Formel 1: SLS AMG Safety Car

SLS AMG Safety Car SLS AMG Safety Car

Formel 1: SLS AMG Safety Car

— 08.04.2010

Im SLS AMG Safety Car ganz vorn dabei

Wenn Bernd Mayländer in der Formel 1 zum Einsatz kommt, liegt er immer in Führung. Der Ex-DTM-Pilot steuert das Safety Car der Königsklasse, einen 571 PS starken Mercedes SLS AMG.

Wenn Bernd Mayländer (38) von seinem neuen Dienstwagen spricht, gerät er regelrecht ins Schwärmen. "Für mich ist dieses Auto der absolute Traum". Und das will was heißen. Immerhin hat er früher als Werksfahrer für Mercedes unter anderem in der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (1995/96) und deren Nachfolgeserie Tourenwagen Master (2000 – 2004) sowie der FIA GT (1997) schon einige Traumautos bewegt. Seit dem Jahr 2000 ist der Schwabe offizieller Safety Car-Fahrer der Formel 1. Er bremst das Feld ein, wenn ein havariertes Fahrzeug geborgen werden muss. Er gibt den "Vorfahrer", wenn bei heftigem Regen zuviel Wasser auf der Strecke schnelles Fahren im Renntempo unmöglich macht. Kurz: Wenn er fährt, fährt er immer vorn, der Sicherheit wegen.

Überblick: Alle News und Infos zum Mercedes SLS AMG

AUTO BILD MOTORSPORT-Reporterin Bianca Garloff lässt sich von Bernd Mayländer das Formel 1-Safety Car erklären.

Dabei ist er in diesem Jahr allerdings noch schneller unterwegs als zuletzt. Beflügelt sozusagen, denn sein alter SL 63 AMG (6,3-Liter-V8, 525 PS) wurde ausgemustert. Nun ist Mayländer im neuen Flügeltürer SLS AMG unterwegs. Die Fakten: 6,3-Liter-V8-Motor mit 571 PS und 650 Newtonmeter Drehmoment. Von null auf hundert km/h braucht der neue Mercedes-Flitzer 3,8 Sekunden und erst bei 317 Stundenkilometern endet der Vortrieb. Dazu Sportschalensitze, Keramikbremsen, AMG-Sportfahrwerk, Zehn-Speichen-Aluräder. Für Bernd Mayländer ist das Auto "sehr angenehm zu fahren. Der SLS hat ein direktes Einlenkverhalten und ist überhaupt kein Biest. Obwohl die 371 PS schon ganz ordentlich reinhauen."

Auch im Safety Car fast immer am Limit unterwegs

Rechts neben dem Automatikhebel liegen die Knöpfe zum Einschalten der Leuchtkonsole auf dem Dach.

Das werden angeblich auch die Herren Formel-1-Fahrer merken. "Denn", so Mayländer, "vor allem im Bremsbereich in den Kurven ist der ALS um einiges schneller als ein Vorgänger. Ich kann bei gleichem Aufwand wie früher einfach schneller fahren." Eine gemütliche Kaffeefahrt ist ein Einsatz im Safetycar aber dennoch nicht. Wie einst als Rennfahrer in der DTM fährt Mayländer auch jetzt vor allem in den Kurven voll am Limit. "Sonst werde die Jungs hinter mir auch schnell mal unruhig. Denn bin ich zu langsam, bekommen ihre Motoren nicht mehr genug Kühlluft. Das könnte dann zu Defekten führen." Auf den Geraden hingegen muss Mayländer auch mal den Gasfuß lupfen. "Wenn die F1-Fahrer hinter mir bei Tempo 200 anfangen große Bögen zu fahren, um ihre Reifen auf Temperatur zu halten, nehme ich natürlich auch Gas weg."

Safetycar-Preis: 179.000 Euro

Gute Nachricht für alle Autofahrer: Den SLS gibt es mit fast allen Safety Car-Konfigurationen – Ausnahme sind die LED-Leuchtbalken auf dem Dach sowie Bordfunk und F1-Fernseher in der Mittelkonsole – ganz normal zu kaufen. Kostenpunkt für den rasanten Flügeltürer, mit dem Formel 1-Rekordweltmeister Michael Schumacher in der Werbung auch schon mal kopfüber durch einen Tunnel bretterte: 179.000 Euro. Das ist die schlechte Nachricht.

Autor: Bianca Garloff

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.