Die besten Bilder aus Sepang

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Formel 1: Sebastian Vettel im Interview

— 01.10.2017

"Wir sind schneller als Mercedes"

Sebastian Vettel wird Vierter in Sepang: Im Interview spricht er über die Überrundung von Fernando Alonso und die Blockade durch Valtteri Bottas.

Herr Vettel, was war da los in der Auslaufrunde mit Lance Stroll?

Sebastian Vettel: Wir fuhren beide langsam, er wollte Gummi aufsammeln, muss aber schauen, wo andere Leute um ihn herum sind. Das war unnötig.

Im Rennen sind Sie geflogen, bis Sie auf Ricciardo aufgelaufen sind. War sein Verteidigungsmanöver fair?

Ich habe hart gepusht, um ihn zu erreichen. Wir wussten aber schon, dass es ein Risiko sein würde. Die Reifen sind dann am Ende tatsächlich eingebrochen. Das lag auch daran, dass ich beim Überrunden schon etwas den Kontakt zu Daniel verloren hatte.

Und das Manöver von Ricciardo?

Vettel arbeitete sich früh im Rennen durchs Feld

Der letzte Move nach innen war unnötig. Da konnte ich ihm gerade so noch ausweichen. Aber es ist okay, wir tun in solchen Momenten, was wir tun müssen.

Sind sie optimistisch fürs nächste Rennen, können Sie die Mercedes da schlagen?

Zweimal ja! Ich glaube, wir sind schneller als Mercedes. Schade, dass Kimi das Rennen nicht starten konnte. Es war ein schwieriges Wochenende. Trotzdem ist unser Speed vielversprechend.

Könnten die Schwierigkeiten mit dem Motor noch zum Problem werden?

Ich hoffe nicht! Dieses Wochenende hatten wir nicht alles unter Kontrolle. Wir müssen nun verstehen warum. Gleichzeitig erinnere ich daran, dass wir dieses Jahr sehr zuverlässig unterwegs waren. Deshalb mache ich mir keine zu großen Sorgen.

Sie haben sich während des Rennens über Fernando Alonso beschwert, der Sie beim Überrunden aufgehalten hatte.

Vor allem Bottas und Alonso wehrten sich ordentlich

Ja, hinter ihm kamen zwei Autos, die innerhalb einer Sekunde fuhren, und er hat sich entschieden sich in die Mitte zu setzen. Als er Ferrari verließ, sagte er mal, er würde immer Ferrari-Fan bleiben. So hat er sich heute nicht verhalten (lacht).

Hätte es Sinn für Sie gemacht, länger auf den härteren Reifen draußen zu bleiben?

(lacht) Es war ja klar, was Mercedes da versucht hat. Sie haben Valtteri (Bottas; d. Red.) als Straßenblockade draußen gelassen. Ich wäre vielleicht sogar an ihm vorbei gekommen, aber dann hätte er den Undercut probiert und wäre vielleicht wieder vor mir gelandet. War schon okay so. Platz vier war das Beste, was wir heute rausholen konnten.

Könnte es sein, dass der Crash mit Stroll Ihr Getriebe beschädigt hat?

Das kann sein, wir checken das jetzt. Aber bin sicher, wir finden einen Weg. Es ist ja offensichtlich nicht mein Fehler, wenn jemand mein Auto trifft.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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