Die besten Bilder aus Monza

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Formel 1: Schweres Ferrari-Heimspiel

— 03.09.2016

Vettel sucht die Flucht nach vorn

Formel 1 in Monza: Ferrari immerhin zweite Kraft beim Heimspiel, aber auch Welten hinter Mercedes: Im Rennen droht ein Stopp mehr als die Silberpfeile.

Die gute Nachricht für Sebastian Vettel zuerst: Sein finnischer Trainer Antti Kontsas fasste sich nach dem Qualifying zum Formel-1-Grand-Prix von Italien an die Nase und sagte dem AUTO BILD MOTORSPORT-Reporter: "Ich rieche den Sieg morgen. Wie er auch immer zustande kommt, ich fühle, dass es dieses Wunder geben wird."
So lief das Qualifying in Monza: Mercedes demütigt die Konkurrenz

Die Lücke zu Mercedes bereitet Vettel kopfzerbrechen

In der Tat: Es bedarf schon eines kleinen Wunders, damit Kontsas Recht behält. Denn nur wenn beide Mercedes Probleme haben, können Sebastian Vettel und sein Ferrari-Team das Heimrennen der Scuderia im "heiligen Tempel" Monza gewinnen. Zu groß war der Rückstand, den Vettel als Dritter hinter den beiden Mercedes-Piloten im Qualifying hatte. Über drei Zehntel fehlten dem Deutschen auf seinen Landsmann Nico Rosberg im entscheidenden Q3, acht Zehntel gar auf Pole-Mann Hamilton. Zuviel, das bestätigte Vettel auch selbst: "Nach dem Qualifying ist klar, dass wir morgen nicht als Favoriten ins Rennen gehen werden. Mercedes ist zu stark im Moment, aber wenn wir hier direkt ihnen liegen, ist das schon positiv."

Dass nach vorne nicht viel geht, dafür wird am Sonntag wohl auch die Reifenwahl sorgen: Denn Ferrari und die übrigen Silberpfeil-Verfolger starten mit den superweichen Reifen. Mercedes hatte als einziges Team in Q2 genügend Speed-Reserven, auch auf der härteren Soft-Variante locker in die nächste Runde zu kommen - und damit folglich morgen ins Rennen zu starten.

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Vorteil: "Die halten wesentlich länger", erklärt Mercedes-Titelanwärter Nico Rosberg, "obwohl der Verschleiß hier längst nicht so groß ist wie noch in Spa vor einer Woche, wird es schwierig werden, mit den Supersoft problemlos eine gewisse Anzahl von Runden zu fahren." Deshalb vermuten die Mercedes-Strategen hinter vorgehaltener Hand: Während beide Silberpfeile mit einer Einstopp-Variante das Rennen angehen, sucht Ferrari die Flucht nach vorn und wird zwei Stopps einlegen.

Mit Platz drei auch im Rennen wäre Vettel zufrieden

Bedingung, dass diese aggressivere Strategie zumindest den erhofften Podiumsplatz bringt, ist ein guter Start. Das weiß auch Vettel: "Die Supersoft sind da ein Vorteil. Vielleicht kann ich einen Mercedes bis zur ersten Kurve überholen oder sogar beide." Gelingt das nicht, muss Ferrari früh im Rennen den Blick nach hinten richten, um nicht von Red Bull, Williams oder Force India übertrumpft zu werden.

Vom reinen Speed her machen sich Rosberg und Hamilton an der Spitze ohnehin keine Sorgen. Im Gegenteil: Rosberg war eher entäuscht vom Rückstand Ferraris im Qualifying, den er nicht so groß erwartet hatte: "Nachdem sie ihre letzten Entwicklungtoken für Monza verbraucht haben, hätte ich doch gedacht, dass sie näher dran sind."

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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