Esso-Sprit

Formel 1: Sprit macht den Unterschied

— 29.03.2014

McLaren 30 PS hinter Mercedes?

McLaren kann vom guten Mercedes-Motor 2014 nicht so stark profitieren wie das Werksteam: AUTO BILD MOTORSPORT hat herausgefunden warum.

McLaren macht Mobil... und verliert dabei! Hintergrund: Der Treibstoff macht in diesem Jahr mehr denn je den Unterschied. Längst wird im Fahrerlager über einen geheimen Supersprit von Mercedes diskutiert. AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr: Das Werksteam fährt mit Öl und Benzin von Petronas. Kunde McLaren mit Mobil 1 und Esso. Der deutsche Petronas-Chef Eric Holthusen erklärt exklusiv: „Das Benzin ist in diesem Jahr tatsächlich noch wichtiger. Weil der Turbo das Benzin-Luftgemisch verdichtet, besteht die Gefahr des Klopfens. Deshalb fahren wir mit höherer Oktanzahl und brauchen Benzin mit mehr Energie.“ 102 Oktan sind laut Regelwerk erlaubt. Petronas ist angeblich dicht dran!

Honda-Wechsel als Nachteil

Gut zu sehen: McLaren setzt auf Esso (Bild oben) und Mobil 1 (s. Heckflügel) - Mercedes ist mit Petronas schneller

Vorteil Mercedes: Das Benzin ist parallel zum Motor entwickelt und speziell auf den Mercedes-Turbo abgestimmt worden. Holthusen: „Es gab einen extrem intensiven Austausch zwischen den Ingenieuren. Wir haben in dieser Phase etwa 100 verschiedene Kraftstoff-Varianten ausprobiert.“ Ergebnis: pure Leistung. Der Deutsche Petronas-Mann verrät: „Mit dem richtigen Sprit kann man sechs bis sieben Prozent mehr PS aus dem Motor holen.“ Hochgerechnet sind das zwischen 30 und 40 PS - und die dürften McLaren fehlen. Weil das britische Traditionsteam im kommenden Jahr mit Honda-Motoren fährt, werden sie nicht in alle Geheimnisse des Mercedes-Antriebsstrangs eingeweiht.

Kaum Zeit für Esso

Der Vertrag mit Esso wurde erst kurz vor Saisonbeginn geschlossen. Folge: Das Benzin kann nie so gut zum V6-Turbo passen wie das von Mercedes AMG. Besonders in der Hitze von Malaysia spielt übrigens auch das Motoröl eine wichtige Rolle. Holthusen: „Weil diese Motoren so heiß werden, wird es nicht mehr nur zum Schmieren, sondern auch zum Kühlen verwendet. Deshalb muss es besonders dünnflüssig sein.“

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Getty Images

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