Formel 1

Formel 1 steht vor Verkauf

— 03.09.2016

Amis zahlen 8,5 Milliarden Dollar

Die Formel 1 bekommt bald einen neuen Besitzer: 8,5 Milliarden Dollar soll ein amerikanisches Unternehmen für die Übernahme zu zahlen bereit sein.

Nach endlosen Spekulationen steht die Formel 1 einem Bericht von 'auto, motor und sport' zufolge unmittelbar vor dem Verkauf: Für 8,5 Milliarden Dollar will das amerikanische Medien- und Unterhaltungsunternehmen Liberty Media die Königsklasse des Motorsports übernehmen. AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr dasselbe letzte Woche in Spa. Aber auch, dass F1-Boss Bernie Ecclestone weiterhin dafür kämpft, dass die Anteile an die Scheichs aus Katar gehen. Dann würde er nach ABMS-Informationen anders als bei Liberty Media an der Macht bleiben.

F1-Chef Bernie Ecclestone könnte bald in Rente gehen

Am Rande des Großen Preises von Italien bestätigte Ecclestone nun aber zumindest, dass der Verkauf in der kommenden Woche abgewickelt werden soll. Was seine eigene Funktion angeht, gibt sich der mittlerweile 86-Jährige entspannt: „Ich tue, was ich immer getan habe. Es ist meine Entscheidung, welche Rolle ich einnehme.“ Ecclestone streut wie immer Nebelkerzen.

Insider bezweifeln deshalb, dass der Verkauf wirklich schon über die Bühne gegangen ist. Für die Zweifel spricht eine Klage von Force India und Sauber bei der EU-Wettbewerbskommission gegen Ecclestones Formel-1-Management und unklare Machtverhältnisse zwischen FOM und FIA.

Das Produkt Formel 1 zieht auch weiter die Massen an

Der Brite Ecclestone führt die Formel 1 seit Ende der 70er Jahre, als er die TV- und Vermarktungsrechte gekauft hatte. Beim Verkauf der Serie vor gut zehn Jahren an CVC hatte das Investmentunternehmen Ecclestone als Geschäftsführer für die PS-Serie im Amt gelassen. Noch immer ist Ecclestone auch der Entscheider, wenn es um den Verbleib von Rennstrecken im Kalender geht oder neue hinzukommen sollen. Zum Verkauf stehen nun unter anderem die Anteile von Hauptaktionär CVC Capitals. Das Investmentunternehmen besitzt 35,1 Prozent an der Formel 1.

Besitzer des wahrscheinlichen Käufers Liberty Media ist der Multi-Milliardär John Malone. Der mittlerweile 75-Jährige gründete das Unternehmen vor 25 Jahren. Ecclestones Ära in der Formel 1 könnte sich mit dem Verkauf mittelfristig dem Ende neigen. Ob die Serie nach seiner Zeit weiter von einer Person oder einem Gremium geführt wird, ist offen. Der designierte neue Besitzer will Medienberichten zufolge in einem zweiten Schritt die Formel 1 in New York an der Börse platzieren. (bg/dpa)
Fotos: Picture-Alliance

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