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Formel 1: Strafversetzung für Vettel?

Diese neun Fahrer müssen bangen

Neun Fahrer müssen bei einem Motortausch eine Rückversetzung in der Startaufstellung fürchten. Auch Sebastian Vettel.
Wenn am Sonntag beim Großbritannien-GP die Zielflagge fällt, dann ist genau die Hälfte der Saison rum. Der Blick auf dem Motorstand der einzelnen Fahrer würde eher vermuten lassen, wir befänden uns in der heißen Endphase. Nicht weniger als neun Fahrer sind bei ihrem Motorkontingent am Ende angelangt. Und fürchten jetzt Rückversetzungen in der Startaufstellung.
Das komplexe Regelwerk noch einmal erklärt: Eine Formel-1-Antriebseinheit besteht aus sechs Teilen: Verbrennungsmotor, Turbolader, MGU-K (Bremsenergie-Rückgewinnungssystem), MGU-H (Abgaswärme-Energierückgewinnungsystem), Batterie und elektronische Motorsteuerungseinheit. Von jedem Teil sind nur maximal vier pro Saison und Auto erlaubt. Wer fünf oder mehr Teile benötigt, wird in der Startaufstellung nach hinten versetzt. Für jedes erste neue Teil (also zum Beispiel für einen fünften Verbrennungsmotor) beträgt das Strafmaß zehn Plätze, für jedes andere neue Teil (also zum Beispiel zusätzlich einen fünften Turbolader) fünf Plätze. Ein kompletter Motortausch kostet also 25 Positionen.

Sebastian Vettel hat Motorsorgen

Neun Fahrer müssen fürchten, dass sie bald rückversetzt werden. Auch WM-Leader Sebastian Vettel! Der Ferrari-Pilot hat bereits seinen vierten Turbolader eingebaut. Es ist die Achillesferse des Ferrari-Triebwerks. Auch die beiden Piloten des Kundenteams Haas, Romain Grosjean und Kevin Magnussen, sind schon mit dem vierten Turbolader unterwegs. Eine Strafe wird also kommen für Vettel, die Frage ist nur wann.
Bei Renault ist vor allem die MGU-H das Problem. Sowohl die beiden Renault-Stammfahrer Nico Hülkenberg und Jolyon Palmer als auch die beiden Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo und Max Verstappen sind bereits bei der vierten MGU-H. Palmer hat außerdem auch den vierten Turbolader eingebaut. Die beiden McLaren-Fahrer Fernando Alonso und Stoffel fahren teilweise schon mit den siebten Teilen spazieren. Sie müssen fast jedes Rennen eine Strafe fürchten.
Im Soll sind nur die drei Mercedes-Teams Mercedes, Williams und Force India. Sie haben von jedem Teil bisher maximal zwei verwendet. Lance Stroll fährt sogar noch immer mit der ersten Batterie herum!
  

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance; Herstller

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