Die verrücktesten Formel-1-Flügel

Formel 1: Stelzen und Nasenbären

— 23.12.2017

Die verrücktesten Flügel der Geschichte

Auf den Rennstrecken herrscht derzeit Ruhe. Aber hinter den Kulissen wird schon wieder an den neuen Autos gearbeitet. Was da wohl bei rauskommt? Halo wird die Renner anno 2018 grundsätzlich verändern. Aber es gab auch früher schon hässliche Auswüchse…

Jahrelang stand der Motor im Mittelpunkt der Entwicklung bei Grand-Prix-Rennwagen. Dazu kam auch die Fahrbarkeit, Wendigkeit und Leichtigkeit der Fahrwerke. Über aerodynamische Flügel für zusätzlichen Abtrieb, der die Autos besser am Boden haften lässt und damit zum Beispiel die Kurvengeschwindigkeiten erhöht, machten sich nur die wenigsten Techniker Gedanken. Aber es gab erste Flügel auch schon in der Zeit der Schwarz-Weiß-Bilder: Opel montierte 1928 am Raketenwagen an der Seite Flügel mit jeweils 1,30 Meter Spannbreite an, damit bei der Zündung der 24 Pulverraketen mit 120 Kilogramm Sprengstoff das Auto nicht abhob.

Richtig Einzug gehalten haben die Flügel dann in den späten 60er Jahren, als in der amerikanischen Sportwagenmeisterschaft CanAm quasi alles gemacht werden durfte und die ersten Teams mit riesigen Flügel experimentierten. 1968 hielten diese auch Einzug in die Formel 1. Die Flügel wurden immer höher und breiter, wogen zwar nur wenige Kilo, brachten aber hunderte Kilo mehr Anpressdruck. Doch sie brachen auch schnell und leicht: Nach alarmierenden Unfällen 1969 in Spanien etwa von Jochen Rindt wurden die Flügel in Höhe und Breite beschnitten.

Besonders viele Zusatzflügel wucherten dann vor rund zehn Jahren an den Formel-1-Autos. Flügel auf den Nasen, Barge Boards (Luft-Leitblechen) an den Seiten, Experimente am Heck – diverse Zusatzelemente schmückten vor allem 2008 die Rennwagen.

In unserer Bildergalerie haben wir einige der verrücktesten Flügel in der Formel-1-Geschichte zusammengetragen.

Die verrücktesten Formel-1-Flügel

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance; Getty Images; Hersteller

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