Die besten Bilder aus Spa

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Formel 1: Strafenkönig Hamilton

— 26.08.2016

75 Startplätze zurück?

Lewis Hamilton hat sich entschieden: Er wechselt in Spa mehrfach den Motor und kriegt dafür die volle Dröhnung an Strafen. Ist das am Ende von Vorteil?

Den Mercedes-Mechanikern wird in Spa nicht langweilig. Bereits vor dem ersten freien Training haben sie in den Autos von Nico Rosberg und Lewis Hamilton neue Motoren eingebaut. Man wechselte den Verbrennungsmotor, den Turbolader, die Wärmemaschine und auch den zweiten Elektromotor. Grund: ein Upgrade, für das die Ingenieure fünf von elf verbliebenen Entwicklungswertmarken (Token) ausgegeben haben.
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In der Mittagspause wurde es erneut hektisch in der Mercedes-Box, diesmal aber nur auf Hamiltons Seite der Garage. Der Silberpfeil des Weltmeisters bekam erneut einen neuen V6-Turbo inklusive nagelneuer MGU-H und MGU-K.

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Hintergrund: Wegen eines neuen Turboladers und einer neuen MGU-H hätte der Brite in Spa ohnehin eine Rückversetzung von 15 Startplätzen hinnehmen müssen. Mercedes nutzt diese Möglichkeit nun, um sein Motorendepot aufzufüllen. Wird die Prozedur Samstagvormittag erneut wiederholt, müsste Hamilton insgesamt 75 Startplätze zurück. Da die maximale Strafe aber ein Start vom Ende des Feldes ist, kann das Weltmeister-Team unendlich viele Antriebsteile wechseln – und wird nur einmal dafür bestraft. Insgesamt wäre Hamilton dann bei seinem achten Turbolader und der achten MGU-H sowie beim sechsten V6 und der sechsten MGU-K angelangt.
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Der Nachteil der technischen Defekte vom Saisonbeginn könnte sich so in einen Vorteil wandeln. Denn während Hamilton in Sachen Antrieb nun von allen Komponenten eine Einheit mehr auf Lager hat als sein Rivale, muss Rosberg mit der zu Saisonbeginn geplanten Anzahl an Antriebskomponenten über die Runden kommen. Der Deutsche ist in allen Elementen bei Nummer vier angelangt. Nur noch einen weiteren Wechsel kann er sich leisten, ohne rückversetzt zu werden. Insgesamt darf ein Fahrer pro Jahr fünf Antriebseinheiten nutzen. Der Wechsel einer einzelnen Komponente wird ebenfalls bestraft.

F1-Noten: Halbzeitbilanz 2016

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Hamilton hat sich bei seinem Team jedenfalls schon mal für den Wechsel-Marathon bedankt: „Großer Respekt und ein riesiges Dankeschön an alle für diese harte Arbeit“, ließ er in seiner Medienrunde ausrichten. Der WM-Kampf – er könnte auch durch Taktikspielchen beim Einsatz der Antriebseinheiten entschieden werden.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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