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Formel 1: Statistiken - Spanien GP

— 16.05.2016

Jüngster GP-Sieger aller Zeiten!

Solche Geschichten schreibt nur der Sport: Erst der Cockpittausch bei Red Bull, jetzt gleich der Sieg für Max Verstappen zum Einstand. Alle Statistiken dazu.

- Max Verstappen ist der 106. Sieger in der Weltmeisterschaft. Der letzte Premierensieger: Teamkollege Daniel Ricciardo vor zwei Jahren in Ungarn. - Max Verstappen ist der erste Niederländer, der ein WM-Rennen gewinnen kann. Bisher war nie ein Fahrer aus dem Nachbarland erfolgreicher als Vater Jos Verstappen: 1994 beendete er als Teamkollege von Michael Schumacher im Benetton-Ford die GP in Ungarn und Belgien als Dritter.

2012 gelang Pastor Maldonado der Sieg in Barcelona

- Die Niederlande ist die 22. Nation, die einen F1-Rennsieger stellt. Die letzte Premiere: 2012 ebenfalls beim Großen Preis von Spanien, als mit Pastor Maldonado im Williams-Renault ein Venezolaner das Rennen gewann. Die meisten Siege auf dem Konto hat Großbritannien (247), gefolgt von Deutschland (163) und Brasilien (101).

- Mit 18 Jahren und 228 Tagen ist Max Verstappen der jüngste Formel-1-Sieger aller Zeiten. Den Rekord von Sebastian Vettel, aufgestellt 2008 beim Italien GP im Toro Rosso, unterbot er damit gleich um zwei Jahre und 210 Tage. Unter den zehn jüngsten Siegern sind mit Fernando Alonso, Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen noch drei weitere aktive Fahrer. Verstappens Rekord dürfte so schnell nicht gebrochen werden: Seit diesem Jahr dürfen Fahrer erst mit 18 Jahren in die Formel 1 einsteigen. Der neue Rekordhalter müsste also auf Anhieb in seiner ersten Saison gewinnen.

Bisher jüngster Sieger in der F1: Vettel 2008 in Monza

- Max Verstappen ist nicht nur der jüngste Rennsieger aller Zeiten in der Formel 1, er stellte auch den Rekord für den jüngsten Fahrer in Führung und jüngsten Fahrer auf dem Podest auf. Der jüngste Starter in der Formel 1 und der jüngste Punktesammler war er ja bereits zuvor.
 
- Der Spanien GP war das erste Rennen von Max Verstappen für Red Bull. Einen Einstandssieg gab es in der Formel 1 nun schon 16 Mal, zuletzt 2010 beim Bahrain GP mit Fernando Alonso für Ferrari. Aber während einer laufenden Saison nach einem Teamwechsel ist es erst das zweite Mal nach Juan-Manuel Fangio. Der Argentinier fuhr 1954 die ersten Rennen noch für Maserati, nachdem Mercedes den Wagen nicht rechtzeitig fertig brachte. Mit zwei Siegen im Comeback dominierte Fangio die Mercedes-Premiere beim Frankreich GP. Er wurde in dem Jahr auch zum zweiten Mal Weltmeister. Fangio und Alain Prost sind die einzigen beiden Fahrer, die gleich zwei Mal für ihr neues Team beim Einstand siegen konnten.

Viele verschiedene Sieger: Hier Fernando Alonso 2013

- In den letzten zehn Spanien GPs gab es zehn verschiedene Sieger: 2007 Felipe Massa (Ferrari), 2008 Kimi Räikkönen (Ferrari), 2009 Jenson Button (Brawn-Mercedes), 2010 Mark Webber (Red-Bull-Renault), 2011 Sebastian Vettel (Red-Bull-Renault), 2012 Pastor Maldonado (Williams-Renault), 2013 Fernando Alonso (Ferrari), 2014 Lewis Hamilton (Mercedes), 2015 Nico Rosberg (Mercedes) und 2016 Max Verstappen (Red-Bull-Renault). Diese Vielfalt kann keine andere aktuelle Strecke bieten.

- Für Red Bull war es der 51. Sieg in der Formel 1 – und der kam statistisch zur richtigen Zeit: Hätte erneut Mercedes gewonnen, wären beide Teams mit 50 Siegen gleichauf in der ewigen Bestenliste gewesen. So kann sich Red Bull noch mindestens bis zum Kanada GP auf Rang fünf behaupten. Rechnet man aber auch die Vorgängerteams dazu, steht es längst 80:52 für Mercedes.

2011 fuhr noch Schumi neben Rosberg bei Mercedes

- Mercedes musste den ersten Doppelausfall seit dem Australien GP 2011 verbuchen. Damals war noch Michael Schumacher Teamkollege von Nico Rosberg. Nach dem Doppelausfall der Silberpfeile hat nur Williams bisher bei allen Rennen 2016 beide Fahrer in die Punkte gebracht.

- Ausgerechnet beim Heimrennen in Spanien erzielte Carlos Sainz jr. die beste Formel-1-Platzierung seiner Karriere: Nachdem er in Austin 2015 Siebter wurde, kam er in Barcelona als Sechster ins Ziel.

- Winziger Erfolg für den degradierten Daniil Kvyat: Immerhin erzielte er die erste Schnellste Rennrunde seiner Formel-1-Karriere. Es war auch die erste Runde dieser Art für das Toro-Rosso-Team – selbst wenn man Vorgänger Minardi seit dem Einstieg 1985 dazurechnet!

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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