem Test von Michael Schumacher im aktuellen Modell F60 einverstanden wären. Nur wenn alle Teamchefs dem zustimmen, könnte Schumi möglicherweise schon vor dem Grand Prix von Europa sein neues Einsatzauto ausprobieren. Nicht zuletzt auch wegen der für Schumi völlig neuen Komponente KERS wäre das extrem wichtig. Einige Teams haben ihre Zustimmung bereits signalisiert. Lediglich Red Bull, Williams und Force India zieren sich noch.
Verstößt Schumi-Test gegen FIA-Regeln?
Simulator-Fahrt bereits gelaufen
Michael Schumacher hat sich am 30. Juli 2009 in Maranello im Simulator auf seinen ersten echten Test vorbereitet. In stundenlangen Sitzungen mit den Ingenieuren hat er sich mit allen notwendigen technischen Daten vertraut gemacht. Der siebenmalige F1-Weltmeister kam am 31. Juli um 9:30 Uhr mit dem Hubschrauber in Mugello an. Die hügelige Rennstrecke in der Toskana gilt landschaftlich als die vielleicht schönste der Welt. Ein guter Platz, um zu arbeiten. Und das soll Schumi in aller Ruhe tun können. Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen. Journalisten wird der Zutritt zur Strecke verwehrt, Fotografen mit einem Sichtschutz das Leben schwer gemacht. Wohl dem, der eine Leiter im Handgepäck hat.Insgesamt absolvierte Michael Schumacher bei seinem ersten echten F1-Test nach über einem halben Jahr mehr als 60 Runden. Das sind rund 315 Kilometer, mithin mehr als die ihm bevorstehende Renndistanz in Valencia (308,883 Kilometer). Eine von uns handgestoppte Zeit einer willkürlich ausgewählten Runde: 1.24,5 Minuten. Noch ein gutes Stück weg vom inoffiziellen Rundenrekord aus dem Jahr 2004 (1.18,704 Min.). Wichtigste Erkenntnis für Schumi nach dem ersten Tag: Die Verletzung nach seinem Motorrad-Unfall bereitet ihm offensichtlich keine Probleme mehr.
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Kommentare zum Artikel (2)
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Schummel-Schumi is back.... *seufz*
Na hoffentlich wird "Schumi" nicht für das nächste Rennen gesperrt ...