Formel 1: Galerie - Spanien GP

Formel 1: Spanien GP - Tagebuch

— 10.05.2015

Barcelona im Splitter: Sonntag

Die Formel 1 gastierte in Spanien. AUTO BILD MOTORSPORT schildert die Eindrücke aus dem Fahrerlager von Barcelona. Alle News jetzt im Überblick:

Sonntag

Das Auge geschwollen, die Bremse defekt: Für Fernando Alonso hat sich bei seinem Heimrennen die Serie der Rückschläge fortgesetzt. Der Spanier war beim Europa-Auftakt am Sonntag schon wegen eines entzündeten Auges gehandicapt an den Start gegangen. Dann musste er auch noch nach nicht einmal der Hälfte des Rennens aus seinem McLaren klettern, weil die hinteren Bremsscheiben ihren Dienst versagt hatten. „Es war beängstigend. Die Bremsen haben die ganze Runde vorher schon nicht funktioniert”, sagte Alonso. Bei seinem ersten Boxenstopp konnte er sein Auto nicht mehr vor der Garage zum Stehen bringen, ein Mechaniker sprang gerade noch aus dem Weg. Der zweimalige Weltmeister bleibt damit auch nach dem fünften Saisonrennen ohne Punkte. „Ich bin enttäuscht. Jetzt können wir nur den Fehler suchen und uns in Monaco stärker zurückmelden”, sagte der Routinier.

Steigt VW in die Formel 1 ein? So lautet zumindest der Wunsch von F1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone. „Es wäre großartig, wenn sie kommen würden”, erklärte der 84-Jährige am Sonntag. Nach dem Rücktritt des VW-Patriarchen Ferdinand Piëch als Aufsichtsratschef des Autobauers hatte es zuletzt wieder Spekulationen um mögliche F1-Pläne des Konzerns gegeben. Piëch galt wegen Differenzen mit Ecclestone als Gegner des Grand-Prix-Sports. Denkbar erscheint ein Engagement der VW-Töchter Audi oder Porsche. Bei Audi soll angeblich bereits eine Machbarkeitsstudie für einen Einstieg erstellt worden sein. Als möglicher Partner gilt das Red-Bull-Team, das nach Jahren der Dominanz zuletzt eine Serie von Enttäuschungen verkraften musste. Rennstall-Besitzer Dietrich Mateschitz soll deshalb einen Verkauf des Teams erwägen. „Sie werden nicht aussteigen, das will ich vermeiden”, sagte Ecclestone.

Samstag

Die F1 bleibt Spanien und Barelona auch in Zukunft erhalten, der Vertrag der Strecke wurde verlängert

Königsklasse bleibt in Barcelona:
Die Formel 1 fährt bis mindestens 2019 weiter auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona. Die Streckenbetreiber verlängerten ihren 2016 auslaufenden Vertrag mit Chefvermarkter Bernie Ecclestone vorzeitig um drei Jahre. Das teilten die Organisatoren des Grand Prix von Spanien vor dem fünften Saisonlauf am Sonntag mit. Die Rennserie fährt seit 1991 auf der Strecke in Katalonien. Am Sonntag findet der Große Preis von Spanien zum 25. Mal auf dem anspruchsvollen Kurs statt. „Wir freuen uns auf die nächsten 25 Jahre”, sagte Strecken-Chef Vincenc Aguilera zur Vertragsverlängerung.

Freitag

Zahlenspiele um Rosberg: Geht es nach dem bisherigen Saisonverlauf, steht für Nico Rosberg das Rennergebnis am Sonntag in Barcelona schon am Start fest. Der Mercedes-Pilot ist der einzige Fahrer im Feld, der bislang alle vier WM-Läufe dieses Jahres exakt auf dem Platz beendete, von dem er gestartet war. In Australien und China fuhr der 29-Jährige jeweils als Zweiter los und kam auf Rang zwei ins Ziel. In Malaysia und zuletzt in Bahrain fand sich Rosberg sowohl am Start als auch auf dem Podium als Dritter ein. Schafft der gebürtige Wiesbadener also am Samstag wie 2013 in der Qualifikation auf dem Circuit de Catalunya die Pole Position, wäre sein erster Saisonsieg zumindest rein statistisch nur noch Formsache.

Nicht nur in der F1 und bei der Presse ein gefragter Mann sondern auch in Hollywood: Lewis Hamilton

Filmkarriere statt neuem Vertrag?
Lewis Hamilton hält die Entscheidung über seine Zukunft weiterhin im Dunklen. „Es gibt da nichts zu sagen. Ich habe jetzt den Vertrag so oft gelesen, dass ich das ganze Juristen-Englisch inzwischen ziemlich gut beherrsche”, sagte der Brite in Barcelona. Hamilton verhandelt seit Monaten über einen neuen Vertrag mit Mercedes. Sein aktueller Kontrakt läuft am Saisonende aus. Klappt es mit der Verlängerung doch nicht, könnte der 30-Jährige gleich in Richtung Hollywood durchstarten. Wie Hamilton verriet, übernahm er zuletzt eine Mini-Rolle in der 2016 erscheinenden „Zoolander”-Fortsetzung an der Seite von Filmstar Ben Stiller. „Ich spiele mich selbst in dem Film und erscheine in einer Szene während einer Modenschau”, so der Rennfahrer, der während der Dreharbeiten in Rom Überstunden machen musste. „Wir haben mit dem Filmen abends um zehn Uhr begonnen und bis morgens um sechs durchgemacht.”

Psycho-Duell der Top-3: Lewis Hamilton, Nico Rosberg und Sebastian Vettel sind 2015 bisher das tonangebende Trio der Königsklasse. Während die beiden Deutschen jedoch im Kampf gegen den aktuell so starken Hamilton in die Psycho-Trickkiste greifen, bleibt der Brite cool. „Wir werden alles dafür geben, dass wir bald mindestens auf einer Höhe mit Mercedes stehen. Hoffentlich sehen sie bald Rot”, hatte Vettel in Spanien eine Kampfansage in Richtung Silberpfeile ausgegeben, die Landsmann Rosberg zu kontern versuchte: „Ja, es ist momentan knapp. Aber wir haben das bessere Auto.” Hamilton fand in Bezug auf die Ansagen seiner Kollegen: „Alle reden von diesem Psycho-Zeug, aber der einzige Psychokrieg ist in mir selbst. Alles andere berührt mich nicht. Du kannst selbst dein schlimmster Feind sein, also kämpfst Du gegen diesen unsichtbaren schlimmsten Gegner”, so der Brite, der davon überzeugt ist sich derzeit nur selbst schlagen zu können.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Getty Images / Picture-Alliance

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