Formel 1

Formel 1: Sergio Pérez

— 27.10.2016

Hoffentlich wird er Vettel-Teamkollege

Sergio Pérez hat 111 Grand Prix absolviert. Der 112. wird sein Heimrennen. Dort herrscht eine grenzenlose Formel-1-Begeisterung. Goldene Zukunft für Pérez?

Die Organisatoren des Mexiko-GP haben für das Formel-1-Rennen am Sonntag (20 Uhr, RTL/Sky) die Tribünen nochmal aufgestockt. 350.000 Fans passen jetzt in die Anlage mit der spektakulären Durchfahrt durch ein Baseballstadion. Es wird erwartet, dass jeder Platz restlos besetzt sein wird.

Mit anderen Worten: In Mexiko boomt die Formel 1. Das ist nicht überall so. In vielen Ländern ist das Interesse rückläufig. Die Begeisterung im mittelamerikanischen Staat hat auch mit Sergio Pérez zu tun.
Pérez ist erst 26 Jahre alt, aber längst schon ein Formel-1-Routinier: 111 Grand Prix, sieben Podestplätze, 350 Punkte. Ist das die perfekte Qualifikation um 2018 Sebastian Vettels Teamkollege bei Ferrari zu werden? Nicht nur wegen den zahlreichen mexikanischen Rennfans ist das nur zu hoffen.

Sergio Pérez hat gut lachen: Er ist derzeit in Topform

Pérez hätte den Aufstieg verdient. Er ist jetzt wieder da, wo er schon 2012 mal war. Best of the rest hinter den Topteams. Unvergessen wie er 2012 in Malaysia im Sauber-Ferrari beinahe Fernando Alonso niederrang. Er wurde am Ende Zweiter, genau wie in Italien. Pérez war der Reifenflüsterer und Favoritenschreck. Die Topteams standen Schlange: Ferrari hatte ihn schon ins Förderprogramm aufgenommen, aber ihm erst für 2014 einen Stammsitz angeboten. McLaren war schneller.

Aber auch furchtbar langsam – auf der Strecke. Die sportliche Krise des Teams, die bis heute nicht überwunden ist, kannte zunächst nur Pérez als Bauernopfer. Nach einem Jahr war wieder Schluss – und Pérez stand quasi vor dem GP-Aus. „Die Zeit nach McLaren war hart. Es war schwierig, diesen Rückschlag wegzustecken und mich davon mental wieder zu erholen“, erinnert er sich ungern an diese Zeit zurück.

Force India fing ihn auf. Und dort fand Pérez zur alten Stärke zurück. Er war immer da, wenn es was zu Holen gab. Drei Mal schon stand er für das finanzschwache Team auf dem Podium. Jetzt ist Pérez überdies noch konstant geworden. Nico Hülkenberg hat er 2016 besiegt. Genau wie der Deutsche hatte auch Pérez ein Angebot von Renault, aber Pérez lehnte ab. Weil er 2018 zu Ferrari will.

Die Chancen sind als Ex-Junior trotz seiner Entscheidung pro McLaren 2013 nicht verbaut. Seinem Förderer Carlos Slim – übrigens der reichste Mann der Welt – werden exzellente Kontakte zu Ferrari nachgesagt. Nach wie vor. Pérez hätte den Aufstieg ins Traditionsteam mehr als verdient. Und eine leichte Aufgabe für Sebastian Vettel wäre Pérez nicht… (Michael Zeitler)
Die Brüder Rodriguez: Mexikos tragische Rennhelden

Autor: ABMS

Fotos: Hersteller; Getty Images

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