Formel 1

Formel 1: Sebastian Vettels Wutanfall

— 10.11.2016

Vettel bedauert Funk-Ausraster

Zwei Wochen nach seiner Schimpftirade zeigt sich Sebastian Vettel reumütig. Vor dem Brasilien GP hat er sich erneut für seinen Funk-Ausraster entschuldigt.

„Stellt Euch vor, Ihr sterbt für Süßigkeiten. Eure Mutter sagt, Ihr könnt Süßigkeiten haben. Dann bekommt Ihr sie aber doch nicht. Wie würdet Ihr reagieren?" Sebastian Vettels Vergleich von Bonbons mit einem möglichen Platz drei im GP Mexiko hätte treffender nicht sein können. Denn der Erklärung für seinen Ausraster am Funk folgte die öffentliche Entschuldigung für seinen Ausraster gegen Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting. „Es tut mir leid, was ich gesagt habe“, so der viermalige Weltmeister am Donnerstag bei der offiziellen Pressekonferenz zum Großen Preis von Brasilien. „Ich war nicht besonders glücklich zu dem Zeitpunkt. Ich bedaure, was ich gesagt habe.“

Sebastian Vettel will in Zukunft ruhiger bleiben

Vettel hatte Whiting ausrichten lassen „Fuck off“, nachdem der Rennleiter Max Verstappen nach dessen Abkürzungsmanöver im Duell mit dem Deutschen nicht sofort bestraft hatte. Vettel war später unter anderem von FIA-Präsident Jean Todt kritisiert worden, weil seine Flüche für jüngere Zuschauer ein schlechtes Vorbild seien.

„Wenn es schlecht ist für jüngere Zuschauer, sollte man es nicht übertragen“, schlug nun ausgerechnet Red-Bull-Pilot Max Verstappen vor. Whiting, der ebenfalls an der Pressekonferenz teilnahm, sieht die Situation locker. „Es geschah in der Hitze des Gefechts, und Sebastian ist direkt nach dem Rennen zu mir gekommen und hat sich entschuldigt.“ 

Vettel gelobte, er werde in Zukunft ruhiger sein. Es stelle sich aber die Frage „ob man das alles so senden muss. Einerseits will man, dass die Fans mitbekommen, was die Fahrer denken, andererseits schießt man manchmal übers Ziel hinaus. Im Fußball wird auch nicht jede Unterhaltung zwischen Trainer und Spielern übertragen.“ 

Mit Ferrari verfolgt der Deutsche weiterhin hohe Ziele

Indes hat auch Ex-Ferrari-Technikchef Ross Brawn hat Vettel in einem Interview mit der BBC verteidigt: „Er hat wenigstens Leidenschaft gezeigt. Das kann man nicht kritisieren. Das ist besser, als wenn jemand denkt: das interessiert mich, ich fahre hier weiter meine Runden.“ Brawn weiter: „Ich habe früher auch einige pikante Funksprüche gehört, nur wurden diese nicht übertragen.“

Für Vettel zählt nun wieder allein der Sport. Und da bleibt der Ferrari-Star Berufs-Optimist: „Ich kann mit Ferrari Weltmeister werden“, glaubt der Heppenheimer trotz einer Saison voller Pleiten, Pech und Pannen. „Wir wachsen als Team immer noch zusammen, es gab in den letzten Jahren viele Veränderungen zum Besseren. Deshalb sollte man uns noch etwas Zeit geben. Allerdings sind wir die Ersten, die nicht akzeptieren, dass wir diese Zeit brauchen.“

In Brasilien will der Deutsche den Positivtrend aus Mexiko fortsetzen: „Wir, die wir nicht um die WM-Kämpfen, wollen hier gewinnen“, so Vettels Kampfansage in Richtung der Mercedes-Stars Hamilton und Rosberg.



Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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