Formel-1-Test - Barcelona: Tag 6

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Formel 1: So lief der sechste Testtag

— 02.03.2016

Ferraris Feind ist der Motor

Die zweite Woche der Formel-1-Testfahrten läuft. Nach Tag sechs in Barcelona ist klar: Ferrari ist derzeit nur die Nummer zwei. Der Motor ist das Problem.

Tuschelthema im Fahrerlager von Barcelona: Die neue Mercedes-Antriebseinheit soll im Rennen mehr als 900 PS generieren. Insider sprechen, so erfuhr AUTO BILD MOTORSPORT, von knapp 950 Pferdestärken - und einer vierstelligen Zahl über eine Runde in der Qualifikation! Schlimmer noch: Bislang kam der neue Silberpfeil noch nicht einmal wegen eines gröberen Technikproblems zum Stehen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff: „Das ist der beste Saisonstart, den wir je hatten!“ Motorchef Andy Cowell warnt parallel: „Das ist der stärkste Mercedes-Motor, den es je gab!“
Ferrari-Star Vettel greift an: Die 1 muss zurück aufs rote Auto

Mit dem Mercedes-Benz PU 106 C Hybrid im Heck absolvierte Williams-Pilot Valtteri Bottas heute die schnellste Runde (1:23.261 Min) vor Lewis Hamilton (1:23.622 Min). Sebastian Vettel hatte auf Rang vier 1,4 Sekunden Rückstand.

Williams-Pilot Valtteri Bottas fuhr am Mittwoch Bestzeit

Noch schlimmer aber war eine Meldung von Reifenmonopolist Pirelli: Die Italiener haben ausgerechnet: Hamilton war in seiner Rennsimulation am Dienstag 1,42 Minuten schneller als Nico Rosberg bei seinem Sieg im Vorjahr. Selbst, wenn man streckenbedingte Faktoren oder andere Reifenmischungen in die Analyse miteinbezieht, wird klar: Der neue Silberpfeil ist derzeit kaum zu schlagen.
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Auch nicht von Sebastian Vettel und Ferrari. Der Heppenheimer drehte nach den Getriebeproblemen von Kimi Räikkönen am Vortag heute immerhin 151 Runden. Mercedes legte mit Rosberg und Hamilton am Steuer aber erneut 164 Umläufe zurück. Insgesamt stehen 4706 Kilometer bei Mercedes 2681 bei Ferrari gegenüber. Vettel erklärt: „Letzte Woche beim ersten Test hatten wir ein, zwei Sachen, die uns etwas ausgebremst haben. Heute lief es aber sehr gut.“

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Schuld an Ferraris Kilometer- und Zeitenrückstand soll der Motor sein. Die verbesserte Variante hat im Teillastbereich angeblich noch zu große Vibrationen verursacht. Vettel fuhr deshalb heute mit einem nagelneuen Aggregat. Bei Ferraris B-Team Haas allerdings stotterte erneut der Turbo, nachdem gestern die Benzinleitungen nicht einwandfrei funktionierten. Auch Ferrari-Kunde Sauber absolvierte nur 55 Runden.

Wäre heute Saisonstart, würde Vettel im Ferrari wohl wie 2015 hinter Hamilton im Mercedes herfahren

Vettel versucht die Misere mit Blick auf Mercedes klein zu reden. „Jeder fährt ein anderes Programm - unterm Strich kommen andere deshalb auf mehr Kilometer. Je nachdem, was man vorhat, macht das aber keinen großen Unterschied.“

Der Heppenheimer predigt weiter Optimismus. „Unser Ziel ist es besser zu sein als letztes Jahr, die Lücke zu schließen. Ob uns das gelungen ist, werden wir sehen. Das  Gefühl im neuen Auto ist gut - und das zählt.“
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Der Respekt vor Mercedes ist dem Ferrari-Star dennoch deutlich anzuhören. „Es ist kein Geheimnis“, so Vettel, „Mercedes ist stark. Aber ich glaube, dass wir einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht haben. Ob der reicht, werden wir in Australien sehen. Wenn nicht, sind wir dran im Laufe der Zeit die Lücke zu schließen.“

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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