Formel-1-Testfahrten in Barcelona

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Formel 1: So lief der Testauftakt

— 22.02.2016

Vettel-Bestzeit & Mercedes-Marathon

Die Formel 1 ist in Barcelona mit dem ersten offiziellen Testtag in die Saison 2016 gestartet: Alle Bilder, News und Hintergründe finden Sie hier.

Die Jagd auf den Silberpfeil hat begonnen! Besonders Sebastian Vettels Ferrari-Team gilt als Jäger Nummer eins in dieser Saison. Und das muss es auch. Denn Präsident Sergio Marchionne fordert unmissverständlich den Titel von seiner Truppe. Bei den ersten Testfahrten bahnte sich gleich das Duell zwischen Rot und Silber an, das die Experten in dieser Saison erwarten. Doch Mercedes und Ferrari gingen zunächst einmal verschiedene Wege, um ihre Renner so schnell wie möglich auf Hochform zu trimmen. Während Ferrari mit etwas weniger Sprit an Bord die Schnelligkeit des neuen SF16-H testen wollte, setzte Mercedes eher auf Zuverlässigkeit.

Marathon-Mann im Mercedes: Weltmeister Hamilton war am Montag der Pilot mit den meisten Runden

In Zahlen hieß das: Vettel markierte mit 1.24.939 die Tagesbestzeit mit knapp einer halben Sekunde Vorsprung auf Weltmeister Hamilton. Der wiederum den Wettbewerb der gefahrenen Runden mit 155 zu 69 gegen den deutschen Ferrari-Star gewann. Es bleibt also erstmal dabei: Alle träumen von einer neuen Ferrari-Stärke, doch so richtig glauben will noch keiner dran. Eddie Jordan formuliert es im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT wie gewohnt plakativ: "Eigentlich ist der Mercedes-Vorsprung besonders auf dem Motorensektor noch zu groß. Aber wenn es einer schafft, dann Sebastian Vettel. Denn am Ende brauchst du einen Deutschen, um die Deutschen zu besiegen."

Formel-1-Testfahrten in Barcelona

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Was hatte der erste Testtag in Barcelona im Zweikampf Rot gegen Silber aber tatsächlich zu bedeuten? Klar ist: Die Bestzeit von Sebastian Vettel ist im Vergleich mit Mercedes nicht überzubewerten. Grund: Schon im vergangenen Jahr glänzte Ferrari an drei von vier Tagen in der ersten Testwoche in Jerez mit Bestzeiten. Mercedes war in keiner der Sessions an der Spitze zu finden. Soll heißen: Damals wie heute legten die Silberpfeile keinen Wert auf schnelle Rundenzeiten, sondern absolvierten schon erste Rennsimulationen mit volleren Tanks. Erst am letzten Tag der zweiten Session nächste Woche "werden wir die Hosen einigermaßen herunterlassen", vermutet Hamiltons Teamkollege Nico Rosberg. Einigermaßen soll heißen: Da bleiben immer noch einige Liter zuviel im Tank und einige PS im Köcher, die erst in Melbourne ausgepackt werden.

Da knipsten die Fotografen wie wild drauf los: Vettel kommt mit Messvorrichtung am Ferrari an die Box

Beim Titelkampf der beiden Formel-1-Supermächte ist deshalb auch der erste Vergleich der beiden B-Teams von Ferrari und Mercedes, also zwischen Haas und Manor, interessant. Morgens noch scherzte Haas-Teamchef Günther Steiner mit Blick auf Manor und Mercedes selbstironisch: "Das sind Nachahmer. Wir waren die ersten, die das System-B-Team erfunden haben." Bis zur Mittagspause sah es noch nach einem klaren Sieg für die "Italo-Amerikaner" aus. Haas legte mit ihrem erfahrenen Ex-Renault-Podiumspiloten Romain Grosjean ziemlich schnell eine 1.28.359 Min. vor, während Mercedes-Junior Pascal Wehrlein mit seinem Team erst einmal das erst in der Nacht fertig gewordene Auto zum Laufen bringen musste. Zum Vergleich: Haas konnte bereits beim Roll-out am Samstag in Barcelona die ersten Runden drehen.

Kurz vor dem Lunch sorgte ein wegfliegender Frontspoiler an Grosjeans Auto nicht nur für die erste rote Flagge, sondern auch für den Umbruch beim B-Team-Duell. Der Manor-Mercedes kam immer besser ins Laufen und Wehrlein steigerte sich am Ende des Tages auf 1.28.292 Min. Wichtiger aber als die eine Zehntelsekunde, die Wehrlein dem Ferrari-B-Team abgenommen hatte, die Anzahl der gefahrenen Runden. Hier fiel der Vergleich noch deutlicher für die 'Mercedes-Light'-Männer aus: 54 zu 31 für Manor. (Ralf Bach)

Den ganzen ersten Testtag mit allein Details, Fotos und Eindrücken aus Barcelona gibt es für Sie hier im Ticker noch einmal zum Nachlesen:

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: ABMS / Picture-Alliance

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